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Turnen - Hambüchen genervt von Kampfrichtern: "viel Politik"

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Hambüchen genervt von Kampfrichtern: "viel Politik"

08.10.2014, 11:22 Uhr | dpa

Turnen - Hambüchen genervt von Kampfrichtern: "viel Politik". Fabian Hambüchen glaubt, dass die Entscheidungen der Kampfrichter auch politisch motiviert sind.

Fabian Hambüchen glaubt, dass die Entscheidungen der Kampfrichter auch politisch motiviert sind. Foto: Rungroj Yongrit. (Quelle: dpa)

Nanning (dpa) - Müde und ein bisschen verspannt bemühte sich Fabian Hambüchen am Morgen nach dem Team-Finale, den Blick nach vorn zu richten. "Es war viel Adrenalin im Körper, deshalb war ich wieder sehr früh wach", gestand er, nachdem die Riege nur auf Platz acht gelandet war.

Im Mehrkampf-Finale spricht die Statistik für Hambüchen: Erst dreimal bestritt er bei Weltmeisterschaften einen Sechskampf, und jedes Mal holte er eine Medaille. Beim Heimspiel in Stuttgart 2007 Silber, in Aarhus 2006 und Antwerpen 2013 jeweils Bronze. "Ich bleibe Realist und strebe diesmal nicht unbedingt nach einer Medaille. Aber vielleicht öffnet sich ein Hintertürchen wie im Vorjahr", sagt er. Damals hatte ihm sein Freund Sam Mikulak aus den USA durch einen Recksturz den Weg aufs Podest geebnet.

Wenn Hambüchen erzählt, spürt man, dass die elf Jahre in der Weltklasse nicht spurlos an ihm vorbeigegangen sind. "Natürlich fühle ich mich nicht mehr wie 20. Aber das heißt doch nicht, dass ich jetzt schlechter bin", meinte er. Sein Minimalziel ist Platz acht, um künftig weiter im finanziell gut ausgestatteten Weltcup-Zirkus zu bleiben. In etwa 90 Punkte könnten für eine erneute Medaille reichen. "Ob ich da rankommen kann, ist fraglich. Schließlich entscheiden das die Kampfrichter", sagte er.

Und schon geriet er wieder in Wallung. "Am Donnerstag gibt es ein neues Kampfgericht. Ob die mir dann 14,9 oder 15,7 Punkte am Reck geben, weiß kein Mensch", beklagte Hambüchen. "Im Turnen ist alles sehr subjektiv. Das nervt in den Jahren immer mehr, da wird sehr viel Politik gemacht." In seinen Worten wird deutlich, wie der Schmerz des verpassten Reckfinals noch immer in ihm nagt.

"Nur wenn Du der Mann bist, der allein den Ton angibt, dann ist alles klar. Das war bei mir in Stuttgart so", erinnerte er sich an die Heim-WM 2007. Doch die Zeiten haben sich geändert. Viele junge Sportler drängen nach vorn und bedrohen die Etablierten an der Spitze. Nur mit besonderer Stabilität könne er sich noch behaupten.

Doch Hambüchen will sich durch vermeintliche Fehlurteile der Referees nicht aus dem Konzept bringen lassen. "Ich mache meinen Sport nicht für die Kampfrichter. Ich mache ihn, weil ich Bock drauf habe", unterstreicht er. "Es wäre schöner, wenn wir eine Maschine hätten, die die Punkte immer nur so rausspuckt."

Seine Strategie für das Mehrkampf-Finale hat er längst im Kopf. "Bei meinen starken Geräten Barren, Reck und Boden am Ende muss ich sowieso alles zeigen. Einzig offen ist die Taktik am ersten Gerät Pferd", meinte er. Entweder er entscheidet sich für eine sichere Übung oder er geht aufs Ganze, turnt fünf Zehntelpunkte schwieriger im Ausgang und riskiert den Absturz. "Das werde ich erst morgen nach dem Einturnen entscheiden", erzählte er am Mittwoch.

Unter ganz anderen Voraussetzungen geht Andreas Toba in den Endkampf. "Die Platzierung ist mir nur zum Teil wichtig. Wichtig ist allein, mein Programm durchzukriegen", sagt der Niedersachse, der am Vortag seinen 25. Geburtstag feierte. "Es war ein Tag wie jeder andere bei einer WM", berichtete er. Ein Platz in den Top Ten scheint ihm nur bei einem "perfekten Sechskampf" möglich.

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