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Bittere Derbypleite für den BVB: Klopp setzt auf Durchalteparolen

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Nach Derbypleite  

Klopp flüchtet sich in Durchhalteparolen

28.09.2014, 10:51 Uhr | dpa

Bittere Derbypleite für den BVB: Klopp setzt auf Durchalteparolen. BVB-Trainer Jürgen Klopp: "Wir hissen nicht die weiße Fahne." (Quelle: imago/Revierfoto)

BVB-Trainer Jürgen Klopp: "Wir hissen nicht die weiße Fahne." (Quelle: Revierfoto/imago)

Schon wieder katastrophale Abwehrfehler, schon wieder ein Vakuum an zündenden Ideen - und schon wieder kein Sieg für Borussia Dortmund in der Bundesliga. Nach der verdienten 1:2-Derbypleite beim FC Schalke steht der Vizemeister mit nur sieben Punkten aus sechs Spielen in der Bundesliga ziemlich bescheiden da. Elf Gegentore werden sogar nur noch von Werder Bremen unterboten.

Zum ersten Mal in seiner mehr als sechsjährigen Amtszeit bei den Westfalen bleibt auch dem Chefantreiber der Schwarz-Gelben nur die Flucht in Allgemeinplätze und Durchhalteparolen. "Wir hissen nicht die weiße Fahne", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp angesichts des Sieben-Punkte-Rückstands auf die Spitze trotzig. Oder: "Wir kommen zurück. Es kann noch einen Moment dauern, aber wir kommen zurück."

Ausrutscher sind die Regel - nicht die Ausnahme

Weil nach der Niederlage in Mainz und dem glücklichen Heimremis gegen Stuttgart nun auch das Prestigeduell gegen den Ruhrgebietsrivale daneben ging, muss man bei der ambitionierten Borussia mittlerweile fast schon fragen: Wie konnte denn diese unfassbare Gala gegen den FC Arsenal in der Champions League zustande kommen? Das bisherige Saison-Highlight des BVB steht mittlerweile so isoliert im Raum, dass alles andere als Regel durchgeht und nicht als Ausnahme.

"Das ist jetzt keine Party-Situation", sagte Klopp nach dem neuerlichen Ausrutscher und einer ernüchternden Zwischenbilanz in der Liga. Erklärungen dafür scheint der Coach bislang aber noch nicht gefunden zu haben. Alleine das fürchterliche Verletzungspech für den Fehlstart in der Bundesliga verantwortlich zu machen, wäre aber zu einfach. Denn trotzt der Ausfälle der Kreativspieler Marco Reus, Ilkay Gündogan und Henrich Mchitarjan sowie weiterer Stützen verfügt der BVB immer noch über eine klasse Mannschaft.

Slapstick im Dortmunder Strafraum

Gegen Schalke, das mindestens ebenso gebeutelt ins 145. Revierderby ging, standen sogar erstmals alle fünf Weltmeister der Borussia von Beginn an auf dem Rasen. Doch selbst Kapitän Mats Hummels konnte bei seinem Startelfdebüt die schläfrigen Anfangsphase und die erneut eklatanten Mängel in der Verteidigung nicht verhindern. Im Gegenteil: Beim ersten Gegentreffer durch Joel Matip stand der Abwehrchef völlig neben sich und ließ dem Schalker viel zu viel Raum. "Es ist schon eine Seltenheit, so zum Kopfball zu kommen", sagte selbst Matip ein wenig verwundert.

Das vorentscheidende 0:2 durch Eric Maxim Choupo-Moting war ähnlich stümperhaft vom BVB verteidigt. Stürmer Adrian Ramos klärte dabei einen Ball in die Strafraummitte, was das Gegentor sogar zum Slapstick-Treffer veredelte. "Wer solche Gegentore bekommt, kann relativ selten Spiele gewinnen", erkannte Klopp. Hummels sagte deutlich: "Wenn wir in jedem Spiel zwei Tore kassieren, ist das eine Katastrophe."

"Das ist ein Scheißabend, ohne wenn und aber"

Dennoch hatte der BVB nach dem Anschlusstreffer durch Pierre-Emerick Aubameyang in der 26. Minute genügend Zeit, wie unter der Woche gegen den VfB wenigstens noch ein Remis zu erkämpfen. Doch erneut blieben die Dortmunder auch im Vorwärtsgang so vieles schuldig. Das lag auch an Klopps Aufstellung, denn der Trainer hatte mit der Umstellung auf ein 4-4-2 - mit Matthias Ginter und Sven Bender im defensiven Mittelfeld sowie Aubameyang und Kevin Großkreutz auf den Außen - zunächst sogar ganz auf einen Spielmacher verzichtet. Damit hing die Doppelspitze Ramos und Ciro Immobile fürchterlich in der Luft.

Erst in der 57. Minute korrigierte Klopp diesen Fehlversuch und brachte Shinji Kagawa, der das Angriffsspiel etwas ankurbelte, aber auch nicht durchschlagend. Einzig ein gefährlicher Freistoß von Aubameyang sprang als Chance heraus. Am Ende konnte der BVB sogar von Glück sagen, dass Klaas-Jan Huntelaar nicht noch das dritte Tor für die Gastgeber besorgte.

Fassungslos und fast ein wenig apathisch reagierten die Dortmunder Spieler nach Abpfiff in der Arena auf die Niederlage, als wären sie Zeuge eines Verkehrsunfalls geworden. "Das ist ein Scheißabend, ohne wenn und aber", gab auch Klopp zu und richtete den Blick nach vorne auf die Champions League. "Wir fahren jetzt nach Hause und bereiten uns auf Anderlecht vor."

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