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Toto Wolff: Nico Rosberg hat Unfall nicht mit Absicht verursacht

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Wolff widerspricht Hamilton  

Rosberg hat Unfall nicht mit Absicht verursacht

25.08.2014, 15:52 Uhr | sid

Toto Wolff: Nico Rosberg hat Unfall nicht mit Absicht verursacht. Lewis Hamiltons Silberpfeil ist nach dem Crash nicht mehr voll leistungsfähig. (Quelle: xpb)

Lewis Hamiltons Silberpfeil ist nach dem Crash nicht mehr voll leistungsfähig. (Quelle: xpb)

Bei Mercedes geht es nach dem "Spa-Gate" in Belgien hoch her. Lewis Hamilton hatte mit dem Ausplaudern von Interna Öl ins Feuer des Streits mit Teamkollegen Nico Rosberg gegossen und damit die Krise beim souveränen WM-Spitzenreiter weiter verschärft. In diesem Flächenbrand versuchte sich Motorsportboss Toto Wolff als Feuerwehrmann.

"Nico gab zu, dass er beim Rad-an-Rad-Kampf nicht zurücksteckte, aber hat nicht zugegeben, absichtlich einen Unfall verursacht zu haben. Er dachte, es sei an Lewis, ihm Platz zu lassen und der hätte es nicht getan. Sie blieben beide bei ihrer unterschiedlichen Meinung in einer heißen Diskussion, aber es war kein absichtlicher Crash. Das ist Blödsinn", sagte Wolff in einem seiner zahlreichen Statements an diesem verrückten Rennsonntag in Belgien, der für die Silberpfeile eine Zeitenwende einläutete.

Wolff: "Müssen reagieren"

Nach dem Abschuss von Hamilton durch den risikoreichen Versuch eines Überholmanövers von Rosberg, der anschließenden Kritik am deutschen WM-Spitzenreiter und den schweren Vorwürfen durch Hamilton wird nichts mehr sein wie zuvor. "Im Hinterkopf habe ich immer befürchtet und eigentlich damit gerechnet, dass es soweit kommt. Jetzt ist es soweit, sogar früher als ich gedacht habe. Jetzt ist etwas passiert, und jetzt müssen wir reagieren", sagte Wolff.

UMFRAGE
Ist Rosberg Hamilton mit Absicht reingefahren?

Noch ist nicht klar, wie Mercedes auf die Tatsache reagieren wird, dass die wichtigste Teamregel gebrochen wurde: fahrt euch nicht in die Karre. Ein Patentrezept haben weder Wolff noch Aufsichtsratsboss Niki Lauda, die sich zumindest in der Schuldfrage schnell einig waren und mit dem Finger auf Rosberg zeigten.

Rosberg hat Hamiltons Ungarn-Verweigerung nicht vergessen

Allerdings hatte es sich bereits angedeutet, dass es zwischen den beiden Alpha-Tieren in Spa knallen könnte. Bei einem Meeting hatte sich Rosberg noch einmal vehement über Hamiltons Ignorieren der Teamorder beim Rennen vor der Sommerpause in Ungarn beschwert - und war damit auf taube Ohren gestoßen. "Er hat gesagt, wie sauer er auf Toto und Paddy (Lowe, d. Red.) war. Und ich dachte nur: es ist drei Wochen her ...", sagte Hamilton.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt dürfte es Rosberg endgültig gereicht haben. Er, der auf und neben der Strecke immer um Fair Play bemüht war und der im Sinne des Teams im Zweifel auch mal zurückgezogen hatte, würde das nicht mehr machen.

Hamilton gibt das Unschuldslamm

Hamiltons Aussagen nach dem Teammeeting am Sonntag, Rosberg hätte mehr oder weniger zugegeben, nichts getan zu haben, um den Unfall zu verhindern und damit etwas beweisen wollen, deuteten in diese Richtung. Auch wenn Rosberg dies nicht bestätigen wollte und Wolff von einem Missverständnis sprach. Hamilton wählte diese Indiskretion bewusst, um Politik in seinem Sinne zu machen. Mit Erfolg. Rosberg steht als Buh-Mann dar.

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Hamilton gibt das Unschuldslamm und geht sogar so weit, dass "ich nicht weiß, wie ich das nächste Rennen angehen soll". Schließlich müsse man "den Leuten vertrauen können, wenn man da draußen ist". Seltsame Worte des Racers Lewis Hamilton, der den Begriff "Zurückziehen" noch nie in seinem Stammbuch stehen hatte.

Red Bull ist der Nutznießer

Wie wird es weitergehen bei den Silberpfeilen? "Die Konsequenzen können sein: Wenn wir der Meinung sind, dass wir den einen oder anderen Fahrer, und damit meine ich gar nicht den Nico, oder die Situation nicht managen können, müssen wir uns überlegen, was das in Zukunft für uns bedeutet", sagte Wolff - und ließ Maßnahmen offen.

Viel Zeit hat Mercedes nicht. Am 7. September geht es in Monza weiter. Und die Silberpfeile spüren Red Bull im Nacken. Daniel Ricciardo nutzte den "Krieg der Sterne" nicht nur zu seinem dritten Saisonsieg, sondern könnte auch noch zu einem ernsthaften Konkurrenten des zerstrittenen Duos im Kampf um den WM-Titel werden. "Das ist genau der Punkt, von dem wir gehofft hatten, dass wir ihn nicht erreichen", sagte Wolff. Aber auch dieser Brandherd ist bereits entflammt.

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