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Bundesliga: Hertha BSC dreht das Spiel gegen Stuttgart

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Spielbericht  

Hertha BSC dreht das Spiel gegen Stuttgart

03.10.2014, 22:26 Uhr | dpa

Bundesliga: Hertha BSC dreht das Spiel gegen Stuttgart. Gotoku Sakai vom VfB Stuttgart (li.) und Berlins Änis Ben-Hatira    (Quelle: dpa)

Gotoku Sakai vom VfB Stuttgart klärt vor Berlins Änis Ben-Hatira. (Quelle: dpa)

Kollektives Aufatmen in der Hauptstadt: Hertha BSC hat das Gerede von einer Berliner Krise dank des Doppeltorschützen Salomon Kalou beendet und zugleich den kleinen Höhenflug des VfB Stuttgart jäh gestoppt. Die Berliner besiegten die Schwaben am Tag der Deutschen Einheit mit 3:2 (1:1) und feierten im siebten Spiel ihren zweiten Saisonsieg.

Die frühe Führung der Schwaben durch Moritz Leitner (5.) glich Kalou zunächst per Foulelfmeter aus (22.). Im zweiten Durchgang schloss der ivorische Stürmer einen Konter der Berliner eiskalt zum 2:1 ab (64.). Roy Beerens sorgte mit seinem Treffer in der 74. Minute für die Vorentscheidung, Stuttgarts Anschlusstreffer durch ein Eigentor von Sandro Wagner (83.) kam zu spät.

Zarter VfB-Aufschwung gestoppt

Für Stuttgart bedeutet die Niederlage in der Hauptstadt einen erneuten Rückschlag. Nach dem zarten Aufschwung der vergangenen Woche (zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen) verpasste das Team von Coach Armin Veh einen weiteren Schritt aus dem Tabellenkeller.

Im Kampf gegen die sportliche Krise (fünf Punkte aus den ersten sechs Spielen) hatte Berlins Manager Michael Preetz vor der Partie eine deutliche Leistungssteigerung von seinen Profis gefordert. "In der Lauf- und Einsatzbereitschaft müssen wir deutlich zulegen. Und nicht irgendwann, sondern sofort", sagte Preetz.

Kalou trifft vom Punkt

Die Worte des Sportdirektors zeigten Wirkung. Die Berliner zeigten von Beginn an reichlich Engagement und ließen sich selbst vom frühen Rückstand nicht schocken. Ohne ihren verletzten Top-Torschützen Julian Schieber (3 Treffer) spielte die Hertha munter nach vorne, erarbeitete sich zahlreiche Chancen und gewann vor allem aufgrund einer starken ersten Halbzeit verdient.

Angetrieben vom agilen Änis Ben-Hatira spielte Berlin von Beginn an nach vorne. Die größte Chance zum Ausgleich vergab Kalou, als er mit seinem Schuss an Kirschbaum scheiterte (22.). Kurz darauf machte er es besser und traf vom Punkt.

Beerens vergibt zunächst gegen Kirschbaum

Auch in der Folge hatte Berlin mehr vom Spiel, doch der aufmerksame Thorsten Kirschbaum, der von VfB-Coach Armin Veh erneut für den langjährigen Stammkeeper Sven Ulreich in die Startelf beordert worden war, parierte gegen Ben-Hatira (28.) und Kalou (33.). Kurz vor der Pause hatte Beerens die größte Chance zur Berliner Führung, doch auch der Niederländer scheiterte mit seiner Direktabnahme am glänzend reagierenden Kirschbaum (44.).

Die beste VfB-Chance der ersten Hälfte vergab auf der anderen Seite Florian Klein. Beim Drehschuss des Mittelfeldspielers, der das 1:0 mit einer punktgenauen Hereingabe vorbereitet hatte, war Hertha-Schlussmann Thomas Kraft allerdings auf dem Posten (27.).

Hertha zeigt sich effektiv

Die Gäste zeigten nach der Pause mehr Entschlossenheit und gewannen dadurch auch mehr Zweikämpfe. Einen Kopfball des eingewechselten Timo Werner parierte Kraft mit einem Reflex (50.). Der VfB hatte zunächst etwas mehr Spielanteile, die Tore erzielten aber die effektiven Gastgeber.

Rüdiger verlor naiv in der VfB-Vorwärtsbewegung den Ball - und der Hertha-Express ging ab. Stocker, einer der Auffälligsten an diesem Abend, schickte Kalou, der ganz cool zum 2:1 vollendete. Auch dem entscheidenden Treffer von Beerens ging ein Ballverlust der Gäste voraus. Beerens drückte die schöne Eingabe von Ben-Hatira über die Linie. Der Anschlusstreffer durch das Wagner-Eigentor per Kopf nach einem Freistoß von Leitner kam für die Stuttgarter zu spät.

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