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Paul Biedermann bei Schwimm-EM 2014 zurück: Nicht an Rio-Plan rütteln

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Schwimm-EM 2014  

Biedermann zurück: Nicht an Rio-Plan rütteln

14.08.2014, 14:25 Uhr | dpa

Paul Biedermann bei Schwimm-EM 2014 zurück: Nicht an Rio-Plan rütteln. Paul Biedermann erwartet das Abschneiden der deutschen Schwimmer bei der EM mit Spannung.

Paul Biedermann erwartet das Abschneiden der deutschen Schwimmer bei der EM mit Spannung. Foto: Hannibal. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Große Spannung verspricht der EM-Start von Weltrekordler Paul Biedermann in Berlin. Erstmals seit den Olympischen Spielen 2012 greift der deutsche Erfolgsschwimmer bei einem internationalen Langbahn-Wettkampf wieder nach Medaillen.

Das große Ziel Olympia hat der 28-Jährige weiter vor Augen. "Olympia in Rio bleibt der Schlusspunkt, da gibt es für mich gerade auch nichts dran zu rütteln", sagte Biedermann im Interview der Nachrichtenagentur dpa.

Wie sind Form und die in diesem Jahr auch schon angeschlagene Gesundheit so kurz vor dem Start in die Heim-EM?

Biedermann: Ich war ungefähr zweieinhalb Wochen krank und habe erst im Trainingslager auf Sardinien wieder richtig mit dem Training beginnen können. Ich hatte einen langsamen Formaufbau und es wurde von Tag zu Tag besser. An meinem Ziel für die EM, in Berlin meine bestmögliche Leistung abzuliefern, hat sich nichts geändert.

Sie haben 2013 nach Krankheit in der Langbahn-Saison pausiert. Was hat sich durch diese Schwimmpause geändert?

Biedermann: Ich bin insgesamt ein bisschen entspannter geworden, aber nach wie vor sehr motiviert und sehr ehrgeizig im Training. Aber ich kann ein bisschen mehr den Abstand davon gewinnen, kann ein bisschen mehr abschalten, weil das Leben abseits des Sports auch ein sehr schönes ist.

Die große Frage ist auch kurz vor dem Start: Welche Strecken schwimmen Sie in Berlin? Qualifiziert sind Sie ja für drei Einzelstrecken: 100, 200 und 400 Meter Freistil.

Biedermann: Das werden wir wirklich kurzfristig entscheiden, zum Teil sogar erst einen Tag vorher.

Sie haben wiederholt unter Beweis gestellt, dass gerade Sie Krankheiten oder andere Rückschläge besonders gut wegstecken können. Was macht diese Comeback-Qualitäten aus?

Biedermann: Das werde ich ja jetzt bei der Europameisterschaft sehen, ob mir das wieder gelingt. Ich glaube, ich habe in den jungen Jahren eine sehr gute Trainingsausdauer bekommen und viele Umfänge trainiert, sodass ich darauf immer wieder zurückgreifen kann und nicht von Null anfangen muss und auf die ich im Notfall immer zurückgreifen kann.

Sie arbeiten schon lange mit Frank Embacher zusammen. Wie hat sich diese Zusammenarbeit im Laufe der vielen Jahre verändert?

Biedermann: Da hat sich nicht groß geändert. Klar, man spricht mehr, man reflektiert mehr und ich bringe mich auch mehr mit ins Training ein. Aber an der Basisarbeit hat sich nicht viel geändert.

Ist das Verhältnis auch das selbe geblieben? Man wird ja auch nicht jünger...

Biedermann: Ich sage immer noch "Sie" und "Herr Embacher". Aber man trifft jetzt Entscheidungen zusammen und versucht mehr zu reflektieren. Wenn man im Leistungssport, gerade im Schwimmen, ein bisschen älter wird, braucht man vielleicht manchmal ein bisschen mehr Ruhe oder muss das Training an manchen Stellen anpassen. Daher gibt es mehr Gesprächsbedarf, aber deswegen habe ich in meiner Trainingsgruppe keine Sonderstellung.

