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Jens Keller steht bei Schalke 04 erneut mit Rücken zur Wand

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Schalkes Horror-Saisonstart  

"Stehaufmännchen" Keller mit dem Rücken zur Wand

14.09.2014, 13:10 Uhr | LL, t-online.de

Jens Keller steht bei Schalke 04 erneut mit Rücken zur Wand. Schalkes Trainer Jens Keller blickt schwierigen Zeiten entgegen. (Quelle: dpa)

Schalkes Trainer Jens Keller blickt schwierigen Zeiten entgegen. (Quelle: dpa)

Auch, wenn Schalkes Trainer Jens Keller und Manager Horst Heldt nach dem 1:4-Debakel gegen Gladbach zeitversetzt in die "Sky"-Mikrofone sprachen, so wirkten ihre Aussagen doch, als nähmen sie direkt aufeinander Bezug. "In der ersten Halbzeit waren wir nicht viel schlechter als Gladbach, aber wir schaffen es im Moment nicht, die ganzen Ausfälle zu kompensieren", suchte Keller nach Gründen für die deutliche Niederlage. Heldt setzte unwissentlich einen direkten Konter: "Es ist eine angespannte Situation mit den vielen Ausfällen. Doch die Fehler, die wir machen, sind nicht daraus geschuldet, dass wir Spieler nicht zur Verfügung haben."

Fragt sich nur, wie viel Anteil der Zufall daran hat, dass Trainer und Sportvorstand sich komplett konträr äußern. Keller steht auf Schalke seit seinem Amtsantritt vor 21 Monaten fast ständig in der Diskussion und sieht sich oft harter Kritik ausgesetzt. "Wir müssen weiter positiv nach vorne schauen. Es bringt jetzt nichts, mit der Keule reinzuhauen", sagte Keller im Hinblick auf die bevorstehende Champions-League-Partie gegen den FC Chelsea (Mittwoch ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Durchhalteparolen oder echter Glaube an eine Wende zum Guten?

Keller tritt auf die Euphoriebremse

Vorsichtshalber dämpft Keller vorab schonmal die Erwartungen: "Chelsea ist eine Top-Mannschaft und im Moment sicherlich nicht unsere Augenhöhe. Nichtsdestotrotz wollen wir uns dort gut präsentieren." Eine von unbedingtem Siegeswillen getragene Kampfansage klingt anders.

Klar ist, dass die Geduld des Vorstand der Königsblauen derzeit auf eine harte Probe gestellt wird. Ein Punkt aus drei Saisonspielen ist meilenweit vom Anspruch der Gelsenkirchener entfernt. Auch das peinliche Aus im DFB-Pokal gegen Drittligist Dynamo Dresden war Gift für das vereinsinterne Klima.

Rückendeckung aus der Mannschaft

"Es gibt keine Disharmonie", sagte Heldt zwar zum Thema Trainerdiskussion. Doch ironischerweise strafte er sich noch im gleichen Interview wie eingangs beschrieben selbst Lügen. Auch Heldt scheint sich gegen Chelsea nicht viel auszurechnen: "Mit Chelsea wird uns eine bockstarke Mannschaft entgegentreten. Aber wir müssen die Situation jetzt in den Griff bekommen und die Nerven bewahren."

Immerhin bekommt Keller ein wenig Rückendeckung aus der Mannschaft. "Die Kritik ist lächerlich", sagte Mittelfeldspieler Roman Neustädter in einem Interview mit der "Rheinischen Post" unter der Woche. Kapitän Benedikt Höwedes nahm die Schuld nach der Gladbach-Pleite auf sich und seine Kameraden: "Es ist ein bitterer Abend für uns. Wir haben die taktischen Vorgaben auf dem Platz ganz schlecht umgesetzt."

Tweet sorgt für Irritationen

Als hätte Keller nicht schon genug Sorgen, brachte ein Tweet von Schalkes Ersatzspieler Tranquillo Barnetta noch zusätzliche Unruhe. "3 Wechsel, kein Quillo! Na dann: hopp Gladbach", war noch während der Partie auf dem Twitter-Account des Schweizers zu lesen. Wie Barnetta später erklärte, ging der Tweet auf einen emotionalen Freund, der mit der Pflege seines Accounts betraut ist, zurück und war weder beauftragt noch freigegeben. So oder so: auch leise Störgeräusche kann Keller in dieser angespannten Situation sicher nicht gebrauchen.

Bisher hat der 43-Jährige, der auf Schalke so gut wie keine Lobby hat, das Ruder immer wieder herumreißen können - beispielsweise nach der schwachen Hinrunde der letzten Saison, die Schalke auf Platz sieben beendete. Heldt kontaktierte in Thomas Schaaf bereits einen potenziellen Nachfolger. Damals gab es mit Platz drei und der direkten Champions-League-Qualifikation zum Saisonende ein Happy End. Doch in der aktuellen Situation hilft kein Verweis auf mögliche Besserung in der Zukunft. "Stehaufmännchen" Keller braucht dringend schnell Ergebnisse.

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