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Teamcheck VfL Wolfsburg: Für die Königsklasse wird es wieder nicht reichen

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VfL Wolfsburg im Teamcheck  

Für die Königsklasse wird es wieder nicht reichen

16.08.2014, 22:18 Uhr | Ricardo Da Silva Campos, t-online.de

Teamcheck VfL Wolfsburg: Für die Königsklasse wird es wieder nicht reichen. Der VfL Wolfsburg verstärkt sich zur kommenden Saison mit dem Ex-Bremer Aaron Hunt. (Quelle: imago/Team2)

Der VfL Wolfsburg verstärkt sich zur kommenden Saison mit dem Ex-Bremer Aaron Hunt. (Quelle: Team2/imago)

Von Ricardo Da Silva Campos

Eine optimale Vorbereitung sieht wahrlich anders aus: Der VfL Wolfsburg kämpft mit zahlreichen Verletzungen. Gleich mehrere Langzeitausfälle zwangen Trainer Dieter Hecking im Trainingslager zu einem Taktik-Wechsel. Nach dem Ausfall aller gelernten Rechtsverteidiger musste Hecking notgedrungen auf eine Dreierkette (3-5-2-System) umstellen. Dazu kam die 1:5-Klatsche im Test gegen Atletico Madrid und die für Unruhe sorgenden Worte von Wölfe-Star Kevin de Bruyne.

Der belgische Nationalspieler forderte öffentlich neue Verstärkungen und sprach sich für mehr Risikobereitschaft auf dem Transfermarkt aus. De Bruyne sieht beim Bundesligafünften der Vorsaison großen Handlungsbedarf aufgrund der kommenden Doppelbelastung mit der kräftezehrenden Gruppenphase der Europa League.

1. Personelle Situation

Mit Felipe Lopes (Durchblutungsstörungen), Christian Träsch (Schultereckgelenksprengung) und Patrick Ochs (Kreuzbandriss) fallen gleich mehrere Verteidiger länger aus, die eigentlich für die rechte Abwehrseite eingeplant waren. Auch der Frankfurter Neuzugang Sebastian Jung (Muskelfaserriss) trainiert noch unter Schmerzen. Zudem wird Hecking mit Ivan Perisic (Schulterfraktur) ein torgefährlicher Linksaußen für die Offensive fehlen. Der Kroate muss für unbestimmte Zeit passen - ein herber Verlust.

Neben Jung wurde mit Aaron Hunt von Werder Bremen ein ähnlicher Spielertyp wie de Bruyne ablösefrei an Land gezogen. Außerdem kehrt der zuvor verliehene Mateusz Klich aus Zwolle in das defensive Mittelfeld zurück. Zudem konnte die Leihe des 23-jährigen Josuha Guilavogui vom spanischen Meister Atletico Madrid realisiert werden. Der variabel einsetzbare Mittelfeldspieler kann auch Innenverteidiger spielen. Außerdem wurde der 19-jährige Defensiv-Allrounder Paul Seguin aus der eigenen U19 zu den Profis geholt.

Für den Angriff hat Manager Klaus Allofs Ex-Arsenal-Stürmer Nicklas Bendtner an Land gezogen. Nach den Absagen von Real-Jungstar Alvaro Morata, der sich für Juve entschied, und Belgiens Sturmtank Romelu Lukaku, der nach Everton gewechselt ist, konnte zumindest der 26-jährige dänische Nationalstürmer ablösefrei verpflichtet werden.

2. Stärken und Schwächen

Abgesehen von der geschwächten rechten Abwehrseite ist der Rest der Defensive bärenstark: Mit dem erfahrenen Abwehrchef Naldo, dem zum Führungsspieler avancierten Robin Knoche und dem von halb Europa gejagten Schweizer Linksverteidiger Ricardo Rodriguez verfügt das Team über ein eingespieltes und taktisch diszipliniertes Kollektiv. Vor allem der 22-jährige Knoche, der aus der eigenen Jugend stammt, hat sich enorm entwickelt. Der Schweizer Nationalkeeper und Wölfe-Kapitän Diego Benaglio rundet die Abwehr als sicherer Rückhalt ab.

Das Umschaltspiel ist vorbildlich. Großen Anteil daran hat der agile Mittelfeld-Motor Luiz Gustavo. Zudem ist Junior Malanda nach seiner Bänderverletzung wieder fit. Der 19-jährige Belgier machte mit Zweikampfstärke und guter Übersicht auf der Sechser-Position auf sich aufmerksam. Neuzugang Guilavogui hingegen muss sich erst einmal zurechtfinden.

Das offensive Mittelfeld ist das Prunkstück: Neben Stars wie de Bruyne und Hunt steht mit dem Eigengewächs Maximilian Arnold ein echter Hochkaräter zur Verfügung. Der 20-Jährige zeigte bereits in der Vorsaison, wie torgefährlich er ist (sieben Treffer, drei Vorlagen). Auf dem rechten Flügel wird der technisch starke portugiesische Nationalspieler Vieirinha für Druck sorgen. Alternativ können hier auch Hunt oder Daniel Caligiuri zum Einsatz kommen. Links gesellt sich Spanien-Rückkehrer Ibrahim Sissoko hinzu, auch der abschlussstarke de Bruyne ist dort eine Option.

Schwach besetzt ist der Sturm: Ivica Olic ist mittlerweile 34 und kämpft mit seiner Fitness, der Niederländer Bas Dost gilt als sehr verletzungsanfällig. Kevin Scheidhauer, der von der zweiten Mannschaft kommt, ist noch zu unerfahren. Zudem dürfte Skandalstürmer Bendtner, der bei Arsenal in der vergangenen Saison nie eine große Rolle gespielt hatte, noch nicht bei 100 Prozent sein. Seit Juli ist der international erfahrene Angreifer vertragslos. Zudem könnte der "Paradiesvogel" aufgrund seiner privaten Eskapaden zum echten Risikofaktor werden.

3. Der Trainer

Dieter Hecking ist ein Trainerfuchs. Er und Allofs haben nach der uferlosen Einkaufstour von Ex-Coach Felix Magath für neue Aufbruchstimmung beim Meister von 2009 gesorgt. Das Duo hat aus dem Riesenkader eine geschlossene Mannschaft geformt. Taktisch geht bei Hecking nahezu alles von einer kompakten Defensive aus, die das schnelle Konterspiel über die Flügel einleitet.

4. Die Prognose

Die Ambitionen sind hoch: Mittelfristig will das Team die dritte Kraft hinter Meister FC Bayern und Vize Borussia Dortmund werden. Dies wird der Hecking-Elf in dieser Saison noch nicht gelingen, da Bayer Leverkusen und der FC Schalke sich personell besser verstärkt haben und breiter aufgestellt sind. Insofern ist bestenfalls Platz fünf drin, wenn alle Stammkräfte fit bleiben und Hunt sich schnell integriert. Für die Teilnahme an der Europa League wird es aber reichen.

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