Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Formel-1-Premiere in Russland: Rennen eins nach dem Horror-Crash von Bianchi

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Rennen eins nach Horror-Crash  

Ungeachtet aller Kritik: F1-Premiere in Russland

08.10.2014, 12:14 Uhr

Formel-1-Premiere in Russland: Rennen eins nach dem Horror-Crash von Bianchi. Das Sotschi Autodrom entstand auf dem Olympischen Gelände der vergangenen Winterspiele. (Quelle: imago/ITAR-TASS)

Das Sotschi Autodrom entstand auf dem Olympischen Gelände der vergangenen Winterspiele. (Quelle: ITAR-TASS/imago)

The Show must go on. Nur wenige Tage nach dem schrecklichen Unfall von Jules Bianchi, der weiter um sein Leben kämpft, setzt die Formel 1 den Rennzirkus fort. Dabei kommt es zu einer Premiere. Erstmals in ihrer Geschichte gastiert die Königsklasse des Motorsports in Russland. Auf dem Kurs inmitten des Olympia-Geländes geht es für Nico Rosberg, Lewis Hamilton und Co. (Sonntag, ab 12.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) in Sotschi um WM-Punkte.

Dabei steht der Start in Russland heftig in der Kritik. Denn ungeachtet der Eskalation in der Ukraine-Krise und der ungeklärten Menschenrechtslage macht die Formel 1 in Russland Station. Eine Absage kam für Bernie Ecclestone nie in Frage. Der erste Grand Prix in Russland ist ein Meilenstein - und für Ecclestone-Freund Wladimir Putin ein weiteres höchst umstrittenes Prestigeprojekt.

"Wir haben mit Politik nichts zu tun"

"Herr Putin hat uns enorm unterstützt und war sehr hilfsbereit. Jetzt werden wir das Gleiche tun", sagte Formel-1-Boss Ecclestone unlängst über den russischen Präsidenten: "Unseren Vertrag werden wir zu 100 Prozent einhalten." Politische Ungerechtigkeiten werden dabei gekonnt ignoriert, Kritik an seinem Verhalten lässt Ecclestone nicht zu. Immerhin verbindet ihn mit Putin auch eine Männerfreundschaft: "Ich sehe kein Problem, wir haben mit Politik nichts zu tun."

Und aus den eigenen Reihen muss Ecclestone kaum Kritik fürchten - schließlich garantiert der Promoter mit seinen teils fragwürdigen Deals die Millionen-Einnahmen der Rennställe. Und so folgen sie dem großen Macher scheinbar fast blind, wenn es um politische Fragen geht. Deutlich wurde das in den vergangenen Monaten, als die Verantwortlichen immer wieder auswichen, wenn es darum ging, ob man nicht lieber auf das Rundendrehen in Russland verzichten sollte. Schließlich bieten beispielsweise die Annexion der Krim, die verhängten Wirtschaftssanktionen oder die Unterdrückung Andersdenkender in Russland durchaus gute Argumente dafür.

Kaum Kritik am Rennen in Sotschi

"Wir haben immer gesagt, dass wir uns davon distanzieren wollen, Dinge politisch zu betrachten", sagte Vizechefin Claire Williams vom Williams-Rennstall, die sich lieber auf die Vorgaben des Automobil-Weltverbandes FIA verlässt: "Sie ist die Regierung, gibt einen Rennkalender aus, und wir müssen die Anweisungen befolgen."

Auch wenn Williams und Co. insgeheim vielleicht anders denken, Kritik am Rennen in Sotschi gibt es von innen heraus kaum. Auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner ("Wir werden dieses Rennen fahren") plädierte öffentlich dagegen, im Sport politische Zeichen zu setzen. Weltmeister Sebastian Vettel drehte Ende August bereits die erste Runde auf dem Kurs inmitten des Olympia-Geländes und wird auch am Sonntag (13.00 Uhr/RTL und Sky) wie gewohnt über die Strecke jagen. Einen Boykott lehnten die Rennställe kategorisch ab.

Der Bau der soll 260 Millionen Euro verschlungen haben

Schon im Vorfeld der Olympischen Winterspiele hatte es viel Kritik am Austragungsort Sotschi gegeben. Die Ausbeutung der Arbeiter und die durch Korruption in die Höhe geschossenen Kosten waren Kernpunkte der Vorwürfe. Für Olympia wurden alleine insgesamt 50 Milliarden Euro ausgegeben - so viel wie nie zuvor. Der Bau der 5,853 Kilometer langen Rennstrecke, die an den modernen Wintersportarenen vorbeiführt, soll zusätzlich bis zu 260 Millionen Euro gekostet haben. Ursprünglich waren etwa 142 Millionen veranschlagt.

UMFRAGE
Wer wird Formel-1-Weltmeister?

Auch wenn es zwischenzeitlich so schien, als würde die Strecke im Schwarzmeerort mit ihren Funktionsgebäuden nicht rechtzeitig fertig werden, verlief am Ende alles reibungslos. Im August wurde mit der Vergabe der FIA-Lizenz die letzte Hürde genommen. "Wir haben lange daran gearbeitet, die Formel 1 nach Sotschi zu holen, und wir sind fast am Ziel", sagte Putin, der sich einen Besuch des ersten Formel-1-Rennens auf russischem Boden nicht nehmen lassen dürfte. Immerhin hatte er den Deal für das Rennen persönlich mit Ecclestone ausgehandelt.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Rutschpartie des Jahres 
Selbst der Schneepflug scheitert an diesem Hügel

Das Video begeistert schon mehr als 22 Millionen Menschen im Internet. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal