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Turnen - Hambüchen: Hitze ist "cool" - Zwei Finals als WM-Ziele

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Hambüchen: Hitze ist "cool" - Zwei Finals als WM-Ziele

03.10.2014, 10:23 Uhr | dpa

Turnen - Hambüchen: Hitze ist "cool" - Zwei Finals als WM-Ziele. Fabian Hambüchen: "Ich find's cool".

Fabian Hambüchen: "Ich find's cool". Foto: Daniel Maurer. (Quelle: dpa)

Nanning (dpa) - Irgendwie scheint die Schwüle im suptropischen Nanning Fabian Hambüchen noch besonders zu motivieren. "Ich find's cool", meinte der deutsche Turnstar vor dem heißen Tanz bei den Weltmeisterschaften am Samstag in der südchinesischen 7-Millionen-Stadt.

"Das Training in Tokio war echt super. Jetzt bin ich richtig fit", stellte er zuversichtlich fest. Die Hitze von 35 Grad und die hohe Luftfeuchtigkeit von über 90 Prozent machen ihm schier gar nichts aus. Dennoch stehen nicht nur Hambüchen, der mit seiner achten WM-Teilnahme zum deutschen Rekordstarter Andreas Wecker aufschließt, die heißesten Titelkämpfe seiner Laufbahn ins Haus.

Auch Cheftrainer Andreas Hirsch gewinnt der drückenden Schwüle etwas Positives ab. "China zeigt sich hier für uns von seiner Sonnenseite. Seit meinem Vietnam-Urlaub vor sechs Jahren liebe ich dieses Klima, auch wenn es freilich angesichts der sportlichen Belastungen für die Turner nicht gerade förderlich ist."

Sein Team will nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Marcel Nguyen, Matthias Fahrig und Sebastian Krimmer mit drei WM-Neulingen den Kampf um einen Platz im Team-Finale aufnehmen. Der Unterhachinger Lukas Dauser geht dabei nach drei Tagen reduzierten Trainings wegen einer Erkältung leicht gehandicapt ins WM-Rennen.

"Natürlich ist Marcel Nguyen nicht so einfach zu ersetzen. Im Podiumtraining haben wir unsere Baustellen gesehen: Es fehlt einigen noch an den Schwierigkeiten. Trotzdem hat das Team den Kampf angenommen und will sich möglichst gut präsentieren", sagte der Berliner. Das Minimalziel mit dem Sprung in die Top 24 und die damit verbundene Startberechtigung für die Olympia-Qualifikation bei der WM 2015 sollte trotz aller Probleme nicht in Gefahr geraten.

Als Leitwolf wider Willen geht Hambüchen das Unternehmen Nanning an, an dessen Ende möglichst seine zehnte Medaille bei Weltmeisterschaften stehen soll. Seine größten Chancen rechnet er sich nach Silber bei Olympia in London und der WM 2013 in Antwerpen wieder am Reck aus. "Erstmal will ich den Sprung ins Finale schaffen, dann ist alles drin", meinte er zurückhaltend wie immer.

Zu gern würde er den niederländischen Überflieger Epke Zonderland auch mal stoppen, der ihm zuletzt jeweils Gold wegschnappte. "Ich will nicht versuchen, Epke mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. An seine Schwierigkeit 7,7 komme ich nicht heran. Ich konzentriere mich dafür auf die perfekte Ausführung. Das Reglement müsste mir dabei entgegenkommen, aber die Entscheidung liegt bei den Kampfrichtern", sagte der Vorturner aus Hessen.

Die Führungsrolle im deutschen Team steht nun ihm allein zu, doch der Leader möchte er gar nicht sein. "Wir sind ein tolles Team, die Stimmung ist so gut wie lange nicht." Doch gerade im Umgang mit den Youngstern spürt er in den Knochen seine elf Spitzensport-Jahre auf höchstem Niveau. "Die Belastungen sind durch den Trend zu immer größeren Schwierigkeiten größer geworden. Deshalb wünsche ich mir manchmal, noch mal 20 zu sein", räumte der 26-Jährige ein. "Manchmal fühle ich mich nach dem Training wie ein alter Mann."

Seine Zukunftsplanung gilt schon jetzt den Olympischen Spielen in Rio 2016. Daher wird er im kommenden Semester nicht jedes Seminar an der Sporthochschule Köln besuchen, sondern nur Prüfungen nachholen, die er in der Vergangenheit wegen des Trainings und der Wettkampfreisen aufschieben musste. Nach der Trennung von Freundin Caroline hat er daher auch wieder eine Wohnung in Wetzlar bezogen und kann sich mit Blick auf Olympia besser auf seinen Sport konzentrieren. Doch Rio muss nicht der Schlusspunkt der Karriere sein. "Von heute auf morgen aufhören wie Philipp Boy - das ist nicht mein Ding", kündigte er an.

Die deutschen Teams bei der WM in Nanning:

Gleich drei WM-Neulinge bietet der deutsche Cheftrainer Andreas Hirsch für die Turn-Weltmeisterschaften in Nanning auf. Philipp Herder, Lukas Dauser und Helge Liebrich erleben in Südchina an der Seite von Vorturner Fabian Hambüchen, der seine achte WM bestreitet, ihre internationale Bewährungsprobe. Im Damen-Team steht nach der Verletzung von Janine Berger nun doch wieder Elisabeth Seitz. Die 20 Jahre alte Mannheimerin ist mit ihrer fünften WM-Teilnahme die erfahrenste deutsche Turnerin.

Männer: Fabian Hambüchen (Wetzlar), Andreas Bretschneider (Chemnitz), Andreas Toba (Hannover), Lukas Dauser (Unterhaching), Philipp Herder (Berlin), Helge Liebrich (Wetzgau)

Frauen: Elisabeth Seitz (Mennheim), Kim Bui (Stuttgart), Lisa-Katharina Hill (Stuttgart), Sophie Scheder (Chemnitz), Pauline Schäfer (Pflugscheid-Hixberg), Cagla Akyol (Heidelberg)

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