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NFL in der Kritik bei Sponsoren für laxen Umgang mit Gewalttaten

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American Football  

NFL in der Kritik für laxen Umgang mit Gewalttaten

17.09.2014, 17:40 Uhr | dpa

NFL in der Kritik bei Sponsoren für laxen Umgang mit Gewalttaten. Adrian Peterson wurde von den Minnesota Vikings freigestellt.

Adrian Peterson wurde von den Minnesota Vikings freigestellt. Foto: Larry W. Smith. (Quelle: dpa)

Minneapolis (dpa) - Nach den Affären um die Skandal-Profis Ray Rice und Adrian Peterson gerät die National Football League (NFL) immer stärker unter Druck.

Mehrere Sponsoren der Liga zeigten sich enttäuscht, fürchten ein Imageproblem und forderten NFL-Boss Roger Goodell zu einem konsequenteren Durchgreifen bei Verfehlungen der Spieler außerhalb des Platzes auf. "Wir haben verstanden. Wir ergreifen Maßnahmen, und es wird noch einiges folgen", teilte die Liga mit, ohne konkret zu werden.

Der Ton wird rauer. Häusliche Gewalt dürfe nicht toleriert und müsse hart bestraft werden, schimpfen die NFL-Partner. Man sei "unzufrieden und zunehmend besorgt", erklärte die Brauerei Anheuser-Busch. Fast-Food-Riese McDonalds erwartet, dass die Liga "harte und notwendige Maßnahmen" ergreife, um diese Themen zu adressieren.

Zuviel wurde seit Beginn der neuen Saison vor knapp zwei Wochen bereits bekannt. Baltimore Ravens-Star Rice schlug seine damalige Verlobte und heutige Ehefrau Janay Palmer im Februar in einem Casino-Fahrstuhl in Atlantic City bewusstlos. Minnesota Vikings Running Back Peterson, der seinen vierjährigen Sohn mit einem Holzstock diszipliniert hat, ist wegen Kindesmisshandlung angeklagt - und gegen Ray McDonald, Defensive End der San Francisco 49ers, wird ermittelt, weil seine schwangere Verlobte Ende August mit sichtbaren Verletzungen am Nacken und an ihren Armen gefunden wurde.

Bereits in der Vorwoche drückten die NFL-Partner General Motors und Federal Express Sorgen über die Wahrnehmung des Hochglanzprodukts NFL aus. Sogar US-Präsident Barack Obama schaltete sich in die Diskussion über den Fall Rice ein und ließ ausrichten: "Häusliche Gewalt ist verachtenswert und inakzeptabel in einer zivilisierten Gesellschaft." Eine unabhängige Untersuchungskommission, geleitet vom ehemaligen FBI-Direktor Robert S. Miller, soll jetzt prüfen, wie lange die Liga und Goodell das Video schon kannten, auf dem zu sehen ist, wie Rice seine Verlobte ausknockt. Er wurde dafür am 24. Juli von der NFL zunächst für zwei Spiele suspendiert.

Erst als vergangene Woche ein zweites Video im Internet kursierte, zogen die NFL und die Ravens drastischere Konsequenzen. Rice wurde von seinem Club entlassen, die Liga sperrte ihn auf unbestimmte Zeit. Ein Polizeibeamter, der anonym bleiben wollte, erklärte der Nachrichtenagentur AP, er habe der NFL bereits vor fünf Monaten ein Video von dem Vorfall - aufgenommen von einer Sicherheitskamera - geschickt. Goodell beharrt auf seiner Aussage, Liga-Funktionäre hätten die Videobilder erst vergangene Woche gesehen.

Bei Peterson verlief es ähnlich. Die Vikings entschieden zunächst, er könne spielen, bis seine juristische Probleme gelöst seien. Als zahlreiche Sponsoren, Minnesotas Gouverneur Mark Dayton und Senator Al Franken massiv protestierten, revidierte der Club sein Urteil - und stellte Peterson vorerst von allen Team-Aktivitäten frei.

Vor dieser Saison brüstete sich die Liga damit, den härtesten Strafenkatalog im US-Profisport für häusliche Gewalt zu haben. Jetzt muss sie für die Umsetzung reichlich Prügel einstecken. Es steht viel auf dem Spiel. Verwöhnt durch jährliche Einnahmen in Höhe von zehn Milliarden Dollar, davon knapp eine Milliarde durch Sponsoren, ist die NFL zum Handeln gezwungen. Goodell wirke mitgenommen und jeden Tag etwas verwirrter, schrieb die "New York Times"....

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