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Riesenhype um Andre Lotterer in der Formel 1

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Mehr Journalisten als bei Vettel  

Riesenhype um den fünften Deutschen in der Formel 1

21.08.2014, 20:49 Uhr | dpa

Riesenhype um Andre Lotterer in der Formel 1. Andre Lotterer gibt im "hohen" Alter von 32 Jahren sein Debüt in der Formel 1. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Andre Lotterer gibt im "hohen" Alter von 32 Jahren sein Debüt in der Formel 1. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Zur seiner ersten Pressekonferenz kam Andre Lotterer gleich einmal 20 Minuten zu spät. "Sorry, ich steckte ein bisschen im Stau", entschuldigte sich der Formel-1-Neuling. Mühsam musste er sich einen Weg durch das völlig überfüllte Caterham-Motorhome bahnen. "Ich bin erstaunt, was für ein Hype herrscht", sagte Lotterer zum ungewohnten Medieninteresse an seiner Person im Fahrerlager von Spa-Francorchamps. "Der Vertrag mit Caterham hat mich auf jeden Fall ziemlich bekannt gemacht." Selbst zur Presserunde des vierfachen Weltmeisters Sebastian Vettel wenig später kamen nicht so viele Journalisten.

Der große Ansturm erklärt sich dadurch, dass Lotterers Grand-Prix-Debüt in Belgien an diesem Sonntag (ab 13.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) mit immerhin 32 Jahren völlig überraschend und gegen den Trend erfolgt. Zuletzt setzten die Teams verstärkt auf Teenies. Einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe von Lotterers Einsatz für Caterham hatte Konkurrent Toro Rosso mit der Verpflichtung des jetzt noch 16 Jahre alten Max Verstappen für die kommende Saison für einen Jugendrekord gesorgt.

Spezialist für die Ardennen-Achterbahn

Für den doppelt so alten Lotterer hat sich mit der späten Berufung in die Königsklasse ein kaum noch für möglich gehaltener Herzenswunsch erfüllt. "Es war immer mein Traum, einmal Formel 1 zu fahren", sagte der dreimalige Le-Mans-Sieger. "Es wird sicher nicht einfach. Ich muss erst einmal alles lernen. Aber ich traue mir das zu." Und selbstbewusst betonte er: "Das ist keine Spaßaktion."

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Für Lotterer sprachen sportliche und finanzielle Aspekte: Der Routinier kennt den anspruchsvollen Ardennenkurs wie nur wenige. Allein in diesem Jahr fuhr er hier schon über 5000 Kilometer. "Das Sechs-Stunden-Rennen, die 24 Stunden und noch ein kleineres Rennen", listete der Audi-Werkspilot auf. Zudem gebe es bei den in dieser Saison erstmals von Hybrid-Turbos angetriebenen Formel-1-Boliden Parallelen zu den von ihm normalerweise gesteuerten Rennautos.

Kobayashi zahlte nicht pünktlich

Lotterer wies darauf hin, dass er seit 16 Jahren in verschiedenen Formel-Klassen gefahren sei. Die Super Formula (früher Formel Nippon) in Japan, in der er seit langem erfolgreich aktiv ist, sei zudem die zweitschnellste Serie nach der Formel 1. Zudem absolvierte er für das damalige Jaguar-Team 2000 und 2001 einige Formel-1-Tests.

Außerdem bringt Lotterer für das finanziell schwächelnde Caterham-Team einen Sponsor (Hype) mit. "Wir bezahlen nichts für den Einsatz", beteuerte sein Manager Werner Heinz. Stammpilot Kamui Kobayashi soll angeblich mit Zahlungen im Verzug sein, was den Cockpit-Wechsel erst ermöglichte.

Ein einmaliges Ereignis?

Lotterer und Heinz versicherten, dass es sich um "einen einmaligen Einsatz" handle. Indes kursierten in Belgien Spekulationen, der seit Jahren in Japan fahrende Lotterer könnte auch beim Grand Prix in Suzuka im Oktober noch einmal zum Zug kommen. 

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Aber erst einmal muss der Debütant in Belgien überzeugen. Im Simulator bereitete sich Lotterer auf die große Herausforderung vor. Das Training am Freitag wird erste Hinweise geben, ob ihm der Umstieg problemlos gelingt. Er wolle "Schritt für Schritt" machen, das Wochenende "fehlerfrei überstehen" und dem Team helfen.

Ehemaliges Vorbild von Vettel

Seine deutschen Kollegen freuen sich jedenfalls für ihn. "Andre hat es absolut verdient, wenn er auch nicht im besten Auto sitzt", sagte Vettel. "Toll, dass er sich durchgeboxt hat." Der Red-Bull-Star bezeichnete den Spätberufenen als "eines meiner Vorbilder" in der Kart-Zeit. "Wir fuhren im gleichen Team", sagte Vettel. "Und wir haben uns nachts in der Disco in Tokio gesehen."

Adrian Sutil bezeichnete Lotterer "als netten Menschen und talentierten Fahrer. Ich freue mich, dass er die Chance erhält." Der Sauber-Pilot kennt ihn ebenfalls aus gemeinsamen Zeiten in Japan. "Es wird interessant sein zu sehen, wie er die Formel 1 packt. Aber ich bin da zuversichtlich." Nico Hülkenberg rechnet damit, dass es für Lotterer "schwierig" werde, weil dieser lange kein Formel-1-Auto mehr gefahren sei. "Das ist eine große Aufgabe für Andre, aber er ist ein guter Fahrer."

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