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Gladbach bietet Paroli: Endlich ein Gegner für den FC Bayern

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Gladbach bietet Paroli  

Endlich ein Gegner für den FC Bayern

27.10.2014, 10:54 Uhr | sid, t-online.de

Gladbach bietet Paroli: Endlich ein Gegner für den FC Bayern. André Hahn (li.) bietet Bayern-Verteidiger Rafinha die Stirn. (Quelle: dpa)

André Hahn (li.) bietet Bayern-Verteidiger Rafinha die Stirn. (Quelle: dpa)

Lucien Favre atmete erst einmal tief durch und klatschte seine erschöpften Spieler nach dem Kraftakt ohne Krönung ab. Unterdessen feierten die Zuschauer ihre Fohlenelf frenetisch. Beim 0:0 im Bundesliga-Spitzenspiel hatte der Zweite Borussia Mönchengladbach den Tabellenführer Bayern München am Rande der ersten Saison-Niederlage.

Was manch neutraler Beobachter vor der Partie gehofft hatte, zeigte sich in dem rassigen Duell: Die Münchner werden wohl nicht ganz konkurrenzlos zur nächsten Meisterschaft marschieren. Mit der Borussia vom Niederrhein sitzt dem FCB zumindest ein Gegner im Nacken, der in der Lage ist, dem Team von Trainer Pep Guardiola spielerisch und taktisch Paroli zu bieten.

Neuer rettet das Remis

"Hätte Bayern Manuel Neuer nicht im Tor gehabt, hätten sie ein oder zwei schlucken müssen. Wir haben es einer richtig starken Mannschaft sehr schwer gemacht", sagte Gladbachs Weltmeister Christoph Kramer bei Sky. Der starke Nationaltorhüter Neuer hatte einige Male in höchster Not gerettet und ist nun seit 658 Minuten in der Bundesliga ohne Gegentor.

"Immer sehr gefährlich" 
Favre analysiert das Remis gegen den FC Bayern

Gladbach-Coach Lucien Favre zieht nach dem hochklassigen Topspiel ein Fazit. Video

So ganz unzufrieden zeigte sich auch Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nicht: "Dieses sehr intensive Spiel hat keinen Verlierer verdient gehabt." Borussia-Trainer Lucien Favre wollte dem nicht widersprechen: "Wir haben intelligent verteidigt, Bayern hat immer viel Druck gemacht - ich bin zufrieden."

Auch der FC Bayern ist verwundbar

In den Spielen der vergangenen Wochen waren die Münchner regelrecht über den jeweiligen Kontrahenten hinweggefegt - 7:1, 6:0, 4:0, 2:0, 4:0 - so lauteten die jüngsten Ergebnisse, wenn die Guardiola-Truppe auf dem Platz stand. Dabei waren die Siege allesamt auch in der Höhe angemessen.

In der ersten Halbzeit zeigte sich der FC Bayern ähnlich dominant, freilich ohne einen Treffer mit Konsequenz erzwingen zu wollen. Nach der Pause zeigten die Fohlen jedoch, dass der Rekordmeister nicht unverwundbar ist. Mit schnellem, direktem brachte Gladbach die Bayern ins Wanken. "Es war ein mitreißendes Spiel. In der zweiten Halbzeit haben wir die größeren Chancen gehabt und ein super Spiel gemacht. Der Punkt ist redlich verdient", analysierte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl.

Der Schlüssel für die starke Leistung der Gladbacher lag in der Defensive - die Innenverteidiger Martin Stranzl und Alvaro Dominguez gewannen 75 Prozent ihrer Zweikämpfe, ein bärenstarker Wert. "Ich glaube nicht, dass Gladbach noch viele Plätze verlieren wird. Sie haben einen sehr guten Mix und einen sehr guten Trainer, der der Mannschaft zeigt, wie man verteidigen muss. Nach vorne haben sie gefährliche Spieler. Es ist eine starke Mannschaft", lobte Philipp Lahm.

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Blaupause zum Erfolg für den Rest der Liga?

Ob Mönchengladbach damit eine Blaupause für den Rest der Liga geliefert hat, bleibt abzuwarten. Nach Spielen gegen Vizemeister Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt trifft der FC Bayern auf 1899 Hoffenheim. Der Tabellenvierte ist aktuell noch ungeschlagen und zeichnet sich in dieser Saison durch eine äußerst stabile Defensive und schnelles Umschaltspiel aus - nicht ganz unähnlich der Spielanlage von Borussia Mönchengladbach.

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