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Schwacher HSV patzt gegen Aufsteiger Paderborn

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Spielbericht  

Schwacher HSV patzt gegen Aufsteiger Paderborn

30.08.2014, 17:28 Uhr | dpa

Schwacher HSV patzt gegen Aufsteiger Paderborn. Hamburgs Heiko Westermann (li.) setzt Paderborns Jens Wemmer unter Druck. (Quelle: imago/Revierfoto)

Hamburgs Heiko Westermann (li.) setzt Paderborns Jens Wemmer unter Druck. (Quelle: Revierfoto/imago)

Aufsteiger SC Paderborn sorgt in der Bundesliga für Furore und hat den Hamburger SV verdient mit 3:0 (1:0) besiegt. Den Ostwestfalen gelang der erste Sieg im Oberhaus durch Treffer von Elias Kachunga (29. Minute), Mario Vrancic (68.) und Moritz Stoppelkamp (87.). Die Hanseaten verpassten damit auch im neunten Bundesliga-Spiel saisonübergreifend drei Punkte, Trainer Mirko Slomka wartet weiter auf den 100. Bundesliga-Sieg seiner Karriere.

Der HSV bestimmte zu Beginn vor 54.553 Zuschauern das Spiel, zwingende Chancen erarbeiteten sich die ohne den immer noch verletzten Mainzer Zugang Nicolai Müller angetretenen Hausherren aber nur wenige. Mit der gleichen Aufstellung wie beim 0:0 in Köln setzte Slomka auf eine eingespielte Elf. Der Angriff wirkte aber trotz des vielen Ballbesitzes zu ungefährlich.

Der Liga-Neuling stand dagegen gut in der Defensive und wartete auf die überfallartigen Konter. Die dritte Großchance nach Möglichkeiten durch Moritz Stoppelkamp (18.) und Kachunga (24.) schob der 22-Jährige ein, nachdem Adler den Schuss von Süleyman Koc gerade so abgewehrt hatte. Das 2:0 lag in der Luft, als wieder der gute Kachunga aus Abseitsposition einköpfte.

Van der Vaart muss früh vom Feld

Eine deutliche Schwächung für die Hamburger war die verletzungsbedingte Auswechslung des angeschlagenen Kapitäns Rafael van der Vaart schon nach 37 Minuten. Für den Aktivposten kam der aus Hannover zurückgekehrte Stürmer Artjoms Rudnevs, der technisch große Defizite offenbarte. Noch nicht recht ins Spiel fand auch Angreifer Pierre-Michel Lasogga, der vor der Halbzeit nur einmal weit über das Gehäuse schoss.

SCP-Trainer André Breitenreiter, der von 1994 bis 1997 für den HSV spielte, hatte seine Mannschaft bestens eingespielt. Zum Ende der ersten 45 Minuten wurden die Ostwestfalen immer selbstbewusster, beim HSV lief kaum noch etwas zusammen. Zur Pause gab es ein ordentliches Pfeifkonzert.

Rudnevs verpasst aus kurzer Distanz

Zur zweiten Halbzeit brachte Slomka auf dem Flügel für Tolgay Arslan erstmals Zoltan Stieber. Der Fürther Neuzugang brachte gleich neue Impulse. Nach einer Ecke verpasste Innenverteidiger Johan Djourou (56.) nur knapp den Ausgleich. Auch Lasogga (60.) konnte einen Kopfball nicht im Tor von Lukas Kruse unterbringen. Nur Sekunden später verfehlte der ehemalige Berliner nach Steilpass von Marcell Jansen wieder das Gehäuse. Der HSV wurde immer gefährlicher, aber auch Rudnevs (64.) verpasste aus kurzer Distanz.

Als der Lette kurze Zeit später auf Lasogga passen wollte, schnappte sich Vrancic den Ball und sprintete auf René Adler zu. Schnell und gekonnt ließ er den HSV-Schlussmann aussteigen und schob ein. Statt eines Aufbäumens der Hausherren legten die Gäste sogar noch nach: Nach Vorlage von Daniel Brückner erzielte Stoppelkamp den Endstand. Adler war machtlos. Die Hamburger Fans verließen fluchtartig das Stadion.

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