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FIFA-Präsident Joseph Blatter: "Entwicklungshelfer" und "Kapitän"

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Fußball  

Blatter: "Entwicklungshelfer" und "Kapitän"

26.09.2014, 16:02 Uhr | dpa

FIFA-Präsident Joseph Blatter: "Entwicklungshelfer" und "Kapitän". Michel Platini (l) und Joseph Blatter werden keine engen Freunde mehr.

Michel Platini (l) und Joseph Blatter werden keine engen Freunde mehr. Foto: Szilard Koszticsak. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Seit 1998 steht Joseph Blatter an der Spitze des Fußball-Weltverbandes (FIFA). Der 78 Jahre alte Schweizer ist der achte FIFA-Präsident seit der Gründung im Jahr 1904.

In seiner Amtszeit stand kaum ein anderes internationales Sportgremium so in der Kritik wie das Exekutivkomitee der FIFA. Die Verdachtsmomente um die umstrittenen Vergaben der WM an Russland und Katar sind bis heute nicht aufgeklärt. Schlaglichter aus Blatters Karriere bei der FIFA:

8. Juni 1998: Blatter wird nach fast zwei Jahrzehnten als FIFA-Generalsekretär zum Präsidenten des Weltverbands gewählt. Danach kommt das Gerücht auf, Blatter habe sich die Stimmen afrikanischer Delegierter erkauft. Er selbst spricht von "Entwicklungshilfe".

Mai 2001: Nach dem Konkurs des langjährigen Marketingpartners ISL/ISMM gerät die FIFA wegen angeblicher Provisionszahlungen an Blatter und Schmiergeldzahlungen an die Funktionäre João Havelange, Ricardo Teixeira und Nicolás Leoz unter Druck.

10. Mai 2002: Elf von 24 Mitgliedern des Exekutivkomitees stellen eine Strafanzeige gegen Blatter wegen Amtsmissbrauch und Missmanagement. Generalsekretär Michael Zen-Ruffinen hatte Blatter zuvor unter anderem der Korruption beschuldigt.

29. Mai 2002: Blatter wird in Seoul trotzdem mit großer Mehrheit wiedergewählt. Er setzt sich gegen den Kameruner Issa Hayatou durch.

4. Dezember 2002: Die Strafuntersuchung gegen Blatter wird eingestellt.

19. Oktober 2003: Blatters Amtszeit wird auf 2007 verlängert. Damit soll verhindert werden, dass die WM 2006 in Deutschland von Neuwahlen an der FIFA-Spitze überschattet wird.

31. Mai 2007: Blatter gewinnt seine dritte Wahl in Zürich ohne Gegenkandidaten per Akklamation - das bedeutet Wahl per Zuruf, Handzeichen oder Applaus der Delegierten.

20. Oktober 2010: Zwei Exekutivmitglieder werden vorläufig suspendiert, weil sie bereit gewesen sein sollen, ihre Stimmen bei der WM-Vergabe an Katar und Russland zu verkaufen. Die Schmiergeldaffäre nimmt ihren Lauf.

18. November 2010: Sechs Funktionäre werden von der FIFA mit Strafen belangt. "Alle Zweifel sind ausgeräumt", sagt Blatter.

29. November 2010: Neue Bestechungsvorwürfe gegen drei weitere Exekutivmitglieder kommen auf.

2. Dezember 2010: Die FIFA vergibt die Weltmeisterschaften an Russland (2018) und Katar (2022).

27. Mai 2011: Die Ethikkommission nimmt auch Ermittlungen gegen Blatter auf. Der selbst unter Korruptionsverdacht stehende Gegenkandidat Mohamed bin Hammam aus Katar wirft ihm vor, von angeblichen Zahlungen an FIFA-Mitglieder aus der Karibik gewusst, aber zunächst nichts dagegen unternommen zu haben.

29. Mai 2011: Bin Hammam zieht seine Kandidatur für das Präsidentenamt zurück. Die Ethikkommission suspendiert ihn gemeinsam mit FIFA-Vize Jack Warner. Blatter ist erneut einziger Kandidat.

30. Mai 2011: Vize-Präsident Jack Warner erhebt neue Anschuldigungen gegen Blatter. Der habe dem Kontinentalverband Nord- und Mittelamerika/Karibik (CONCACAF) ein "Geschenk" von einer Million Dollar zukommen lassen. Blatter weigert sich bei einer Pressekonferenz mehrmals, kritische Fragen zu beantworten.

1. Juni 2011: Trotz der schwersten Krise seiner Amtszeit wird der FIFA-Präsident von knapp 92 Prozent der Delegierten in die vierte Amtszeit gewählt. "Ich bin ein Kapitän in turbulenten Zeiten. Wir müssen alles daran setzen, dass wir auf Kurs bleiben und der Präsident ist dafür bereit", sagt Blatter auf dem Kongress in Zürich.

20. Juni 2011: FIFA-Vize Jack Warner tritt von all seinen Ämtern im internationalen Fußball zurück.

23. Juli 2011: Bin Hammam wird von der FIFA lebenslang gesperrt.

30. April 2013: Die Ethikkommission spricht Blatter in ihrem Bericht zur ISL-Schmiergeldaffäre von jeglichem Fehlverhalten frei. Das Urteil gilt als Freispruch zweiter Klasse. "Kritisch hinterfragt werden" müsse, ob Blatter in den Jahren vor dem Konkurs der ISL von Zahlungen an andere FIFA-Offizielle "wusste oder hätte wissen müssen", heißt es in dem Bericht. Blatters Verhalten sei "ungeschickt gewesen", da sich intern ein Aufklärungsbedarf aufdrängte.

8. Mai 2014: Blatter erklärt erstmals deutlich, dass er 2015 für eine fünfte Amtszeit als Chef des Fußball-Weltverbandes kandidieren will.

11. Juni 2014: In seiner Schlussansprache beim Kongress in São Paulo bekräftigt Blatter seine Ambitionen. "Meine Mission ist nicht beendet, das sage ich Ihnen", ruft er den Delegierten zu.

28. August 2014: UEFA-Präsident Michel Platini will auf eine Gegenkandidatur verzichten.

26. September 2014: Bei der Sitzung der FIFA-Exekutive erklärt Blatter nun auch offiziell seine Bereitschaft zur Kandidatur. "Ich möchte der FIFA auch in einer fünften Amtszeit zur Verfügung stehen und dienen", sagt er in der Verbandszentrale in Zürich.

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