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Hertha BSC im Teamcheck: Ein einstelliger Tabellenplatz ist drin

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Hertha BSC im Teamcheck  

Mehr Qualität, aber ein Stürmer fehlt noch

09.08.2014, 19:56 Uhr | Sebastian Schlichting, t-online.de

Hertha BSC im Teamcheck: Ein einstelliger Tabellenplatz ist drin . Herthas Neuzugang Roy Beerens im Spiel gegen Eindhoven (Quelle: imago/Eibner )

Herthas Neuzugang Roy Beerens im Spiel gegen Eindhoven (Quelle: Eibner /imago)

Von Sebastian Schlichting

Konstanz war in den vergangenen Jahren nicht unbedingt das erste Wort, das einem zu Hertha BSC einfiel. Abstieg, Aufstieg, Abstieg, Aufstieg hieß es seit 2010. Nun spielen die Berliner erstmals nach längerer Zeit das zweite Jahr am Stück in der selben Liga. Ein Schritt in Richtung Konstanz ist gemacht. Ganz hoch im Kurs steht aber derzeit bei den Verantwortlichen ein anderes Wort: Etablierung. So lautet das Ziel für die anstehende Bundesliga-Spielzeit. Dabei fehlt der treffsicherste Stürmer der vergangenen Jahre: Adrian Ramos ist zu Borussia Dortmund gegangen.

1. Personelle Situation

Hertha hat in dieser Saison - gemessen an Hertha in den letzten Jahren - richtig Geld ausgegeben. Allerdings kam zuvor auch einiges rein, über 18 Millionen Euro für Ramos und Pierre-Michel Lasogga (zum Hamburger SV). Zudem sorgte der Einstieg des Finanzinvestors KKR für finanzielle Entspannung.

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Fast zehn Millionen Euro ließ man sich die bislang sieben Neuen kosten. Ablösefrei war nur der Mann mit dem bekanntesten Namen: John Heitinga vom Premier-League-Absteiger FC Fulham war 2010 mit den Niederlanden Vize-Weltmeister. Teuerster Transfer ist der Schweizer Nationalspieler Valentin Stocker, der für drei Millionen Euro vom FC Basel kam. An ihm war unter anderem auch der VfB Stuttgart interessiert. Zudem sind Julian Schieber (aus Dortmund), Marvin Plattenhardt (1. FC Nürnberg), Roy Beerens (AZ Alkmaar), Jens Hegeler (Bayer Leverkusen) und Genki Haraguchi (Urawa Red Diamonds) neu an der Spree.

Als eine Art Zugang kann Alexander Baumjohann gelten, der zwar schon 2013 wechselte, aber große Teile der Saison verletzt verpasste. Wieder fit ist nach einer Rückrunde voller Verletzungen auch Kapitän Fabian Lustenberger.

2. Stärken und Schwächen

Der Hauptstadtklub hat eine Saison der Extreme hinter sich: Für einen Aufsteiger fast schon sensationelle 28 Punkte nach der Hinrunde (die im Nachhinein bereits zum Klassenerhalt gereicht hätten), lediglich 13 weitere in der Rückserie. Letztlich war es eine für einen Neuling sehr ordentliche Saison, doch der Einbruch nach der Winterpause machte deutlich, dass vor allem auf den Außenpositionen mehr Qualität im Kader nicht schaden kann. Die ist nun da. Hertha ist nach den sommerlichen Umbauarbeiten deutlich breiter aufgestellt.

Der Konkurrenzkampf wird damit größer. Bisherige Stammkräfte haben keine Einsatzgarantie, denn Spieler mit Europapokalerfahrung wie Beerens, Hegeler, Schieber und Heitinga sind sicher nicht gekommen, um sich die Spiele von draußen anzusehen.

Im Angriff will und muss Hertha nachlegen. Ein Mann, der "fünf bis zehn Tore in der Bundesliga garantiert" (Trainer Jos Luhukay im "Tagesspiegel") soll noch kommen. Lasogga war zwar letzte Saison schon ausgeliehen, doch Ramos hinterlässt nach 32 Bundesligatoren in 92 Spielen (und 26 in 65 Zweitligabegegnungen) eine riesige Lücke. Es bleibt abzuwarten, inwieweit Schieber diese schließen kann. Und was Sami Allagui - der zuletzt neun Tore schoss, aber selten über die volle Distanz ran durfte - diesmal zeigt.

3. Der Trainer

Luhukay hat Hertha erst souverän in die Bundesliga geführt und dann sicher zum Klassenerhalt. Auch als es in der Rückrunde nicht mehr so lief, stand er nie zur Diskussion. Er war ein perfekter Griff von Manager Michael Preetz. Der 51-Jährige wirkt stets ruhig und besonnen, aber wenn er im Training Dinge beobachtet, die ihm nicht gefallen, kann er richtig laut werden. Für die neue Saison hat sich der Coach taktisch etwas Neues einfallen lassen und experimentiert mit einer Dreierkette. Dies soll Hertha nicht ausschließlich defensiver oder offensiver, sondern vor allem unberechenbarer machen.

4. Die Prognose

Mit dem Abstieg wird Hertha BSC auch in diesem Jahr nichts zu tun haben. Wie weit es nach oben geht, hängt davon ab, ob Luhukay aus etablierten Kräften und Zugängen schnell die richtige Mischung für die Startelf findet und ob der Klub auf dem Transfermarkt in Sachen Stürmer noch einen Treffer landet. Ist dies der Fall und macht das Verletzungspech einen Bogen um Berlin, ist eine Verbesserung des letztjährigen Tabellenplatzes drin. Da stand am Ende der elfte Rang. Von Europa träumen aber nur die sehr großen Optimisten unter den Fans.

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