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Achter will Revanche bei WM - Sauer: "Mitfavorit"

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Achter will Revanche bei WM - Sauer: "Mitfavorit"

22.08.2014, 13:46 Uhr | dpa

Achter will Revanche bei WM - Sauer: "Mitfavorit". Der Achter mit Steuermann Martin Sauer will über den Titel jubeln.

Der Achter mit Steuermann Martin Sauer will über den Titel jubeln. Foto: Markus Scholz. (Quelle: dpa)

Amsterdam (dpa) - Gute Form, großes Selbstvertrauen, makellose Saisonbilanz - der Deutschland-Achter startet mit hohen Ansprüchen in die WM.

Das in diesem Jahr noch ungeschlagene Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) will sich bei den Titelkämpfen in Amsterdam für die knappe Niederlage gegen Großbritannien vor einem Jahr in Südkorea revanchieren. Steuermann Martin Sauer macht aus der ambitionierten Zielsetzung der Europameister keinen Hehl: "Wir brauchen nicht rumeiern. Wir haben Luzern gewonnen, damit sind wir Mitfavorit auf WM-Gold."

Sechs Wochen nach dem Sieg beim Weltcup-Finale auf dem Rotsee, das als WM-Generalprobe gilt, fühlt sich die Crew um Schlagmann Felix Wimberger für den Saisonhöhepunkt vom 24. bis 31. August gerüstet. Dabei konnte von einer optimalen Vorbereitung wahrlich keine Rede sein. Dauerregen, Stürme, Gewitter und starke Strömung erschwerten die Vorbereitung auf einem Nebenarm des Rheins in Breisach und später in Ratzeburg. Es passt zur Mentalität der Mannschaft, dass sie den suboptimalen Bedingungen Positives abgewann. "Hitze, Regen, Wind und Sturm - das macht uns alles nichts mehr aus. Man kann sagen, dass wir dadurch ganz gut vorbereitet sind", befand WM-Debütant Wimberger.

Gut möglich, dass sich die vielen Trainingsfahrten bei störendem hohen Wellengang für die Olympiasieger bezahlt machen. Denn die in den 1930er Jahren künstlich angelegte und zwischenzeitlich mehrfach ausgebaute Regattastrecke "Bosbaan" in Amsterdam gilt als windanfällig. Ähnlich wie seine Ruderer macht auch Erfolgscoach Ralf Holtmeyer aus seiner Erwartungshaltung keinen Hehl. Nach dem Finale am 31. August will er die deutsche Nationalhymne hören: "Die Niederlage in Südkorea hat mich richtig geärgert. Denn ich war ans Siegen gewöhnt und verliere schrecklich ungern."

Mit ähnlich guten Chancen wie der Achter gehen nur wenige DRV-Boote in den Kampf um Medaillen. Die eher dürftige Gesamtbilanz von Luzern mit nur drei Podestplätzen und sieben Finalteilnahmen in den 14 olympischen Wettkampfklassen lässt nicht unbedingt auf fette Beute hoffen. Als weiterer Goldkandidat für Amsterdam gilt eigentlich nur noch der auf dem Rotsee siegreiche Frauen-Doppelvierer um Schlagfrau Lisa Schmidla. Bei den Titelkämpfen vor einem Jahr in Chungju hatte der DRV einmal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze gewonnen.

Mit Edelmetall liebäugelt auch Marcel Hacker. Doch im Weltklassefeld mit den Favoriten Mahe Drysdale (Neuseeland) und Ondrej Synek (Tschechien) wird es der 37 Jahre alte Einer-Routinier schwer haben. Nur das Missgeschick des vor ihm liegenden Litauers Mindaugas Griskonis, der auf halber Strecke ins Wasser stürzte, bescherte dem Magdeburger in Luzern Rang drei.

Ein letztes Mal bietet sich dem DRV-Kader bei der WM mit 445 Booten aus 60 Ländern die Gelegenheit zum Experimentieren. Denn schon im kommenden Jahr geht es um Qualifikationspunkte für Olympia 2016. "Bis Rio sind es noch knapp zwei Jahre, ab Herbst dieses Jahres geht es konzentriert in die Vorbereitung", kündigte Siegfried Kaidel an. Dennoch misst der DRV-Vorsitzende auch der WM eine große Bedeutung bei: "Wir wollen auch in Amsterdam gut abschneiden."

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