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Turnen - Hambüchen von China angetan: Zehnte WM-Medaille möglich

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Hambüchen von China angetan: Zehnte WM-Medaille möglich

01.10.2014, 13:03 Uhr | dpa

Turnen - Hambüchen von China angetan: Zehnte WM-Medaille möglich. Fabian Hambüchen ist schon vor Beginn der WM in Nanning von China begeistert.

Fabian Hambüchen ist schon vor Beginn der WM in Nanning von China begeistert. Foto: Danie. Maurer. (Quelle: dpa)

Nanning (dpa) - Die ersten Eindrücke waren überwältigend, Fabian Hambüchen kam aus dem Staunen nicht heraus: "Ich war ja schon öfter in Peking, da lief vor allem auf dem Flughafen alles immer etwas chaotisch. Doch hier erleben wir ein ganz anderes China."

"Das ist wie Urlaub", schwärmte der deutsche Turnstar, der sich bei den 45. Weltmeisterschaften im subtropischen Nanning zum zweiten Mal nach den Olympischen Spielen von Peking 2008 im asiatischen Riesenreich gegen die komplette Welt-Elite durchsetzen will.

"Diese WM ist super organisiert, es gibt wie bei Olympia sogar eine WM-Spur für die Athletenbusse", sagte der 26-jährige Wetzlarer voller Begeisterung. "Beeindruckt haben mich die vielen Palmen an der Straße und das viele Grün in der Umgebung. Nanning ist ein toller Ort. So hatte sich das keiner von uns vorgestellt." Da waren die Reisestrapazen des 20-Stunden-Trips von Tokio über Peking nach Nanning dann auch schnell vergessen.

Nie zuvor weilte bisher jemand aus dem deutschen Turn-Team in der 6,5 Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt der Provinz Guangxi, nur 160 Kilometer entfernt von der Grenze zu Vietnam. In der von den Chinesen wegen ihre vielen Hügel und Wälder "Grüne Stadt" genannten Metropole wollen die deutschen Turner und Turnerinnen bei den Titelkämpfen trotz der Temperaturen von über 30 Grad Celsius den ersten Schritt zu den Olympischen Spielen nach Rio machen.

Es spricht für den "alten Hasen" Hambüchen, dass er daher auch das Ziel des Teams in den Vordergrund rückt. "Diese WM wäre für mich ein Erfolg, wenn wir auch ohne den verletzten Marcel Nguyen das Team-Finale der Top Acht erreichen. Aber das wichtigste ist, dass wir unter die besten 24 kommen, damit wir bei der WM 2015 in Glasgow die direkte Olympia-Qualifikation angreifen können", sagte er. Erst danach rückt er mit persönlichen Zielen heraus: "Ich will ins Finale im Mehrkampf und am Reck, dann ist wieder alles möglich."

Neun WM-Medaillen hat er schon gewonnen, bis auf die Heim-WM 2007 in Stuttgart hatte er sich im Vorfeld aber mit Medaillen-Prognosen stets zurückgehalten. Insofern unterscheidet sich Nanning nicht von vorigen Titelkämpfen. Dennoch liebäugelt der erfahrendste Turner der WM-Riege mit einem Zweikampf gegen den "fliegenden Holländer" Epke Zonderland, der ihn zuletzt bei Olympia in London und der WM in Antwerpen am Reck jeweils knapp auf Platz zwei verwies. "Erstmal müssen wir beide ins Finale kommen", sagte er und bremste damit öffentlich die hohen Erwartungen. Am Samstag wird es für das Sextett ernst, dann werden in der Qualifikation alle Weichen für den weiteren WM-Verlauf gestellt.

Trotz seiner schon zehn Wettkampfjahre und bisher sieben WM-Starts sieht sich Hambüchen aber ungern als Leader. "Ich fühle mich manchmal schon wie ein alter Mann. Dann denke ich: Es wäre schön, wenn ich noch mal 20 wäre. Dann würde man die Belastungen leichter wegstecken." Dennoch mache es ihn stolz, wenn er WM-Neulingen wie Philipp Herder oder Lukas Dauser mit Rat und Tat zur Seite stehen könne. "Es ist schön, wenn du ihnen mal ein paar Hinweise geben kannst. Aber die Truppe ist auch astrein. Solch eine gute Atmosphäre im Team gab es schon lange nicht mehr", sagte der Altmeister und sieht sich von den Youngstern motiviert.

Neben Nguyen, der sich in der Vorbereitung in Kienbaum einen Kreuzbandriss zuzog, fehlen in Nanning auch die schon länger verletzten Matthias Fahrig und Sebastian Krimmer, die sonst zu den Stamm-Turnern der Riege zählten. Für Cheftrainer Andreas Hirsch wird damit das WM-Unterfangen nicht leichter, doch der Berliner macht aus der Not eine Tugend und gibt den Neulingen die Bewährungschance.

"Die Stimmung ist trotz der Umstände gut. Das Team ist bereit zu kämpfen und glaubt an seine Möglichkeiten", sagte Hirsch. Das einzige Training auf dem Podium des Guangxi Sports Center stimmte den Coach schließlich zuversichtlich, die WM-Ziele erreichen zu können. Als Einziger kam aber nur Hambüchen fehlerfrei durch den Sechskampf.

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