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Sportpolitik: DOSB macht sich beim CAS für Athletenrechte stark

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Sportpolitik  

DOSB macht sich beim CAS für Athletenrechte stark

19.10.2014, 18:03 Uhr | dpa

Sportpolitik: DOSB macht sich beim CAS für Athletenrechte stark. Michael Vesper ist der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

Michael Vesper ist der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Foto: Soeren Stache. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Der Deutsche Olympische Sportbund macht sich beim Internationalen Sportgerichtshof CAS dafür stark, die Rechte der Athleten bei CAS-Verfahren zu erweitern.

"Ich habe den CAS im Auftrag des Präsidiums im September angeschrieben und verschiedene Vorschläge zur Modifikation der Verfahrensordnung gemacht. Der CAS hat sich durchaus offen gezeigt für die Vorschläge und wird sie in seinen Gremien diskutieren", teilte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper der Nachrichtenagentur dpa mit.

Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" über ein Schreiben von Vesper an den CAS-Präsidenten John D. Coates verwiesen, in dem fünf "Ideen zur Verbesserung" aufgelistet werden. So plädiert Vesper dafür, dass abgeschlossene Verfahren wieder aufgerollt werden können, wenn sich "neue Aspekte und Befunde" ergeben. Anhörungen sollten öffentlich sein und in der Landessprache des betroffenen Athleten abgehalten werden. Auch regt der DOSB die Einführung eines Fonds "für juristische Hilfe" an, damit auch finanziell klamme Sportler ihre Rechte vor dem Schiedsgericht wahrnehmen können.

Die Vorschläge des DOSB beruhen auf Erkenntnissen, die der Verband aus der "Causa Pechstein" gewonnen hat. Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin aus Berlin war 2009 wegen erhöhter Retikulozytenwerte per indirektem Beweisverfahren für zwei Jahre gesperrt worden. Sollte nun der CAS auf diese Reformvorschläge eingehen, würde Pechstein umgehend die Wiederaufnahme ihres Verfahren anstreben.

Obwohl die 42-Jährige nie des Dopings überführt wurde, hatte der CAS im November 2009 das Urteil im Berufungsverfahren bestätigt. Erst später konnte Pechstein Belege für eine vom Vater geerbte Blutanomalie vorlegen, die für ihre Unschuld sprechen könnten.

"Ich freue mich, dass der DOSB unter der Führung des neuen Präsidenten Alfons Hörmann unsere berechtigten Forderungen sehr ernst nimmt und jetzt auch handelt", reagierte Pechstein am Sonntag. Die Initiative des DOSB sei Beleg dafür, dass sich der jahrelange Kampf und das damit verbundene Aufdecken der Fehler im Sportrechtssystem auszahlten.

2010 hätten 100 Persönlichkeiten aus Politik, Sport, Film und Unterhaltung das Wiederaufnahmeverfahren beim CAS gefordert. "Ende 2013 haben sich dann auch im Zuge meines Schadensersatzprozesses zahlreiche Athleten dafür eingesetzt, das Sportrecht zu reformieren", sagte sie. Erst vor knapp zwei Wochen hatte der DOSB eine unabhängige Expertenkommission berufen, die alle medizinischen Unterlagen in diesem Fall noch einmal prüfen soll.

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