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Unverhoffte WM: Seitz durch die Hintertür nach Nanning

03.10.2014, 11:27 Uhr | dpa

Turnen - Unverhoffte WM: Seitz durch die Hintertür nach Nanning. Elisabeth Seitz nimmt in Nanning an ihrer fünften WM teil.

Elisabeth Seitz nimmt in Nanning an ihrer fünften WM teil. Foto: Marijan Murat. (Quelle: dpa)

Nanning (dpa) - Noch immer erscheint Elisabeth Seitz ihre fünfte WM-Teilnahme wie ein kleines Wunder.

"Es waren schon heftige Gefühle, die mich bewegten, als ich die deutschen Meisterschaften wegen meiner Fußverletzung absagen musste. Damit war das WM-Aus eigentlich besiegelt", erinnert sich die 13-malige deutsche Turn-Meisterin an die bitteren Tage im August.

Doch durch den Kreuzbandriss von Janine Berger in Stuttgart fehlte der deutschen WM-Riege plötzlich nicht nur eine Medaillenkandidatin beim Sprung, sondern auch eine Stufenbarren-Turnerin. "Als dann eine Woche später der Anruf von Cheftrainerin Ulla Koch kam, war meine Freude umso größer", sagt die Mannheimerin, die mit Platz sechs bei Olympia 2012 in London an ihrem Spezialgerät groß aufgetrumpft hatte. Dort turnte sie einen Ausgangswert von 6,7. In Nanning bietet sie nun die Schwierigkeit 6,6 an, die aber aufgrund der veränderten Punkte-Reglements nach Olympia noch höher einzuschätzen sind.

Im Podiumtraining gelang ihr im Guangxi Sports Center die Übung nahezu perfekt. Den linken Fuß hatte sie dabei weiter getapt. Wegen einer Sehnenentzündung gelangt immer wieder Flüssigkeit in den Fuß, was sie beim Hochleistungstraining behindert. Die Fußprobleme plagen sie "schon eine gefühlte Ewigkeit", gibt "Eli" zu. "Trotzdem bin ich jeden Tag in der Halle und gebe mein Bestes. Aber fünf bis zehn Tsukahara hintereinander sind momentan nicht drin." Daher kam ein Mehrkampf-Start für die 20-Jährige nicht infrage.

"So, wie ich den Fuß jetzt belaste, bin ich schmerzfrei", sagte sie einschränkend. "Ich muss weiter vorsichtig sein." Am Stufenbarren behindert sie die Verletzung am wenigsten. Bei perfekter Ausführung darf sie sich daher Hoffnungen auf das Finale machen. "Wenn die Übung klappt, habe ich einen guten Beitrag für das Team geleistet", ist sie sich sicher. Schon jetzt ist die fünfte WM-Teilnahme seit 2009 für Seitz ein riesiges Erlebnis. "Diese Stadt ist gigantisch. Allein der Blick aus der 15. Etage unseres Hotel auf die Hochhäuser und Leuchtreklamen entschädigt für vieles", sagte sie beeindruckt von der 7-Millionen-Metropole. Auch wenn man angesichts der Schwüle "nicht mal so zum Luft schnappen" auf die Straße gehen kann.

Ein Handicap ist für die deutsche Riege die frühe Startzeit am Montag um 9.00 Uhr (3.00 Uhr MESZ). Das heißt, dass um 5.00 Uhr der Wecker klingelt. "Aber wir werden nicht auf die Uhr gucken und uns bemitleiden, wie früh wir dran sind", erklärte sie selbstbewusst. "Alle wollen ihr Bestes für die Mannschaft geben. Wir haben ein so tolles Team", stellte Seitz fest. Abends sitze keine der Frauen allein auf dem Zimmer. "Wir haben viel Spaß miteinander. Und da ich ja nun eine der Älteren bin, gebe ich auch gern mal Hinweise, wenn ich gefragt werde", erzählte die Obergefreite der Sportfördergruppe der Bundeswehr.

Auf die Frage, ob es dem Team gelingen kann, das bislang beste WM-Resultat mit Platz sechs von 2011 in Tokio zu wiederholen, weicht Eli Seitz aus. "Dazu kennen wir die anderen zu wenig. Aber wir haben vor drei Jahren gezeigt, dass es möglich ist", sagte sie. Ulla Koch ist indes überzeugt, dass ihre Riege nach EM-Platz vier auch bei der WM in das Teamfinale der Top Acht einziehen kann. "Etwa zehn Teams kommen dafür infrage. Wir wollen dabei sein", sagte die Cheftrainerin. Sie betonte, dass sie Elisabeth ohne die Verletzung von Janine Berger zur Schonung zu Hause gelassen hätte. "Aber jetzt freuen wir uns über den Heilungsverlauf. Eli wird uns am Barren helfen können."

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