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Teamcheck bei Borussia Dortmund: Jürgen Klopp will mit BVB Titel

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Dortmund im Teamcheck  

Der BVB greift wieder nach Titeln und Trophäen

21.08.2014, 15:46 Uhr | Patrick Brandenburg, t-online.de

Teamcheck bei Borussia Dortmund: Jürgen Klopp will mit BVB Titel. Sebastian Kehl präsentiert die erste Trophäe der neuen Saison: den Supercup. (Quelle: imago/Schwörer Pressefoto)

Sebastian Kehl präsentiert die erste Trophäe der neuen Saison: den Supercup. (Quelle: Schwörer Pressefoto/imago)

Die erste Trophäe der neuen Saison ist bereits eingefahren. Wie schon im Vorjahr stemmte Borussia Dortmund den Supercup in die Höhe, erneut gewonnen gegen den Dauerrivalen FC Bayern. Doch der BVB will alles daran setzen, dass diese nicht wieder nur ein früher Trostpreis bleibt.

Angetrieben vom neuen Kapitän Mats Hummels will der Vizemeister wieder größere Ziele anstreben: Ein großer Titel soll her, egal in welchem Wettbewerb. Trotz ständiger Abwerbungen und nicht nachlassender Abwerbungsversuche haben die BVB-Chefs die Hoffnung nicht aufgegeben, die Überflieger aus München vielleicht auch in der Liga mal wieder einzufangen.

UMFRAGE
Wo landet Borussia Dortmund am Ende der Saison?

1. Personelle Situation

Warum auch nicht? Der BVB hat auf den bedeutendsten Abgang und die heftigen Verletzungs-Probleme der vergangenen Saison reagiert und den Kader noch weiter in der Breite gestärkt. In Ciro Immobile (für gut 19 Millionen Euro vom AC Turin) und Adrian Ramos (knapp 10 Mio. Euro von Hertha BSC) haben die Westfalen mit viel Geld gleich zwei namhafte Stürmer eingekauft, um die riesige Lücke zu schließen, die Robert Lewandowski nach seinem ablösefreien Wechsel zum FC Bayern hinterlässt. Dazu steht im früheren Augsburger Dong-Won Ji nun noch ein dritter Offensivmann für alle Fälle zur Verfügung.

Der vorgezogene Transfer von Matthias Ginter (für 10 Mio. Euro aus Freiburg) ist vor dem Hintergrund der zahlreichen Ausfälle zu deuten, die den BVB zum Ende der Hinrunde 2013/2014 fast aus der Bahn geworfen hätten. Freiburgs Weltmeister ist vor allem als Backup für die Innenverteidigung vorgesehen. Zusammen mit Hummels, Sokratis und Neven Subotic, der sich nach seinem Kreuzbandriss zurückmeldet, bildet der 20-jährige Allrounder Ginter ein großartiges Abwehrquartett, das in der Bundesliga seinesgleichen sucht. Darüber hinaus wird auch Marian Sarr Einsatzzeiten bekommen - jener 19-Jährige, den Trainer Jürgen Klopp als Jahrhunderttalent hoch lobt.

Auf den Seiten leistet sich der BVB ebenfalls den Luxus, dass die mit WM-Ehren dekorierten Erik Durm und Kevin Großkreutz den etablierten Außenverteidigern Marcel Schmelzer und Lukasz Piszczek ordentlich Druck machen und Verletzungen - wie aktuell bei Schmelzer - kompensiert werden können.

Ein ähnliches Bild bietet sich im Mittelfeld, obwohl der BVB dort ohne Neuzugang im engeren Sinne auskommt. Bei Nuri Sahin hat der Klub zwar wie erwartet die Kaufoption gezogen, aber das von Real Madrid ausgeliehen Eigengewächs hat schon in der vergangenen Saison wichtige Dienste geleistet. Er wurde dort zur großen Konstante, als Ilkay Gündogan fast komplett ausfiel und auch Sven Bender und Sebastian Kehl in schlechter Regelmäßigkeit mit Blessuren passen mussten. Zusammen mit Routinier Oliver Kirch, dem überraschenden Shooting-Star der vergangenen Spielzeit, sowie Milos Jojic, der im vergangenen Winter kurzfristig geholt wurde und auch toll einschlug, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, selbst wenn sich Gündogans Rückkehr noch weiter verzögern sollte. Dass der angeschlagene Sahin etwa den Bundesliga-Auftakt verpasst, fällt nicht sonderlich ins Gewicht.

