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Schwimm-EM 2002 in Berlin: Franzis Glückstränen - Steffens Karrierestart

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Schwimm-EM 2002  

EM 2002: Franzis Glückstränen - Steffens Karrierestart

13.08.2014, 14:56 Uhr | dpa

Schwimm-EM 2002 in Berlin: Franzis Glückstränen - Steffens Karrierestart. 2002 in Berlin schwamm Franziska van Almsick neuen Weltrekord.

2002 in Berlin schwamm Franziska van Almsick neuen Weltrekord. Foto: Andreas Altwein. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Heim-EM vor zwölf Jahren war Franziska van Almsicks emotionaler Karriere-Höhepunkt, die junge Britta Steffen stand noch am Anfang ihrer Karriere. Folgen hatte die damalige EM aber auch für eine andere Sportlerin: Ein Job im Kanzleramt sprang heraus.

Am 3. August 2002 trennten die beiden deutschen Top-Schwimmerinnen der vergangenen zwei Jahrzehnte sportlich noch Welten. Bei der EM in Berlin weinte die völlig aufgelöste Franziska van Almsick inmitten tobender Zuschauer Tränen des Glücks nach ihrem viertem EM-Gold und dem Weltrekord über 200 Meter Freistil. Die spätere Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen verpasste hingegen das Finale über 50 Meter Freistil.

Zwölf Jahre später begleiten die beiden einstigen Vorzeigeathletinnen die kontinentalen Titelkämpfe in der Hauptstadt nur noch neben dem Schwimmbecken - doch erneut in unterschiedlichen Rollen. Die Erinnerung an 2002 ist zumindest bei van Almsick verblasst. "Mein Tag ist ausgefüllt, da denkt man nicht an das zurück, was zwölf Jahre her ist", sagt die langjährige ARD-Expertin der Nachrichtenagentur dpa.

Während die 36-Jährige von diesem Montag die Beckenwettbewerbe analysiert, wird Britta Steffen in der Lounge des Deutschen Schwimm-Verbandes nahe des Velodroms Athleten interviewen. Im obersten Stock des Mannschaftshotels vollzieht sich somit eine weitere Annäherung mit dem Verband, der in der Vergangenheit auch schon mal Steffens Kritik auf sich gezogen hatte.

Elf Monate nach dem Rücktritt der Freistil-Weltrekordlerin und mitten in der beruflichen Orientierung mit dem Schwerpunkt Human Ressource Management scheint auch eine Funktion der 30-Jährigen im DSV welcher Art auch immer wahrscheinlich. Beide Seiten sind interessiert, selbst wenn der Verband daraus noch ein Geheimnis macht.

Auch in diesem Punkt unterscheidet sich der Lebensweg der beiden deutschen Freistil-Ikonen. Eine Mitarbeit im DSV stand für Glamour-Frau van Almsick nie zur Debatte, wie auch für nahezu alle anderen ehemaligen Top-Athleten der vergangenen Jahrzehnte.

"Ich denke, es ist das fehlende Interesse des Verbandes. Ich rege mich darüber nicht mehr auf, aber ich finde es schade, dass diese Ressourcen in den letzten zwölf Jahre nicht genutzt worden sind", sagt van Almsick. "Ich hoffe, dass der DSV da noch aufwacht und den einen oder anderen anspricht." Sie selbst sei "nie" angesprochen worden, beim Verband hingegen verweist man auf mangelndes Interesse der meisten Top-Sportler.

Wie Freiwasser-Rekordweltmeister Thomas Lurz kann sich auch Britta Steffen eine Mitarbeit vorstellen. Vor zwölf Jahren waren sie und Lurz noch am Anfang ihrer großen Karriere, van Almsick auf dem Höhepunkt. Nach vielen Enttäuschungen insbesondere bei Olympischen Spielen, bei denen ihr Gold im Gegensatz zu Steffen versagt blieb, verwandelte van Almsick die Halle in ein Tollhaus und ließ auch im TV-Interview ihren überbordenden Emotionen freien Lauf.

In der Halle, "wo du sogar den Hausmeister kennst", nahm van Almsick eine Erkenntnis fürs Leben mit: "Ich habe festgestellt, dass man fallen und wieder aufstehen kann. Und das ist seitdem ein Lebensmotto von mir geworden, dass ich keine Angst mehr habe, auf die Nase zu fallen."

Folgen hatte die EM auch für eine andere deutsche Athletin. Wasserspringerin Anke Pieper arbeitet seitdem im Bundeskanzleramt. Beim damaligen Empfang erkundigte sich der damalige Kanzler Gerhard Schröder bei der Springerin, was sie denn neben dem Sport mache. Auf deren Antwort, sie suche Arbeit, sagte der SPD-Politiker in Macher-Manier, er werde sich drum kümmern - und hielt Wort.

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