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Sportpolitik: Neuer Sportwettenverband für zentrale Behörde

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Sportpolitik  

Neuer Sportwettenverband für zentrale Behörde

24.09.2014, 14:21 Uhr | dpa

Sportpolitik: Neuer Sportwettenverband für zentrale Behörde. Glücksspielunternehmer Mathias Dahms ist der Präsident des neu gegründeten Deutschen Sportwettenverbandes DSWV.

Glücksspielunternehmer Mathias Dahms ist der Präsident des neu gegründeten Deutschen Sportwettenverbandes DSWV. Foto: Malte Christians. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Der neue Deutsche Sportwettenverband (DSWV) hat die Regulierung des deutschen Wettmarktes und eine zentrale Koordinierungsstelle für Wettangelegenheiten gefordert.

"Wir brauchen Rechtssicherheit und müssen den Rechtsfrieden wiederherstellen", sagte Verbandspräsident Mathias Dahms auf der Gründungspressekonferenz des DSWV in Berlin. Außerdem sei eine Koordinierungsstelle nach britischem Vorbild nötig, um Unregelmäßigkeiten aufzudecken und gegen Manipulationsversuche vorzugehen. Die für Glücksspiel zuständigen Bundesländer seien damit überfordert. "Wir wollen einen sauberen Sport - aus ethischen, aber auch aus ökonomischen Gründen", meinte Dahms.

Wichtigstes Ziel des Verbandes ist Rechtssicherheit: Seit Jahren bewegt sich die Branche in einer Grauzone, weil sich der deutsche Sportwettenvertrag nicht mit dem Europarecht deckt und zahlreiche Klagen gegen die Vergabe von Konzessionen an 20 private Wettanbieter vorliegen. Zu den Verfahren wollte sich der DSWV nicht äußern, da seine Mitglieder teils unterschiedliche Positionen vertreten - je nachdem, ob sie lizenziert wurden oder nicht.

Vorbild für eine tragfähige gesetzliche Regelung in Deutschland ist aus Sicht des Verbandes Dänemark, wo 90 Prozent des Marktes reguliert sind und Bruttogewinne besteuert werden. In Deutschland liefen dagegen 43 Prozent der Wetten auf Schwarzmärkten ab, und die Steuern werden auf die Einsätze erhoben.

Gerade im Internet werde über die europäischen Landesgrenzen hinweg gewettet, so dass die steuerbedingten Wettbewerbsnachteile die deutschen Unternehmen erheblich gefährdeten. "Wir können einfach nicht so gute Quoten wie die Konkurrenz anbieten, weil die Besteuerung derzeit Wetten in Deutschland quasi doppelt so teuer macht", erklärte Verbandsgeschäftsführer Peter Reinhardt. Weil die Kunden deshalb abwanderten, entgingen dem deutschen Fiskus mehrstellige Millionen-Beträge.

Die Sportwettenanbieter verwiesen auf ihr Engagement gegen Spielsucht und minderjährige Spieler sowie auf ihre Funktion als Sponsoren im Sport. "Durch die derzeit eingeschränkten Werbemöglichkeiten gehen deutschen Vereinen Millionen verloren", betonte Dahms.

Der frühere Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag, begrüßte die Gründung des DSWV: "Wir brauchen starke Verbündete im Kampf gegen illegales Glücksspiel und Spielsucht." Deutsche Spieler setzen für Sportwetten jährlich geschätzte vier bis acht Milliarden Euro ein.

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