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Turnen: Turnstar Hambüchen verpasst zehnte WM-Medaille

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Turnstar Hambüchen verpasst zehnte WM-Medaille

09.10.2014, 18:18 Uhr | dpa

Turnen: Turnstar Hambüchen verpasst zehnte WM-Medaille. Fabian Hambüchen landet nur auf Rang acht.

Fabian Hambüchen landet nur auf Rang acht. Foto: Rungroj Yongrit. (Quelle: dpa)

Nanning (dpa) - Zufrieden stieß er beide Fäuste in Richtung Hallendecke, doch in Nanning konnte Fabian Hambüchen seine Aufholjagd nicht auf dem Podest beenden.

Im Mehrkampf-Finale der Weltmeisterschaften in Südwestchina reichte es für den deutschen Vorturner trotz starker Leistung ohne groben Patzer mit 88,564 Punkten zum achten Platz. Im Vorjahr war er zwar gleichfalls nach dem ersten Gerät nur von Platz 24 aus ins Rennen gegangen, hatte sich dann aber mit 0,8 Zählern mehr auf dem Bronzerang vorgekämpft.

Hambüchen erfüllte sich nach spannendem Kampf aber sein Minimalziel und ist wieder im Weltcup der Top Acht startberechtigt. "Das war heute eine Punktlandung. Ein fehlerfreier Durchgang, echt geil", sagte er zufrieden. "Die Jungen sind halt so stark geworden. Mehr ging heute nicht."

Den Titel holte sich vor 9300 Zuschauern zum fünften Mal in Serie Ausnahme-Turner Kohei Uchimura mit 91,965 Punkten vor Max Whitlock aus Großbritannien (90,472) und seinem Landsmann Yusuke Tanaka (90,449). Der Japaner stellte damit erneut eine Rekordmarke der Turn-Geschichte auf. Andreas Toba aus Hannover kam nach stabiler Leistung ohne große Fehler auf Platz 16 (86,264 Punkte). "Einen so starken Mehrkampf habe ich noch nie erlebt. Zehn Mann über 88 Punkte, da kann ich mich über meinen Sechskampf nur freuen", meinte Toba.

Hambüchen war am Morgen nach den Belastungen der WM nur schwer in die Gänge gekommen. "Der Tag lief schwer an, aber es wurde besser", meinte er schmunzelnd. Mit einer Sicherheitsübung startete er am Pauschenpferd. Jubelnd ließ er sich vom Vater Wolfgang und einige Konkurrenten abklatschen, als er die nicht sehr hochwertige Übung (Ausgangswert 5,3) sauber in den Stand gebracht hatte. 13,466 Punkte ließen ihn wie im Vorjahr in Antwerpen vom letzten und 24. Platz aus seinen Angriff starten. Erst beim Einturnen hatte er entschieden, am Zittergerät nicht schwieriger zu turnen, um keinen Absturz zu riskieren. "Es hatte keinen Sinn, alles zu riskieren, dazu ging es um zu viel", bestätigte Trainer Wolfgang Hambüchen.

An den Ringen lief es wie erhofft, obwohl die Kampfrichter streng werteten. Am Sprung stand er wie eine Eins, doch bei Halbzeit betrug der Abstand zum Bronzeplatz schon zwei Punkte. "Ich habe in einer reinen Europagruppe geturnt, das war echt lustig. Wir haben uns gegenseitig gepusht", berichtete Hambüchen.

Am Barren gelang ihm eine perfekte Show (15,433) mit höherer Schwierigkeit als im Vorkampf. Doch am Reck musste er improvisieren und auf den "Winkler" verzichten. "Clever, wie er das gelöst hat", lobte Cheftrainer Andreas Hirsch. "Ich trauere dem verpassten Reckfinale jetzt nicht mehr nach", meinte Hambüchen. Am Boden unterliefen ihm zwei kleine Wackler beim Stand, doch böse Patzer blieben aus.

Dem schwarzhaarigen Wuschelkopf Uchimura gönnte Hambüchen das Gold von ganzem Herzen. "Das war die richtige Antwort auf das Team-Finale. Hier war kein Chinese auf dem Podest", kritisierte er indirekt die Bevorzugung des Heim-Teams durch die Referees vor zwei Tagen. Sein fünftes Allround-Gold verdiente sich Uchimura, der Vollprofi vom Konami-Center Tokio, mit beeindruckender Stabilität seiner extrem schwierigen Übungen. "Er ist technisch einfach brutal stark", lobte Hambüchen den Turner des Jahrzehnts. "Aber er ist ein ganz normaler Mensch geblieben. Die Chinesen sind da eher Maschinen", fügte er hinzu.

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