2. Stärken und Schwächen

Fans und Verantwortliche der Schwarz-Gelben dürften mit aller höchster Spannung darauf schauen, wie die Transformation im Angriff vonstatten geht. "Lewandowski ist die Vergangenheit, ich bin Gegenwart und Zukunft beim BVB", hat der Serie-A-Torschützenkönig Immobile vollmundig versprochen. An diesen Worten muss sich der Stürmer messen lassen. Einfach wird es bestimmt nicht für den ersten Italiener beim BVB, denn er hat eine komplett andere Spielanlage als sein Vorgänger und muss sich erst einmal an das laufintensive Spiel bei den Westfalen gewöhnen.

Gut möglich aber, dass auch die Borussia auf seinen Neuen zugeht. Mehrfach hat Klopp in der Vorbereitung und auch im Supercup mit dem ungewohnten Zwei-Stürmer-System spielen lassen. An der Seite der BVB-Rakete Pierre-Emerick Aubameyang, der eine fantastische Frühform andeutete, hat Immobile schon vielversprechende Leistungen gezeigt. Im Wechsel zwischen der üblichen 4-2-3-1-Formation und einem neu aufgesetzten 4-4-2 könnten die Dortmunder noch schwieriger auszurechnen sein. Das aus dem Mittelfeld genügend Unterstützung kommt, steht eigentlich außer Frage. Marco Reus möchte an seine überragende Rückrunde anknüpfen und dürfte noch wichtiger werden für den BVB. Dazu hoffen alle in Dortmund, dass Henrich Mchitarjan nach dem schwierigen ersten Jahr und einer vielversprechenden Vorbereitung auf die zweite Saison in Schwarz-Gelb nun der große Durchbruch gelingt.

Auch in der Abwehr steht dem BVB noch Arbeit bevor. 38 Gegentreffer in der abgelaufenen Spielzeit entsprechen ganz und gar nicht dem Selbstverständnis Klopps, der eine stabile Defensive als unverzichtbare Grundlage für erfolgreiches Pressing und Gegenpressing sieht. Personell sollte da nichts schief gehen.

3. Der Trainer

Jürgen Klopp geht inzwischen ins siebte Jahr bei Borussia Dortmund. Damit ist er nicht nur dienstältester Coach der BVB-Geschichte, sondern auch aktuell in der Bundesliga am längsten im Trainergeschäft. Trotz großer Erfolge hat er sich nicht ansatzweise verbraucht, sondern geht wie jedes Jahr mit frischem Elan an die neuen Aufgaben. "Wenn jeder Bock hat, dann kann echt was passieren! Wir wollen vom ersten Tag an ein verschissen zu spielender Gegner sein. So, dass jeder sagt: Boah, die Dortmunder, leck mich am Arsch!", gab der 47-Jährige gewohnt forsch als Losung für die neue Spielzeit aus.

Für den Emotionsbolzen an der Seitenlinie dürfte es eine besondere Herausforderung sein, das schwere Erbe der Lewandowski-Zeit zu gestalten und den BVB vielleicht auch mit ungewohnten taktischen Lösungen in eine neue Zeit zu führen. Außerdem muss Klopp im stärksten Kader der jüngeren BVB-Geschichte für Harmonie sorgen und verhindern, dass Eitelkeiten der nun zahlreichen prominenten Bankdrücker den Erfolg behindern.

4. Die Prognose

Die BVB-Führung um Chef Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Zorc hat die direkte Qualifikation zur Champions League als Ziel ausgegeben, mit weniger gibt sich die Borussia nicht mehr zufrieden. Angesichts des weiter gestärkten Kaders scheint westfälische Bescheidenheit auch nicht mehr angemessen. Stolze 48 Millionen Euro hat der BVB ins Personal gesteckt, rechnet man den Wintereinkauf Milos Jojic und die Kaufoption für Sahin dazu.

Der gewünschte Platz unter den Top-Drei der Abschlusstabelle ist sicher drin, auch wenn die Konkurrenz aus Wolfsburg, Schalke oder Leverkusen ebenfalls ihre Hausaufgaben gemacht hat und das Rennen eng wird. Ob der BVB sogar im Titelrennen den Abstand zum zuletzt übermächtigen FC Bayern verkürzen kann, ist von vielen Variablen abhängig: Wie schlagen Immobile und Ramos ein? Schafft Mchitarjan den Durchbruch? Funktioniert die Rotation, die angesichts der Dreifachbelastung durch Bundesliga, Pokal und Königsklasse unerlässlich sein wird? Lässt sich der BVB von der ständigen Gerüchteküche um Stars wie Reus oder Hummels beeinflussen?

Vermutlich darf sich der BVB bei alldem keine einzige Schwächeperiode leisten, wenn der Kontakt zur Spitze nicht schon wieder früh verloren gehen soll. Sollte auf der anderen Seite die Guardiola-Truppe aus München doch mal einen Durchhänger zeigen, muss Dortmund zur Stelle sein.

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