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Volleyball-WM 2014: DVV-Trainer Heynen kritisiert TV und DOSB

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Volleyball  

Heynen bemängelt Unterstützung: Kritik an TV und DOSB

19.09.2014, 13:19 Uhr | dpa

Volleyball-WM 2014: DVV-Trainer Heynen kritisiert TV und DOSB. Vital Heynen ist der Coach der deutschen Volleyballer.

Vital Heynen ist der Coach der deutschen Volleyballer. Foto: Andrzej Grygiel. (Quelle: dpa)

Kattowitz (dpa) - Bundestrainer Vital Heynen hat einen Tag vor dem WM-Halbfinale gegen Gastgeber Polen erneut die mangelnde Unterstützung für den deutschen Volleyball beklagt.

Der Belgier kritisierte in einem Interview der Tageszeitung "Die Welt" zum wiederholten Male die öffentlich-rechtlichen TV-Sender und auch das seiner Ansicht nach fehlende Vertrauen durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

"Der DOSB traut uns bei den Spielen in Rio keine Medaille zu, so steht es in der Zielvorgabe für 2016. Er hat uns also abgeschrieben, worüber wir schwer enttäuscht waren", sagte Heynen. In den Zielvereinbarungen mit dem DOSB aus dem September 2013 für Olympia in Rio war der Deutsche Volleyball-Verband noch von keinen Medaillen 2016 für seine Hallen-Teams ausgegangen.

Von fehlender Rückendeckung kann dem DOSB zufolge allerdings keine Rede sein. "Wir haben und werden Volleyball ganz sicher nicht abschreiben. Es handelt sich um einen offenen und dynamischen Prozess, der in Meilensteingesprächen immer wieder angepasst wird", erklärte DOSB-Leistungssportdirektor Bernhard Schwank. "Deswegen freue ich mich schon auf das im Herbst anstehende Meilensteingespräch mit dem DVV und lade den Bundestrainer ausdrücklich dazu ein."

Schwank legte in seiner Mitteilung Wert darauf, dass "der DOSB keine Zielvorgaben macht. Wir treffen mit dem Verband gemeinsam Entscheidungen, das gilt auch für die sportlichen Ziele, die wir für den Olympiazyklus bis Rio 2016 anstreben. So ist das auch in diesem Fall geschehen, DOSB und DVV haben sich auf das Ziel Finalplatzierung bei den Olympischen Spielen geeinigt."

Dass die WM-Spiele seiner Mannschaft nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen werden, stößt bei Heynen auf völliges Unverständnis. "Es ist doch eine Schande, dass kein öffentlich-rechtlicher Fernsehsender unsere Weltmeisterschaft überträgt. Dabei sollte es eine Pflicht für das gebührenfinanzierte Fernsehen sein. Doch es wird seinem Programmauftrag nicht gerecht, weil es nur auf Quoten aus ist", kritisierte er. Die deutschen Spiele sind bislang nur auf dem Onlineportal sportdeutschland.tv zu sehen.

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