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Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern München und dem SC Paderborn ist ein Duell der Gegensätze

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Bayern München gegen den SC Paderborn  

Das Duell der krassen Gegensätze

22.09.2014, 16:27 Uhr | sid

Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern München und dem SC Paderborn ist ein Duell der Gegensätze . Der Aufsteiger SC Paderborn möchte auch im Spitzenspiel gegen den FC Bayern jubeln.  (Quelle: imago/MIS)

Der Aufsteiger SC Paderborn möchte auch im Spitzenspiel gegen den FC Bayern jubeln. (Quelle: MIS/imago)

Mehr David gegen Goliath geht nicht: Wenn der Sensations-Tabellenführer SC Paderborn am Dienstag (ab 19.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) bei Bayern München antritt, treffen Fußball-Welten aufeinander. Hier der selbsternannte "krasseste Außenseiter der Bundesliga-Geschichte", da der unumstrittene Branchenführer und Rekordmeister. Das Spitzenspiel des 5. Spieltags ist ein Duell der Gegensätze.

"Die Bayern sind eine Klasse für sich, wir haben die Ehre, uns dort mit Weltmeistern zu messen. Aber wir wollen nicht nur Fotos machen mit den Weltmeistern, wir wollen auch dort Vollgas geben", sagte Paderborns Trainer André Breitenreiter vor dem Spiel gegen die "beste Mannschaft der Welt".

Bayern mit zehnfachem Liga-Etat

Dort verdienen Top-Stars wie WM-Held Mario Götze oder Franck Ribéry pro Saison mit geschätzten 12,5 Millionen Euro fast so viel, wie der SCP für sein gesamtes Team ausgibt. Die Gehaltskosten des 29 Mann starken Profikaders der Ostwestfalen belaufen sich auf 15 Millionen Euro.

Der Profi-Etat der Bayern von 140 Millionen Euro ist rund zehnmal so hoch wie der des Aufsteigers. Für den Gesamtwert des Paderborner Kaders bekommt man nicht einmal einen halben Robert Lewandowski: Hier steht ein Marktwert von rund 22 Millionen Euro dem Stürmer-Wert von 50 Millionen Euro gegenüber.

Paderborn hat das kleinste Stadion der Liga

Deutsche Auswahlspieler sucht man beim Liganeuling noch vergeblich: 16 A-Nationalspieler sind es bei den Bayern, bei Paderborn spielt lediglich Stürmer Elias Kachunga für die deutsche U21.

Über das Paderborner Fußball-Märchen staunt ganz Deutschland und die Euphorie im Umfeld ist riesig. So wuchs die Mitgliederzahl seit April 2014 von 1.858 auf rund 10.000 an - bei den Bayern sind es rund 230.000 Mitglieder. Die Paderborner Heimstätte Benteler-Arena fast nur 15.000 Zuschauer. Das kleinste Bundesliga-Stadion würde fast fünfmal in die Allianz Arena passen.

Breitenreiter: "Dafür haben wir uns den Arsch aufgerissen"

"Für uns geht ein Traum in Erfüllung", sagte Breitenreiter deshalb vor dem Aufeinandertreffen, "dafür haben wir uns im letzten Jahr den Arsch aufgerissen. Die Jungs sollen einfach nur genießen und alles aufsaugen". Doch der Traum des Außenseiters beinhaltet mehr als das. "Wir kommen sicher nicht nur zum Trikottauschen nach München", sagte Moritz Stoppelkamp, der am vierten Spieltag mit seinem Rekord-Tor aus 83 Metern brillierte. Klub-Boss Wilfried Finke meinte: "Ich glaube fest, dass wir nicht mit null Punkten nach Hause kommen."

Zumindest Trainer Breitenreiter weiß, wie man die großen Bayern ärgert. Am 17. September 1994 schoss der damals 20-Jährige in seinem ersten Bundesliga-Spiel beim 1:1 des Hamburger SV in München gleich sein erstes Tor. "Im Laufduell mit Lothar Matthäus, spiele ich ihn auf Höhe des 16er mit einem Beinschuss aus und schiebe gegen Oliver Kahn in die lange Ecke ein. Ein super Gefühl", erinnerte er sich.

Wies`n-Verbot Für Bayern-Spieler bei Niederlage

Die Bayern, die wohl wieder auf Arjen Robben setzen können, sind gewarnt. "Es ist keine Überraschung, kein Glück, dass sie in dieser Position sind", sagte Trainer Pep Guardiola. Der Spanier erwartet auch in München aggressives Pressing von Paderborn. "Sie gehen nach vorne. Sie haben keinen Druck." Wie schwer es gegen solche Teams ist, habe er einst mit dem FC Barcelona gegen CD Numancia erfahren. Ein Verein aus einer "kleinen, kleinen, kleinen, kleinen Stadt", wie Guardiola sagte.

Gegen die Underdogs SpVgg Greuther Fürth und Eintracht Braunschweig hatten die Bayern in den vergangenen Jahren Mühe, gewannen aber jeweils 2:0. Und wenn es diesmal schiefgeht? Dann drohe die Höchststrafe: Wiesn-Verbot. "Wenn wir nicht gewinnen", sagte Guardiola schmunzelnd mit Blick auf das Oktoberfest, "bleiben wir besser zu Hause."

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