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Bei Caterham hat nun ein Insolvenzverwalter das Sagen

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Hilfe vom "Problem-Löser"  

Bei Caterham hat nun ein Insolvenzverwalter das Sagen

24.10.2014, 20:47 Uhr | dpa

Bei Caterham hat nun ein Insolvenzverwalter das Sagen. Caterham-Pilot Kamui Kubayashi fährt ein Grand-Prix-Rennen im russischen Sotschi. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Caterham-Pilot Kamui Kubayashi fährt ein Grand-Prix-Rennen im russischen Sotschi. (Quelle: Crash Media Group/imago)

Das Schicksal des Formel-1-Rennstalls Caterham liegt nun in den Händen eines Insolvenzverwalters. Das Management des finanziell schwer angeschlagenen Letzten der Konstrukteurswertung wurde nach einer unsäglichen Posse um die Besitzverhältnisse Finbarr O'Connell übertragen. Auf der Internetseite seines Arbeitgebers wird er als "Problem-Löser" gepriesen. Und so einen hat Caterham dringend nötig.

Im vierten Statement binnen 48 Stunden gab die schweizerisch-arabische Investorengruppe Engavest bekannt, das Management abgegeben zu haben. Man sei damit einer Aufforderung des neuen Verwalters der insolventen "Caterham Sports Limited" und den Anwälten von Vorbesitzer Tony Fernandes nachgekommen.

Zuvor war der Zoff mit dem malaysischen Unternehmer eskaliert. Die Investoren warfen Fernandes vor, die Anteile am Team nicht wie vereinbart übertragen zu haben. Der Vorbesitzer konterte: Engavest sei den Zahlungen nicht nachgekommen, wie im Vertrag von Ende Juni festgehalten.

Starts in Austin und Interlagos fraglich

Ob mit dem Rückzug der Investoren, die das schon damals finanziell schwer angeschlagene Team mitten in der Saison übernommen hatten, nun der Weg frei ist für eine Fortsetzung der Saison von Caterham, ist weiterhin mehr als fraglich. Zumindest bei den kommenden Rennen in Austin und Interlagos wird das Team wohl fehlen. O'Connell wolle sich vorerst ganz auf die Suche eines neuen finanzstarken Investors konzentrieren, berichtete das Magazin "autosport". Demnach habe Formel-1-Chef Bernie Ecclestone bereits einer möglichen Auszeit zugestimmt.

Auch Probleme in sportlicher Hinsicht

Neben den finanziellen Problemen ist auch unklar, wer den Rennstall sportlich führt. Teamchef Manfredi Ravetto war inmitten der Schuldzuweisungen zurückgetreten. Zudem wurden die Tore zum Werk jüngst verschlossen, weil Zulieferer "Caterham Sports Limited" Insolvenz angemeldet hatte.

"Von der Hand in den Mund"

Die seit Monaten schwelende Gefahr, dass ein Rennstall wegen finanzieller Schwierigkeiten ausgebremst wird, scheint sich insgesamt zuzuspitzen. Einem Bericht des Fachmagazins "auto, motor und sport" zufolge ist auch der Auftritt von Marussia beim kommenden Rennen in Austin gefährdet. Der Rennstall lebe seit dem Großen Preis von Belgien Ende August "von der Hand in den Mund", schrieb das Magazin auf seiner Homepage. Marussia belegt mit zwei Punkten den neunten Rang in der Konstrukteurswertung vor dem Schweizer Privatrennstall Sauber und Caterham.

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