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Sportpolitik: Sport und Politik gemeinsam gegen Rechtsextremismus

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Sportpolitik  

Sport und Politik gemeinsam gegen Rechtsextremismus

10.09.2014, 18:45 Uhr | dpa

Sportpolitik: Sport und Politik gemeinsam gegen Rechtsextremismus. Bundespräsident Gauck (l-r), seine Lebensgefährtin Daniela Schadt, und Bundesinnenminister de Maizière eröffnen mit dem Präsidenten des Deutschen Historischen Museums, Alexander Koch, die Ausstellung.

Bundespräsident Gauck (l-r), seine Lebensgefährtin Daniela Schadt, und Bundesinnenminister de Maizière eröffnen mit dem Präsidenten des Deutschen Historischen Museums, Alexander Koch, die Ausstellung. Foto: Bernd von Jutrczenka. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Bundespräsident Joachim Gauck und Innenminister Thomas de Maizière haben gemeinsam zur Wachsamkeit gegenüber rechtsextremistischen Aktivitäten im Sport aufgerufen.

Bei der Eröffnung der Ausstellung "VorBILDER. Sport und Politik vereint gegen Rechtsextremismus" in Berlin sagte der auch für den Sport zuständige Minister: "Der Sport ist eine gute Plattform für Zivilcourage und bürgerschaftliches Engagement." Er sei aber leider auch eine begehrte Plattform für Feinde der Demokratie.

De Maizière betonte, es gebe beispielsweise im Fußball durchaus Erfolge im Kampf gegen den Rechtsextremismus. "Von Zuständen wie in Italien oder anderen Ländern sind wir weit entfernt". Dennoch hätten Rechtsextremisten ihre Aktivitäten oft in niedrigere Fußball-Ligen verlagert und seien dort weniger sichtbar. NPD-Leute versuchten, Vereine zu unterwandern und seien auch als Sponsoren aktiv.

Hass und Intoleranz dürften keinen Nährboden in der Gesellschaft finden, forderte Gauck. "Wo unterschiedliche Menschen zusammenleben, da entstehen auch Konflikte", betonte er. Die Demokratie gebe jedoch klare Spielregeln vor, um diese Konflikte friedlich zu lösen. Gauck mahnte zur Wachsamkeit gegen alle, die ihren Hass auf vermeintlich "Andere" richteten.

Die Ausstellung zeigt Fotografien von Angelika und Bernd Kohlmeier. Abgelichtet wurden 22 Politiker- und Sportler-Paare, die sich gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung bekennen. Gemeinsam fotografiert wurden unter anderen Fußball-Bundestrainer Joachim Löw und der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

Der aus Ghana stammende frühere Fußball-Nationalspieler Gerald Asamoah berichtete von rassistisch motivierten Anfeindungen, etwa nach der Fußball-WM 2006. Er hätte sich damals mehr Unterstützung auch von Kollegen der Nationalmannschaft gewünscht. "Zivilcourage ist gefragt", sagte er.

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