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Teamcheck VfB Stuttgart: Armin Veh ist der große Hoffnungsträger

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VfB Stuttgart im Teamcheck  

Veh ist für den VfB der große Hoffnungsträger

07.08.2014, 05:57 Uhr | t-online.de

Teamcheck VfB Stuttgart: Armin Veh ist der große Hoffnungsträger. Armin Veh ist zurück beim VfB - und mit ihm die Hoffnung auf bessere Zeiten. (Quelle: imago/Eibner)

Armin Veh ist zurück beim VfB - und mit ihm die Hoffnung auf bessere Zeiten. (Quelle: Eibner/imago)

Von Johann Schicklinski

Nach einer echten Horror-Saison will der VfB Stuttgart mit einem alten Bekannten zurück in höhere oder zumindest ruhigere Gefilde. Auf Rückkehrer Armin Veh, der die Schwaben 2007 als Trainer sensationell zur deutschen Meisterschaft geführt hatte, ruhen beim Tabellen-15. der abgelaufenen Spielzeit die Hoffnungen. Einen Beinahe-Abstieg will niemand mehr durchstehen müssen. Doch von Euphorie sind die Anhänger beim VfB knapp drei Wochen vor Bundesliga-Start weit entfernt – zum einen wegen der holprigen Vorbereitung, zum anderen wegen der Einkaufspolitik.

Unmut wurde auch bei der Mitgliederversammlung Ende Juli lautstark zum Ausdruck gebracht, als unter anderem dem Aufsichtsrat des VfB von den Mitgliedern die Entlastung verweigert wurde. Ein Beispiel, das zeigt, dass es bei den Schwaben brodelt. Nur ein sportlicher Aufschwung kann wohl für Ruhe sorgen.

1. Personelle Situation

Nach dem Fast-Abstieg der vergangenen Saison beteuerten die Verantwortlichen um Sportdirektor Fredi Bobic, dass sie Qualität dazu holen und dafür Geld in die Hand nehmen wollen. Präsident Bernd Wahler sprach sogar von "Krachern", die noch kommen sollen, angeblich hat der Verein rund 15 Millionen Euro für Neueinkäufe zur Verfügung. Eine Erwartungshaltung, die sich noch nicht gänzlich erfüllt hat.

Bisher kamen Florian Klein (RB Salzburg), Adam Hlousek, Daniel Ginczek (beide 1. FC Nürnberg), Oriol Romeu (Leihe vom FC Chelsea), dazu die in der letzten Spielzeit ausgeliehenen Rückkehrer Raphael Holzhauser (FC Augsburg) und William Kvist (FC Fulham). Andere Transfers, bei denen der VfB recht weit schien, scheiterten aus verschiedenen Gründen (Valentin Stocker, Hector Moreno, Luis Montes).

Insbesondere ein Nachfolger für den zu Borussia Mönchengladbach abgewanderten Ibrahima Traore fehlt noch, zudem sucht der VfB noch einen Mann für die linke Innenverteidigerposition.  Somit steht der Klub weiter unter Zugzwang, denn klar ist: Von den Leistungsträgern darf sich keiner verletzen. Zumal mit den Offensivspielern Mo Abdellaoue (Knorpelschaden) und Ginczek (Reha nach Kreuzbandriss) zwei Stammelf-Kandidaten zum Saisonauftakt fehlen werden.

2. Stärken und Schwächen

Beim Blick auf die letzte Spielzeit offenbaren sich viele Schwächen. Die Abwehr erwies sich als nicht sattelfest, insbesondere auf den Außenbahnen. Im Angriff war man lange Zeit von Vedad Ibisevic abhängig. Als der Torjäger in der Rückrunde wochenlang wegen einer Rotsperre fehlte und danach nur noch ein Schatten seiner selbst war, schlitterte das ganze Team in die Krise. Ein echter Leadertyp fehlt den Schwaben zudem, Leistungsträger haben immer wieder mit sich selbst zu kämpfen und können andere nicht mitreißen. Der letztjährigen Mannschaft fehlte es auch an der Kaderbreite, Ausfälle konnten nicht adäquat kompensiert werden. Schließlich offenbarte auch die Mentalität der Spieler Defizite – der VfB verlor unzählige Punkte durch Gegentor in den Schlussminuten.

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Wie schneidet der VfB Stuttgart in dieser Saison ab?

Daran muss und will Veh arbeiten, ohne die Stärken zu beeinträchtigen. Diese sind durchaus vorhanden: Die Mannschaft kann einen guten Konterfußball spielen, insbesondere durch die schnellen Offensivspieler. Zudem sind die Standards eine echte Waffe, mit Alexandru Maxim und Daniel Didavi hat der VfB zwei Spezialisten im Kader. Und eigentlich stimmt auch die Mischung aus Routiniers wie Ibisevic, Harnik oder Christian Gentner einerseits sowie jungen Talenten wie Antonio Rüdiger, Carlos Gruezo, Romeu oder Timo Werner andererseits.

3. Trainer

Mit Veh soll es wieder aufwärts gehen. Nachdem Stuttgart mit Bruno Labbadia, Thomas Schneider und Huub Stevens in der letzten Saison drei Trainer verschliss, soll es der Meister-Coach von 2007 richten. Seine zweite Amtszeit beim VfB lässt sich gut an, Veh kommt gut mit der Presse und dem Umfeld klar, punktet dank seiner charmanten Art und auch die Spieler ziehen voll mit. Keeper Sven Ulreich verriet dem "kicker", dass "frischer Wind" zu spüren sei und der neue Trainer eine "klare Linie" habe.

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Doch Veh weiß auch, dass er allzu hohe Erwartungen wohl nicht erfüllen kann. "Ich bin kein Zauberer", sagte er noch bei seiner Vorstellung. Klubs wie Wolfsburg, Mönchengladbach oder selbst Hertha BSC Berlin scheinen dem VfB mittlerweile enteilt, doch Veh stellte auch klar: "Ich bin nicht gekommen, um Zwölfter zu werden."

4. Prognose

Noch hat sich – trotz Veh – keine Aufbruchsstimmung in Stuttgart eingestellt. Euphorie kann wohl nur entstehen, wenn noch mindestens ein hochwertiger Neuer kommt und zudem der Start gelingt. In diesem Fall ist für die Schwaben ein Platz zwischen sechs und acht möglich. Sollte der Auftakt allerdings in die Hose gehen oder sich Leistungsträger langfristig verletzen, landet der VfB zwischen Rang elf und 15. In diesem Fall könnte die Stimmung im und um den Klub kippen, so dass erneut unruhige Zeiten ins Haus stehen.

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