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Nico Rosberg entschuldigt sich für verschenkten Sieg

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Zwei kapitale Fehler  

Rosberg entschuldigt sich für verschenkten Sieg

07.09.2014, 17:37 Uhr | dpa, t-online.de

Nico Rosberg entschuldigt sich für verschenkten Sieg. Hier verschenkt Nico Rosberg (vorne) den Sieg in Monza. (Quelle: Reuters)

Hier verschenkt Nico Rosberg (vorne) den Sieg in Monza. (Quelle: Reuters)

Nico Rosberg entschuldigte sich bei seinem Team, für seinen siegreichen Teamrivalen hatte der deutsche WM-Spitzenreiter immerhin ein paar Lobesworte parat. Zwei kapitale Fahrfehler kosteten Rosberg den Sieg beim Europa-Finale der Formel 1. Im ersten Rennen nach dem vermeintlichen Nichtangriffspakt der beiden Dauer-Duellanten jubelte dafür Lewis Hamilton vor seinem deutschen Mercedes-Rivalen.

"Es tut mir leid für meine Jungs", sagte Rosberg noch via Boxenfunk. Bei der Siegerzeremonie stieß er nur höchst verhalten mit Hamilton an, der vor dem Nachtrennen in zwei Wochen in Singapur den Rückstand im Klassement verkürzte. "Lewis ist heute ein tolles Rennen gefahren, er hat es verdient", sagte Rosberg, ehe er auf fließendem Italienisch den zigtausenden Fans auf der Start- und Zielgeraden dankte. So wie der überglückliche Hamilton: "Grazie a tutti."

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Hamilton kann an Rosberg bereits im nächsten Rennen vorbeiziehen

Hamilton war von Pole nach technischen Problemen beim Start auf Rang vier zurückgefallen und hatte sich einmal mehr nach vorne gekämpft. Durch Rosbergs Patzer fiel ein hartes Duell mit dem Deutschen aus - zur Freude ihres Vorgesetzten. "Die Art Adrenalinschübe brauchen wir nicht mehr", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

In der WM-Wertung verkürzte Hamilton (216) mit seinem sechsten Saisonsieg und seinem 28. Karriereerfolg den Rückstand auf Rosberg (238) um sieben Punkte auf 22 Zähler. Rechnerisch könnte er den viermaligen Saisongewinner damit schon beim nächsten Grand Prix in zwei Wochen in Singapur von der Spitze verdrängen.

Idealer Rennbeginn für Rosberg

Dass Rosberg die erste Schikane zum Verhängnis werden würde - wenn auch erst später im Rennen -, kam überraschend. In der Box verfolgte der technische Direktor von Mercedes, Paddy Lowe, das Erlöschen der Roten Ampeln beim Start mit sorgenvoller Miene. Allerdings kam es anders, als viele gedacht und manche befürchtet hatten: Rosberg und Hamilton konnten sich in der engen Rechts-Links-Kurvenkombination gar nicht in die Quere kommen.

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Wie Rosberg beim folgenreichen Rennen in Spa kam diesmal an Pole-Mann Hamilton kaum vom Fleck weg. Rosberg zog locker vorbei, auch Felipe Massa, Hamilton reihte sich nach der Schikane nur noch auf Rang vier ein. Der Qualifikations-Dritte Valtteri Bottas wurde im zweiten Williams weit nach hinten durchgereicht. Besser hätte es für Rosberg also also nicht laufen können: Der kompromisslose Teamrivale auf gehöriger Distanz, das gefürchtete Williams-Duo auseinandergerissen.

Rosberg verspricht ein spannendes Duell

In Runde neun von 53 Umläufen auf dem Autodromo Nazionale di Monza verbremste sich Rosberg vor der Schikane aber das erste Mal und verlor einiges von seinem Vorsprung auf Hamilton. In Runde zehn schnappte sich Hamilton Massa und rückte auf Rang zwei vor. In der Hamilton-Box applaudierten die Mechaniker. Der Rückstand auf Rosberg schmolz und das Versprechen des WM-Führenden hätte doch noch wahr werden können. "Ich bin sicher, ihr werdet ein spannendes Duell sehen", hatte er vor dem Start gesagt.

Denn eines war vor dem 13. Saisonlauf auch klar: Hamiton musste Boden gut machen, Rosberg konnte verteidigen. Das seit Saisonbeginn hochexplosive Teamduell hatte zuletzt in Spa seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht, als Rosberg mit seinem Frontflügel einen Hinterreifen von Hamilton aufgeschlitzt hatte. Die Konsequenz: Passiert es noch einmal, gibt es drakonische Strafen. Kriegt das Team die beiden Streithähne gar nicht in den Griff, muss einer gehen.

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Keine Show, Mercedes ist aber zufrieden

Bis zur Rennhälfte konnte sich Hamilton zunächst nicht mehr entscheidend seinem deutschen Widersacher nähern. Zu groß war die Gefahr, die Reifen vor dem einzigen Wechsel zu ramponieren. Zum Boxenstopp kam Rosberg zuerst. Es gab keine Probleme. Eine Runde später war Hamilton dran. Auch die Crew des Briten leistet sich keinen Fehler. Hamilton kam näher an Rosberg heran, um vor ihm in die erste Kurve einzubiegen, reichte es aber nicht.

Er solle sich im Windschatten von Rosberg halten, bekam Hamilton gefunkt. Der Engländer schloss immer weiter auf den Rivalen auf. Doch bevor er attackieren konnte, verpasste Rosberg nach Bremsproblemen erneut die Schikane und fuhr durch den Notausgang zurück auf die Strecke - hinter Hamilton. Am Kommandostand konnte sich Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ein amüsiertes Grinsen nicht verkneifen. "Der Druck war da. Lewis war das ganze Wochenende ganz stark", sagte Wolff.

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