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Formel 1: Mercedes und Co. sollen Pleite-Teams Autos leihen

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Drittes Auto vom Konkurrenten  

Mercedes und Co. sollen Pleite-Teams retten

27.10.2014, 15:00 Uhr | t-online.de, dpa

Formel 1: Mercedes und Co. sollen Pleite-Teams Autos leihen. Lösung der Finanzprobleme? Die Top-Teams - hier Nico Rosberg im Mercedes - sollen den kriselnden Teams ein Auto zur Verfügung stellen. (Quelle: imago/HochZwei)

Lösung der Finanzprobleme? Die Top-Teams - hier Nico Rosberg im Mercedes - sollen den kriselnden Teams ein Auto zur Verfügung stellen. (Quelle: HochZwei/imago)

Die Nachricht, dass die finanziell stark angeschlagenen Teams Caterham und Marussia beim kommenden Rennen in Austin nicht am Start stehen, schlägt hohe Wellen in der Formel 1. Nach Informationen von "motorsport-total.com" hat Chefpromotor Bernie Ecclestone schon einen Plan im Kopf, wie klamme Rennställe zukünftig vor dem Ruin bewahrt werden können.

Demnach haben offenbar alle Teams der Königsklasse einen Vertrag unterschrieben, wonach beispielsweise Mercedes, Red Bull und Co. den kleinen Teams im Ernstfall ein Auto zur Verfügung stellen müssen. Die kontroverse Regel - sie kommt zum Einsatz, wenn das Starterfeld unter 20 Autos fällt - ist bemerkenswert, weil man bislang davon ausging, dass die Top-Teams ein drittes Auto ausschließlich selbst nutzen können.

Klamme Teams könnten viel Geld sparen

Ecclestone erklärte auch, wie eine "Vermietung" eines Boliden an einen anderen Rennstall aussehen könnte: "Wenn also beispielsweise Sauber verschwinden würde, dann könnte ein Team einen Deal mit Sauber machen. Ferrari könnte sagen: 'Wir werden euch ein Auto und alles, was dazugehört, geben, aber wir wollen, dass ihr diesen Sponsor draufklebt. Ihr habt eure eigenen Sponsoren, aber wir wollen, dass ihr auch diesen einbringt und wir wollen, dass ihr diesen Fahrer nehmt.' Das Team würde nicht untergehen müssen, oder?"

UMFRAGE
Caterham und Marussia sind pleite: Wird die Formel 1 noch weitere Teams verlieren?

Womit Ecclestone recht haben könnte. Denn wenn ein Team von einem Konkurrenten einen Wagen bekommt, würde es Geld für Forschung, Entwicklung und die Produktion der Motoren - bekanntlich die größten Kostenpunkte in der Formel 1 - einsparen. Der betroffene Rennstall müsste lediglich für die Kosten der Mitarbeiter und Fahrer aufkommen.

2012 hatte Marussia laut "motorsport-total.com" 51,5 Millionen Dollar für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das alleine waren 42 Prozent der Gesamtausgaben von 122,5 Millionen Dollar.

Auch Marussia eröffnet Insolvenzverfahren

Allerdings muss derzeit noch kein drittes Auto eingeführt werden, weil die Teams laut Ecclestone zwei Rennen verpassen dürfen. Zudem kommt die Dritte-Auto-Option für die jetzt betroffenen Rennställe wohl schon zu spät. Nachdem Caterham bereits zahlungsunfähig ist, hat Marussia nun ein Insolvenzverfahren eröffnet. Der Teamführung sei es nicht gelungen, frisches Geld aufzutreiben, um die Zukunft des Rennstalls auf lange Sicht zu sichern, hieß es in einer Mitteilung.

Zuvor hatte der englische "Telegraph" noch von einer kräftigen Finanzspritze für Marussia berichtet. Demnach wollte ein indisch-britisches Unternehmen aus der Stahlindustrie rund 70 Millionen Euro in den Rennstall investieren und sich somit die Mehrheit sichern.

"Die Formel 1 liegt auf der Intensivstation"

Der Pleite-Geier schwebt schon seit längerem über den kleinen Teams in der Formel 1. Auf eine Ausgabengrenze konnten sich die Rennställe zusammen bislang nicht einigen. "Die Formel 1 liegt auf der Intensivstation. Ich habe Angst, dass wir Teams verlieren", hatte der Präsident des Internationalen Automobil-Verbandes FIA, Jean Todt, schon im März gemahnt. Vergeblich. Statt einer Ausgabenbremse kostete die größte technische Reform mit der Rückkehr des Turbo-Antriebs und hochkomplexer Hybridtechnik noch einmal viel Geld.

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