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Bremen im Teamcheck: Sorgenfreie Saison oder Absturz in die 2. Liga?

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Werder im Teamcheck  

Sorgenfreie Saison oder Absturz in Liga zwei?

10.08.2014, 06:52 Uhr | t-online.de

Bremen im Teamcheck: Sorgenfreie Saison oder Absturz in die 2. Liga?. Wechselte vom spanischen Erstligisten Rayo Vallecano zu Werder Bremen und soll die Innenverteidigung der Hanseaten stabilisieren: Alejandro Galvez. (Quelle: imago/nph)

Wechselte vom spanischen Erstligisten Rayo Vallecano zu Werder Bremen und soll die Innenverteidigung der Hanseaten stabilisieren: Alejandro Galvez. (Quelle: nph/imago)

Von Steffen Engesser

Nach dem Klassenerhalt ist vor dem Abstiegskampf. Werder Bremen kämpft seit Jahren um den Verbleib in Deutschlands Elite-Liga. Damit soll in Zukunft Schluss sein. Die Grün-Weißen peilen laut Sportchef Thomas Eichin einen "einstelligen Tabellenplatz" an. Dabei befindet sich der Klub mitten im Umbruch und die finanziellen Mittel sind extrem begrenzt. Im Teamcheck zeigt t-online.de, wie realistisch das Saisonziel der Hanseaten ist.

1. Personelle Situation

Mit Aaron Hunt verließ die Werder-Identifikationsfigur schlechthin den Verein. Der Offensivspieler, der von 2001 bis 2014 stolze 13 Jahre für den Klub spielte, wechselte in der Sommerpause ablösefrei zum Liga-Konkurrenten VfL Wolfsburg. Zudem trennten sich die Grün-Weißen von Außenverteidiger Lukas Schmitz (Fortuna Düsseldorf), Aleksandar Ignjovski (Eintracht Frankfurt) und dem ehemaligen Stammkeeper Sebastian Mielitz (SC Freiburg). Alle gingen ablösefrei. Einzig die Transfers der Ergänzungsspieler Niclas Füllkrug (300.000 Euro/1. FC Nürnberg) und Johannes Wurtz (250.000/SpVgg Greuther Fürth) spülten etwas Geld in die klamme Kasse.

Aufgrund der angespannten finanziellen Situation - Bremen schloss das Geschäftsjahr zum dritten Mal in Folge mit einem satten Minus ab - wird an der Weser ein harter Sparkurs gefahren. Folglich ging es in Sachen Neuzugänge eher übersichtlich zu. Mit Fin Bartels (FC St. Pauli), Alejandro Galvez (Rayo Vallecano) und Izet Hajrovic (Galatasaray Istanbul) nahm man gerade einmal drei neue Spieler unter Vertrag - ohne dabei eine Ablöse zahlen zu müssen.

UMFRAGE
Wo landet Werder Bremen am Ende der Saison?

Nur für Santiago Garcia (Rangers Talca/Chile), den man nach einer Leihe für 1,5 Millionen Euro verpflichtete, und Keeper Raif Husic (100.000/FC Bayern München), gab Werder Geld aus. Perspektivspieler Husic dürfte in dieser Saison allerdings vorwiegend in der U23-Mannschaft der Bremer zum Einsatz kommen. Dort will Davie Selke möglichst nicht mehr spielen. Der Shootingstar und Torschützenkönig der U19-EM drängt auf Einsatzzeit in Liga eins und könnte sich zu einer echten Sturm-Alternative entwickeln.

2. Stärken und Schwächen

Eigentlich ist das Bild von elf Freunden auf dem Platz, im Profifußball längst antiquiert - und doch könnte der Teamgedanke bei Werder in dieser Saison für wichtige Punkte im Abstiegskampf sorgen. In der Saisonvorbereitung wurden Spieler und das Trainerteam jedenfalls nicht müde, Werders Teamgeist hervorzuheben. Dieser "ist nahezu perfekt", schwärmte Trainer Robin Dutt und prophezeite sogar: "Der Teamgeist wird in dieser Saison unser großes Plus, unser Faustpfand."

Dass die Werderaner aufgrund der Team-Harmonie ihr Defensivproblem in den Griff bekommen, ist jedoch zu bezweifeln. Auch in der vergangenen Saison kassierte man enorm viele Gegentore (66). Die Lösung könnte Alejandro Galvez heißen. Der Spanier deutete in den Vorbereitungsspielen seine Klasse an und verlieh der Abwehr durch sein aggressives Spiel auf der defensiven Mittelfeldposition sowie als Innenverteidiger deutlich an Stabilität.

Doch nicht nur die Defensive, auch das Offensivspiel der Hanseaten könnte Sorgen bereiten. Der Abgang von Mittelfeldspieler Hunt wiegt schwer. Der Werder-Topscorer der abgelaufenen Saison (sieben Tore und neun Vorlagen) hinterlässt eine enorme Lücke im Aufbauspiel. Neuzugang Hajrovic soll den entstandenen Qualitätsverlust kompensieren. Allerdings muss der bosnische Nationalspieler, der seinen Vertag bei Galatasaray Istanbul wegen ausstehender Gehaltszahlungen fristlos kündigte und Werder so keine Ablöse kostete, seine Klasse in der Bundesliga erst noch unter Beweis stellen.

Die größte Stärke Werders ist auch in der Saison 2014/15 das Umfeld. Trainer Dutt und Sportchef Thomas Eichin können auch in stürmischen Zeiten in Ruhe arbeiten. Vor allem die Zuschauer scheinen den sich vollziehenden Umbruch zu akzeptieren und blieben daher in der vergangenen Saison auch bei heftigen Pleiten ruhig.

3. Trainer

Robin Dutt ist in Bremen angekommen. Nach einer turbulenten Saison als Nachfolger von Thomas Schaaf führte er Werder als Tabellenzwölfter sicher zum Klassenerhalt. Trotz der schwierigen finanziellen Verhältnisse und des personellen Aderlass' treibt der 49-Jährige die sportliche Entwicklung weiter voran. Schon beim SC Freiburg stellte Dutt unter Beweis, dass er auch mit engem finanziellen Spielraum viel bewirken kann.

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4. Prognose

Werder Bremen wird die Klasse halten, sich aber erneut mit einem Platz im hinteren Tabellendrittel begnügen müssen. Die Konkurrenz im Kampf um einen einstelligen Tabellenplatz ist nicht nur finanziell, sondern auch personell besser aufgestellt.

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