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Sportpolitik  

Viel Lärm um deutsche Olympia-Bewerbung

31.08.2014, 16:19 Uhr | dpa

Viel Lärm um deutsche Olympia-Bewerbung. Berlin würde gerne die Olympischen Sommerspiele 2024 oder 2028 ausrichten.

Berlin würde gerne die Olympischen Sommerspiele 2024 oder 2028 ausrichten. Foto: Maurizio Gambarini. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Der Weg zu Olympischen Spielen in Deutschland ist lang und steinig - umso bemerkenswerter ist der Optimismus bei den Planern in Berlin und Hamburg.

Nur knapp zehn Monate nach dem gescheiterten Bürgervotum über Winterspiele in München wollen beide Städte am Montag ihre Konzeptionen für eine mögliche Olympia-Bewerbung für die Spiele 2024 oder 2028 vorstellen. "Wir beim DOSB freuen uns sehr über die große Begeisterung, die das Thema Olympia in Deutschland ganz offensichtlich nach wie vor auslöst", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann der Nachrichtenagentur dpa. "Wir befinden uns am Anfang einer langen Reise, bei der gerade zu Beginn die Weichenstellung extrem wichtig ist und möglichst präzise und gut überlegt sein sollte."

Die beiden Bürgermeister Klaus Wowereit (Berlin) und Olaf Scholz (Hamburg) wollen das Duell entspannt angehen. Die Olympia-Tauglichkeit ihrer Städte steht für die SPD-Parteifreunde ohnehin nicht zur Debatte. So galt die Beantwortung der 13 Fragen, die der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) beiden Senaten in einer Art Vorabprüfung stellte, nur als Pflichtübung. "Berlin kann Olympia", hat Wowereit immer wieder betont. "Olympia ist eine Zukunftsfrage für die Stadt", sagte er, als er vergangenen Dienstag seinen Rücktritt als Regierender Bürgermeister bekanntgab. Auch Scholz äußerte sich stets "zuversichtlich".

Knapp 50 Millionen Euro sollen allein die Bewerbungen kosten, die sich sehr unterschiedlich darstellen. Der Berliner Senat setzt auf größtmögliche Nachhaltigkeit und ein dezentrales Konzept. Dabei soll auf die zahlreichen Sportstätten zurückgegriffen werden, die bereits existieren - vor allem das Olympiastadion, den Olympia-Stützpunkt Hohenschönhausen und die O2-World. Die Hoffnungen der Hauptstadt stützen sich zudem auf den Ruf, eine weltweit anerkannte Sportmetropole zu sein, die neben dem Finale der Fußball-WM 2006 seit 2009 die Leichtathletik-WM 2009 und die Schwimm-EM 2014 ausgerichtet hat. 2015 findet außerdem das Finale der Fußball-Champions-League in Berlin statt.

Hamburg baut auf ein kompaktes Konzept. Auf der Elbinsel Kleiner Grasbrook soll gleich ein neuer Stadtteil entstehen, zentrale Sportstätten wie das Olympiastadion, eine Schwimmhalle und eine Multifunktionsarena müssten erst noch gebaut werden. "Wir haben zwei sehr gute Konzepte mit unterschiedlichen Ansätzen. Das ist erfreulich, aber in der Ruhe liegt die Kraft", sagte Hörmann nur. Und: "Deshalb werden wir uns nicht unter Druck setzen lassen oder in Eile verfallen."

Mit einer definitiven Entscheidung, ob, wann und mit welcher Stadt sich Deutschland beim IOC um Olympische Spiele bewirbt, ist in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. Auch auf der DOSB-Mitgliederversammlung am 6. Dezember in Dresden wird es wohl eher darum gehen, Zeit zu gewinnen und den eingeschlagenen Weg erstmal mit beiden Bewerbungen weiter zu beschreiten. Zumal auch die großen Reformpläne des IOC, bei der künftige Olympia-Kandidaturen eine wesentliche Rolle spielen, bei einer außerordentlichen Vollversammlung am 8. und 9. Dezember in Monte Carlo, also erst nach dem sportpolitischen Treffen in Dresden, abgesegnet werden.

Frühestens im Herbst 2015 müsste beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eine Interessenbekundung eingereicht werden. Ausreichend Zeit für beide Städte, die bereits angekündigten Bürgerentscheide vorzubereiten. Die Zustimmung in der Hamburger Bevölkerung soll derzeit bei 73 Prozent liegen, in Berlin scheint solch ein Großereignis nicht nur wegen des Flughafen-Fiaskos wesentlich schwerer vermittelbar. Laut einer Forsa-Umfrage begrüßt nur eine knappe Mehrheit von 52 Prozent das ambitionierte Großprojekt. Die Olympia-Gegner haben sich in beiden Städten längst formiert, die operativen Gesamtkosten für die Spiele sollen in beiden Fällen bei knapp zwei Milliarden Euro liegen.

"Ich würde mich sehr über eine deutsche Bewerbung freuen", bekräftigte IOC-Präsident Thomas Bach in einem Interview der "Welt am Sonntag". Im Rahmen seiner Reformbemühungen hat der deutsche Ober-Olympier immer wieder angekündigt, die Spiele sollten sich künftig der Stadt anpassen und nicht die Stadt den Spielen. Der Zweikampf zwischen Berlin und Hamburg ist eröffnet.

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