Wo steht das deutsche Schwimmen im Jahr 2014?

Biedermann: Gute Frage. Das wird man nach der Europameisterschaft wissen. Dann haben wir in Europa hoffentlich wieder die ersten Schritte nach vorne gemacht - und dann geht es Schlag auf Schlag weiter: Weltmeisterschaften 2015, Olympische Spiele 2016. Wir hoffen natürlich immer, dass wir Schritte nach vorne machen können.

In der Öffentlichkeit werden Sie weiter als Vorschwimmer wahrgenommen. Sehen Sie das auch so?

Biedermann: Ich finde schon, dass gerade ein Marco Koch bei der Weltmeisterschaft mit Platz zwei eine fantastische Leistung abgeliefert hat und auch über das Jahr sehr starke Zeiten schwimmt. Auch Steffen Deibler ist international immer vertreten und schwimmt bei fast jedem Wettkampf sehr starke Zeiten. Deswegen sehe ich mich gar nicht mehr in dieser Rolle als Vorzeigeschwimmer. Zudem war ich jetzt ein Jahr nicht da. Ich sehe klar Steffen Deibler und Marco Koch in der Position.

Wie beeinflusst Ihr Abschneiden in Berlin die weitere Karriereplanung? Rio 2016 bleibt der Schlusspunkt?

Biedermann: Olympia in Rio bleibt der Schlusspunkt, da gibt es für mich gerade auch nichts dran zu rütteln. Ich war zwar dieses Jahr auch einmal krank, aber ich konnte das ganze Jahr gut trainieren ohne große Pausen. Von dem Fahrplan mit Rio als großem Ziel werde ich nicht abrücken.

Wie sehen Sie den Weg nach Rio?

Biedermann: Entspannt wird es nicht, weil das Training nach wie vor sehr hart sein wird und sehr umfangreich. Aber es ist nicht mehr so, dass ich mich gedanklich nur am Schwimmen festhalte. Man schaut auch ein bisschen links und rechts. Ich mache mir Gedanken, was ich nach der sportlichen Karriere machen will, wie ich da aufgestellt sein will, da habe ich auch einige Interessen entwickelt. Mein Trainingsalltag wird sich nicht groß ändern, aber meine Sicht auf das Schwimmen hat sich geändert.

Wie sehen Sie ihre Zukunft nach 2016?

Biedermann: Ich habe mir mehrere Optionen erarbeitet und halte sie mir offen. Aber das ist nichts, das ich jetzt spruchreif verkünden könnte. Für mich ist erstmal wichtig, dass ich weiß, ich habe einen groben Plan, was ich danach machen könnte. Ich werde nicht aufhören und stehe dann vor einem Nichts.

Ihre Partnerin Britta Steffen treibt ihre berufliche Zukunft intensiv voran. Ist Schwimmen da noch das Hauptthema zu Hause oder liegt da der Fokus mehr auf anderen Sachen?

Biedermann: Das hat sich schon geändert. Man spricht noch immer über das Schwimmen, aber auch über Brittas Studium. Personalwesen ist natürlich sehr interessant und ein großes Feld. Da spricht man viel drüber und das finde ich persönlich auch sehr bereichernd, dass man sich nicht nur über den Sport austauscht, sondern auch über das, was sonst noch in der Welt passiert. Das entspannt natürlich.

Und die Standardschlussfrage: Wie sieht das Projekt Führerschein aus?

Biedermann: Immer noch zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs.

Zur Person: Paul Biedermann (28) wurde 2009 bei der WM in Rom Doppel-Weltmeister und heimste bei den Weltmeisterschaften zwei Jahre später in Shanghai drei Bronzemedaillen ein. Der Lebenspartner der Peking-Olympiasiegerin Britta Steffen hält immer noch die Langbahn-Weltrekorde über 200 und 400 Meter Freistil, die allerdings aus der Zeit der Hightech-Anzüge stammen. Nach Krankheit ließ Biedermann die WM 2013 in Barcelona aus, bei der EM-Qualifikation Anfang Mai meldete er sich mit starken Zeiten zurück.

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