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Volleyball - DVV-Frauen wollen Wende: Keine Lust auf WM-Tristesse

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Volleyball-WM 2014  

DVV-Frauen wollen Wende: Keine Lust auf WM-Tristesse

30.09.2014, 14:57 Uhr | dpa

Volleyball - DVV-Frauen wollen Wende: Keine Lust auf WM-Tristesse. Die deutschen Volleyball-Frauen haben in ihrer Gruppe die schlechteste Ausgangslage.

Die deutschen Volleyball-Frauen haben in ihrer Gruppe die schlechteste Ausgangslage. Foto: Ettore Ferrari. (Quelle: dpa)

Triest (dpa) - Auf einen WM-Trauermarsch durch Triest haben Bundestrainer Giovanni Guidetti und die deutschen Volleyballerinnen überhaupt keine Lust.

Mit dem Start der zweiten Runde gegen den Weltranglisten-Fünften China will der bislang so enttäuschende EM-Zweite die Wende erzwingen und ein Stück Selbstachtung zurückgewinnen. "Wir spielen für den Respekt vor unserer eigenen Arbeit", erklärte Guidetti. "Wir müssen es in diesen vier Spielen besser, besser, besser machen."

Schon die Hürde China wird Guidetti Aufschluss über den Zustand seiner Mannschaft geben. "Wir haben in der ersten Woche schlechten Volleyball gespielt, das ist die Realität", zog der 42-Jährige sein Fazit unter die enttäuschende Gruppenphase. "Alle Spielerinnen müssen aggressiver spielen." Der Italiener forderte darüber hinaus höhere Präzision in Annahme und Zuspiel sowie mehr Zusammenhalt. Alles Punkte im deutschen Spiel, die bisher verbesserungswürdig sind.

"Natürlich gibt es noch die Möglichkeit auf das Final Six, natürlich gibt es noch Punkte für das FIVB-Ranking, natürlich wollen wir Deutschland zeigen, dass wir guten Volleyball spielen", erinnerte Guidetti. In erster Linie geht es aber um Imagepflege. "Wir haben soviel daran gearbeitet, uns einen Namen zu machen", bekräftigte er. "Wenn wir das erste Spiel gewinnen, kann es echt interessant werden", ergänzte Guidetti. Die Zuversicht im DVV-Tross bleibt intakt.

"Weiter, weiter, weiter", kommandierte Guidetti lautstark während der morgendlichen Trainingseinheit in der Palatrieste seine Mannschaft, die sich am Montagnachmittag zusammengesetzt und über den bisher so deprimierenden Verlauf der WM gesprochen hatte. Zwei Sitzungen von Trainer, Betreuerstab und Team folgten am Dienstag.

Während sich ihre Teamkolleginnen auf die Endspiele in der nordostitalienischen Hafenstadt einstimmten, konnte Mittelblockerin Stefanie Karg vom Spielfeldrand nur weiter neidvoll zuschauen. "Es wird jeden Tag besser, es geht aber nur in kleinen Schritten voran", erklärte die 29-Jährige, die am vergangenen Donnerstag einen doppelten Außenbandanriss im rechten Sprunggelenk erlitten hatte. Immerhin konnte Karg, deren Rückkehr weiter völlig unklar ist, mittlerweile die Krücken beiseitelegen.

Als Stütze in der zweiten WM-Runde wird auch wieder viel von Christiane Fürst abhängen. "Wir gehen Step by Step vor, wir schauen Schritt für Schritt weiter", sagte die Mittelblockerin vor dem ersten Kräftemessen in Gruppe E. "Wir wollen zeigen, wer wir sind."

Die Identität der deutschen Volleyballerinnen hat viel mit den Faktoren Zuversicht und Hoffnung zu tun. "Die erste Woche war verkorkst. Wir haben jetzt aber nichts mehr zu verlieren", erklärte Fürsts Kollegin im Mittelblock, Jennifer Pettke. "Wir sollten zeigen, dass wir gutes Volleyball spielen können. Wir wollen die Woche mit einem guten Gefühl beenden."

Hintergrund: Aussichten für die DVV-Frauen:

Die deutschen Volleyballerinnen haben vor Beginn der zweiten WM-Runde in Triest die schlechteste Ausgangslage in Gruppe E.

Mit gerade mal zwei Punkten und damit als siegloser Letzter startet der EM-Zweite in die Partien gegen die Spitzenteams China und Japan sowie Belgien und Aserbaidschan. Nur die drei Erstplatzierten der Achterstaffel erreichen die Finalrunde der besten sechs Mannschaften in Mailand. Derzeit wären das China (8 Zähler), Gastgeber Italien (7) und die Dominikanische Republik (6).

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