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Bundesliga: FC Schalke legt Fehlstart bei Hannover 96 hin

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Spielbericht  

Schalke legt Fehlstart in Hannover hin

23.08.2014, 17:37 Uhr | dpa

Bundesliga: FC Schalke legt Fehlstart bei Hannover 96 hin. Hiroki Sakai (re.) von Hannover 96 und Schalkes Eric Maxim Choupo-Moting im Luftkampf (Quelle: dpa)

Hiroki Sakai (re.) von Hannover 96 und Schalkes Eric Maxim Choupo-Moting im Luftkampf (Quelle: dpa)

Nach der Pokal-Blamage in Dresden hat der FC Schalke 04 auch den Start in die Bundesliga gründlich verpatzt. Durch das 1:2 (0:0) bei Hannover 96 steckt der ambitionierte Revierklub schon nach dem zweiten Pflichtspiel der Saison in einer handfesten Krise. Zwar hatte Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (47. Minute) vor 49.000 Zuschauern in der ausverkauften HDI-Arena zunächst für die Führung der Gäste gesorgt. Edgar Prib (67.) und Rekord-Einkauf Joselu (70.) sorgten jedoch mit einem Doppelschlag dafür, dass Schalkes Coach Jens Keller bereits zu Beginn der Saison um seinen Job bangen muss.

Obwohl der Trainer mit Benedikt Höwedes und Julian Draxler auf weltmeisterliche Unterstützung in der Startelf vertraut hatte, wirkten die Gäste die meiste Zeit rat- und ideenlos. Zwar konnte Höwedes der in Dresden noch extrem wackeligen Defensive zunächst neue Stabilität verleihen. Draxler agierte im offensiven Mittelfeld aber bis zu seiner Auswechslung hauptsächlich auf verlorenem Posten. Seine Klasse ließ er lediglich einmal nach dem Seitenwechsel aufblitzen, als er den Treffer von Huntelaar mit einem feinen Pass einleitete.

Die meiste Zeit waren die Gelsenkirchener Offensivbemühungen von zahlreichen Fehlpässen geprägt. Daran änderten auch die Neuzugänge Eric-Maxim Choupo-Moting und Sidney Sam nichts, die auf den Flügeln nur wenige gelungene Aktionen hatten. Gerade Sam hinkt seiner Topform momentan weit hinterher.

Joselu vergibt zunächst

Von den zehn Neuzugängen, die Hannover verpflichtet hat, schafften es ebenfalls nur zwei in die Startelf. Der chilenische WM-Teilnehmer Miiko Albornoz profitierte dabei vom kurzfristigen Ausfall von Kapitän Lars Stindl, der mit einer Knieverletzung passen musste. Als einzige Spitze ist Joselu dagegen bei den Niedersachsen gesetzt. Für fünf Millionen Euro hatten die Niedersachsen den Spanier von 1899 Hoffenheim verpflichtet, der das Vertrauen seines Trainers nach seinen zwei Toren im DFB-Pokal auch in der Bundesliga rechtfertigte.

Nach 37 Minuten hatte der ehemalige Akteur von Real Madrid sogar die erste Gelegenheit des Spiels, sein Flachschuss aus 18 Metern landete aber knapp neben dem Tor. In einem zunächst durchwachsenen Spiel wurden die Gäste lediglich einmal durch Huntelaar (44.) gefährlich. Seinen Fernschuss konnte Weltmeister Ron-Robert Zieler jedoch stark abwehren.

Huntelaars Tor hilft Knappen nicht

Nach einem durchwachsenen ersten Durchgang wurden zumindest die rund 7000 mitgereisten Schalker Fans unmittelbar nach dem Wiederanpfiff entschädigt. Nach einem genialen Pass von Draxler auf Choupo-Moting musste dieser frei vor Zieler nur noch auf Huntelaar querlegen, der den Ball mühelos ins leere Tor einschob.

Doch der Treffer des Niederländers verhalf dem Revierklub nur kurzfristig zu mehr Sicherheit. Schon nach dem Ausgleich durch Prib, den Leonardo Bittencourt über den rechten Flügel vorbereitete, war das aufblitzende Schalker Selbstbewusstsein wieder passé. Den verdienten Sieg besiegelte Joselu nur drei Minuten später mit einem sehenswerten Fernschuss.

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