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Bus statt Flieger: Leverkusens Heimreise mit Hindernissen

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Flieger streikt  

Werkself auf der Heimreise antriebslos

27.09.2014, 20:56 Uhr | sid

Bus statt Flieger: Leverkusens Heimreise mit Hindernissen. Die Leverkusener Stefan Reinartz (li.) und Heung-Min Son (r) sind nach Spielende völlig erledigt. (Quelle: dpa)

Die Leverkusener Stefan Reinartz (li.) und Heung-Min Son (r) sind nach Spielende völlig erledigt. (Quelle: dpa)

Am Ende ihres harten Arbeitstags waren die Profis von Bayer Leverkusen dann doch irgendwie antriebslos. Als ob die Nullnummer beim SC Freiburg nach 50 Minuten in Unterzahl nicht schon anstrengend genug gewesen wäre, mussten sich die Protagonisten des Bundesligisten auch noch viel länger mit der Partie beschäftigen als ihnen lieb war. Ein kaputtes Triebwerk an ihrem Flieger sorgte dafür, dass es langsam in Bus und PKW anstatt schnell im Flugzeug nach Hause ging.

Dabei hatte Rudi Völler nach dem Abpfiff gedacht, dass die Teambuilding-Maßnahme zu Ende sei. "Solche Punkte sind extrem wichtig, weil sie die Mannschaft zusammenschweißen", sagte der Bayer-Sportchef nach dem Remis beim weiterhin sieglosen SC Freiburg: "Aber mit elf gegen elf hätten wir gewonnen - sage ich mal in meinem jugendlichen Leichtsinn."

Dem Sieg im 1200. Punktspiel der Werkself, die am Mittwoch in der Champions League gegen Benfica Lissabon spielen, standen gleich mehrere Dinge im Weg.

Bayer erneut in Unterzahl

Zunächst erwies Innenverteidiger Emir Spahic seinem Klub mit einem frühen Platzverweis einen Bärendienst. WM-Schiedsrichter Felix Brych zeigte dem Bosnier wegen wiederholten Foulspiels bereits in der 28. Minuten die Gelb-Rote Karte. Wie schon bei ihrem zurückliegenden Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg (1:4) hatten sich die Gäste selbst dezimiert.

Diesmal kam vonseiten der Rheinländer aber eine Reaktion. Leverkusen war vor 23.500 Zuschauern, darunter der neue Bundestrainer-Assistent Thomas Schneider, die bessere Mannschaft. Doch der überragende SC-Torhüter Roman Bürki war nicht zu bezwingen, dazu kamen zwei Lattentreffer durch Karim Bellarabi (73.) und Heung Min Son (88.).

Auch Freiburgs Krmas muss vorzeitig vom Platz

Dass Freiburgs Innenverteidiger Pavel Krmas in der 78. Minute ebenfalls wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah, war für den Ausgang unerheblich - aber nicht für Völler.

"Ich habe ganz ruhig mit Felix Brych gesprochen und ihm gesagt, dass unsere internationalen Schiedsrichter in der Bundesliga zu schnell die Gelbe Karte ziehen", äußerte der Sportchef, dessen Klub mit elf Punkten auf dem Konto auf den dritten Tabellenplatz zurückgefallen ist: "Er ist ein exzellenter Schiedsrichter, aber die erste Gelb-Rote Karte war keine und die zweite auch nicht."

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"Viel besser kann man in Unterzahl nicht spielen"

Für Trainer Roger Schmidt spielte das Zustandekommen der Platzverweise nach Spielende schon gar keine Rolle mehr. Der Coach freute sich über den Auftritt seiner Schützlinge. "Wir hatten nach dem Wolfsburg-Spiel besprochen, wie wir künftig mit solchen Situationen umgehen. Und viel besser kann man in Unterzahl nicht spielen. Es nur ärgerlich, dass wir uns nicht mit einem Sieg belohnt haben", sagte der Coach.

Die Leistung seiner Profis ist nach Ansicht Schmidts ein Fingerzeig für Mittwoch. "Das ist ein gutes Zeichen, die Mannschaft ist physisch in einem sehr guten Zustand", äußerte der Trainer: "Die Speicher sind voll. Das ist gut zu wissen vor dem ganz wichtigen Spiel gegen Lissabon."

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