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Bundesliga: Paderborn verhindert Frankfurts Sprung auf Rang drei

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Spielbericht  

Paderborn verhindert Frankfurts Sprung auf Rang drei

19.10.2014, 19:24 Uhr | dpa

Bundesliga: Paderborn verhindert Frankfurts Sprung auf Rang drei. Eintracht-Kapitän Alexander Meier (li.) spitzelt den Ball am Paderborner Christian Strohdiek vorbei. (Quelle: imago/Jan Huebner)

Eintracht-Kapitän Alexander Meier (li.) spitzelt den Ball am Paderborner Christian Strohdiek vorbei. (Quelle: Jan Huebner/imago)

Der SC Paderborn sorgt in der Bundesliga weiter für Furore. Der Aufsteiger aus Ostwestfalen feierte mit dem 3:1 (0:0) gegen Eintracht Frankfurt bereits den dritten Saisonsieg und kletterte auf den siebten Tabellenplatz. Marvin Ducksch (66.), Kapitän Uwe Hünemeier (79.) und Stefan Kutschke (85.) erzielten vor 15 000 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Benteler-Arena die Treffer für die Gastgeber.

Alex Meier (57.) hatte die insgesamt enttäuschende Eintracht in Führung geschossen. Durch die Niederlage verpassten die Hessen den Sprung auf den dritten Platz hinter Tabellenführer Bayern München und Borussia Mönchengladbach.

Gebeutelte Eintracht tut sich schwer

Das Duell zweier personell gebeutelter Teams wurde erst in der zweiten Halbzeit ansehnlich und unterhaltsam. Beide Mannschaften starteten äußerst verhalten ohne echte Torraumszenen in die Partie. Die Gäste aus Frankfurt fanden kaum ein Mittel gegen den gut organisierten Aufsteiger. Im Vergleich zum 3:2-Sieg gegen Köln musste Eintracht-Trainer Thomas Schaaf einmal umbauen: Für Abwehrchef Carlos Zambrano, der sich beim Länderspieleinsatz für Chile vor einer Woche einen Außenbandriss im Knie zugezogen hat, rückte Marco Russ aus dem Mittelfeld in die Innenverteidigung, Lucas Piazon kam neu ins Team.

"Auch wenn ich nicht mehr die Qualität zur Verfügung habe, die ich mir wünsche, weil die Variationsmöglichkeiten verloren gehen: Wir werden das auffangen", hatte Schaaf vor der Partie gesagt. Auf dem Platz aber taten sich seine Profis schwer. Nach einer halben Stunde rief der Frankfurter Coach seinen Kapitän Meier zu sich an die Seitenlinie und erteilte dem Angreifer neue Anweisungen.

Schiedsrichter Aytekin lässt Inuis Handspiel durchgehen

Doch für Meier & Co. gab es in der ersten Halbzeit kein Durchkommen in der Offensive. Takashi Inui probierte es aus 18 Metern, doch der Schuss des Japaners ging weit über das Tor. Inui bemühte sich zusammen mit seinem Nationalmannschaftskollegen Makoto Hasebe um Struktur und Ordnung im Spiel der Hessen. Tatsächlich kontrollierten die Gäste die Partie weitgehend - nachdem Paderborn die bis dato größte Chance vergab. In der elften Minute setzte sich der engagierte Süleyman Koc auf der rechten Seite durch, flankte auf Elias Kachunga, doch die einzige Paderborner Sturmspitze traf den Ball nicht richtig.

Für den zweitgrößten Aufreger der ersten Hälfte sorgte Inui eine Minute vor der Pause. Nach seiner Ballannahme im Strafraum reklamierten einige Fans ein Handspiel, doch Schiedsrichter Deniz Aytekin ließ zum Glück für die Frankfurter weiterlaufen.

Breitenreiters Joker stechen

Nach dem Wechsel erhöhten die Hessen Tempo und Offensivbemühungen. Nach feinem Zuspiel von Inui ließ Meier mit seiner Direktabnahme von der Strafraumgrenze Paderborn-Schlussmann Lukas Kruse keine Chance. Vom Innenpfosten sprang der Ball zur Frankfurter Führung ins Netz.

Paderborns Trainer André Breitenreiter reagierte auf Meiers fünftes Saisontor mit einem Doppelwechsel und brachte Ducksch und Stefan Kutschke. Nur zwei Minuten nach ihrer Einwechslung bediente Kutschke seinen Mitspieler Ducksch und der 20 Jahre alte Angreifer traf zum 1:1. Die Gastgeber drehten danach auf und boten ihren begeisterten Fans ein spätes Offensiv-Spektakel. Hünemeier und Kutschke drehten die Partie noch zum verdienten 3:1-Endstand.

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