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Volleyball-WM 2014: Lukas Kampa hat in DVV-Team das Sagen

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Volleyball-WM 2014  

Führungsfigur der Volleyballer: Kampa hat das Sagen

17.09.2014, 12:32 Uhr | dpa

Volleyball-WM 2014: Lukas Kampa hat in DVV-Team das Sagen. Lukas Kampa hat auf dem Feld das Sagen.

Lukas Kampa hat auf dem Feld das Sagen. Foto: Andrzej Grygiel. (Quelle: dpa)

Kattowitz (dpa) - Nach der niederschmetternden Niederlage gegen Frankreich verließ auch Spielmacher Lukas Kampa wortlos die Arena in Kattowitz.

Ganz entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten - schließlich hat der smarte 27-Jährige bei den deutschen Volleyballern sonst nicht nur auf dem Spielfeld das Sagen und ist bei den Journalisten wegen seiner treffenden Analysen beliebt. Bundestrainer Vital Heynen hatte seinen Spielern mit Blick auf das für die erste deutsche WM-Medaille seit 44 Jahren entscheidende Spiel gegen den Iran am Mittwochabend einen "Maulkorb" verpasst. Den ersehnten Einzug ins Halbfinale hatten die Deutschen jedenfalls nicht mehr in eigener Hand.

Kampa hielt sich nach dem 0:3-Schock am Dienstagabend an die seltsame Maßnahme - genau wie er bei diesen Titelkämpfen die Erwartungen des Chefcoachs mustergültig umgesetzt hat. "Kampa ist jetzt einige Jahre dabei, seine Rolle ist klar: Er muss die Mannschaft führen, das wird eine schwierige Aufgabe, weil er eine hohe Verantwortung hat. Er ist jetzt 27 Jahre alt, da ist es Zeit, eine Mannschaft zu führen", hatte Heynen vor der WM gefordert.

Kampa führte die Mannschaft als Zuspieler unter die besten Sechs und damit zum besten WM-Ergebnis seit 40 Jahren. Dass er dabei eine starke Leistung ablieferte, zeigte auch die Statistik, in der der Fan des VfL Bochum zuletzt als einer der besten Zuspieler der WM geführt war. Mustergültig setzte er vor allem die beiden anderen Führungsspieler - seinen Kumpel Georg Grozer und Denis Kaliberda - ein. Auch als variantenreicher Aufschläger und Blockspieler am Netz hat er sich weiter verbessert.

Der Regisseur hat den Durchbruch geschafft. "Die ganze Mannschaft hat einen Schritt nach vorn gemacht, so nah waren wir noch nie an einer Medaille", hatte Kampa nach dem Einzug in die Runde der letzten Sechs gesagt: "Ich denke, dass ich auch eine ganz ordentliche WM gespielt habe."

Das ist keinesfalls selbstverständlich, wenn man auf den Saisonverlauf des Hobby-Pokerspielers blickt. Am Anfang der WM-Vorbereitung plagte ihn eine Fingerverletzung. Bei seinem Verein Modena saß er in der italienischen Meisterschaft zumeist auf der Bank, weil das Team kurzfristig noch Zuspieler-Superstar Bruno Rezende verpflichtet hatte. Zwar konnte Kampa vom Spielmacher des dreimaligen Weltmeisters Brasilien im Training einiges lernen, doch die fehlenden Spielanteile sind ein riesiges Problem.

Auch in der Saison davor war er in die zweite Reihe gerutscht: Kampa sollte für Belogorie Belgorod die Bälle verteilen, doch der russische Topverein war unzufrieden mit ihm und schob ihn zum ukrainischen Meister Charkow ab.

In der deutschen Nationalmannschaft ist Kampa, der in der kommenden Saison für Czarni Radom in Polen auflaufen wird, jedoch klar die Nummer eins, zumal sein Konkurrent Simon Tischer nicht rechtzeitig für die WM wieder fit wurde.

Das Volleyball-Talent hat Kampa in den Genen. Sein Vater Ulrich spielte über mehrere Jahre in der Nationalmannschaft, auch Mutter Sabine war aktiv im Schmettersport. Bruder David hat ebenfalls in der Bundesliga gespielt, doch das erfolgreichste Mitglied der Volleyball-Familie Kampa ist zweifellos Lukas. Nach der Ausbildung im Volleyball-Internat Frankfurt schaffte er 2007 den Sprung in die Nationalmannschaft und hat diverse Großereignisse mitgemacht. Die bisherigen Höhepunkte seiner Karriere sind die Olympischen Spiele 2012 in London und die WM in Polen.

Doch dem sollen noch viele folgen, denn der 1,95 Meter große Mann mit den lockigen Haaren ist sehr ehrgeizig. Auch das muss an den guten Genen liegen.

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