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Spielbericht  

Spitzenreiter FC Bayern zwingt Borussia Dortmund nieder

01.11.2014, 20:33 Uhr | t-online.de

Spitzenreiter FC Bayern zwingt Borussia Dortmund nieder. Dortmunds Kagawa (re.) wird beim Torschuss von Bayerns Alaba bedrängt. (Quelle: dpa)

Dortmunds Kagawa (re.) wird beim Torschuss von Bayerns Alaba bedrängt. (Quelle: dpa)

Der FC Bayern hat sich bei seinem Alleingang durch die Bundesliga auch von Borussia Dortmund nicht stoppen lassen. Robert Lewandowski (72. Minute) und Arjen Robben (86./Foulelfmeter) wendeten beim 2:1 (0:1) gegen den nur eine Halbzeit ebenbürtigen BVB die Partie zu einem verdienten Sieg des Rekordmeisters. Marco Reus (31.) hatte die Borussia in Führung gebracht.

Die Bayern führen die Eliteklasse nach zehn Spieltagen weiter unangefochten an, die Dortmunder stecken auf dem drittletzten Tabellenrang fest. Im Duell der deutschen Branchengrößen sorgten die Münchner nach vier Bundesliga-Heimspielen gegen den BVB wieder für einen Sieg. Für die Dortmunder war es die fünfte Niederlage in der Bundesliga nacheinander.

Viele Chancen auf beiden Seiten

Der in über 200 Ländern übertragenen Liga-Klassiker entwickelte sich von Anpfiff weg zu einer höchst attraktiven Partie. Die 71.000 Zuschauer in der wie gewohnt ausverkauften Arena, darunter auch Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff, konnten gute Torchancen und feine Spielzüge en masse bestaunen.

Von einem markanten Qualitätsunterschied angesichts von bislang 14 Punkten Abstand in der Tabelle war in der ersten Halbzeit nichts zu sehen. Nach der Pause war der FCB allerdings klar überlegen. Dortmund versuchte, sich zum Auswärtspunkt zu zittern, und durfte sich lange bei Torwart Roman Weidenfeller bedanken, die Partie offen zu gestalten.

Mkhitaryan trifft nur den Pfosten

Die Münchner versuchten über die bekannten sicheren Ballstafetten in aussichtsreiche Schussposition zu kommen. Der BVB, der sein strahlendes Champions-League-Gesicht zeigte und nicht so enttäuschend wie bei den jüngsten vier Liga-Niederlagen auftrat, strebte mit schnellen Pässen dem Tor von Manuel Neuer entgegen.

Acht Weltmeister standen in den Startformationen - und der WM-Kapitän war an der ersten großen Möglichkeit der Münchener beteiligt. Philipp Lahm legte nach Zuspiel von Arjen Robben mit der Hacke zurück auf den Niederländer. Robbens Schuss lenkte Weidenfeller an die Latte und zur Ecke. Fast im Gegenzug touchierte ein Distanzschuss von Henrikh Mkhitaryan den Außenpfosten.

Hummels muss in der Kabine bleiben

Beide Teams zeigten sich offensivfreudig, doch weder Thomas Müller (13./16.) noch Robben (23.) konnten die in zuletzt 13 Liga-Spielen unbezwungenen Münchner nach vorne bringen. Im Bayern-Tor rettete Neuer zunächst stark gegen Pierre-Emerick Aubameyang (30.), eine Minute später war der Welttorhüter aber dann auch machtlos. Shinji Kagawa setzte den pfeilschnellen Aubameyang auf dem rechten Flügel perfekt in Szene, der schaute und flankte mustergültig auf Reus. Der Nationalspieler, über dessen Wechsel am Saisonende zu den Münchnern öffentlich munter spekuliert wird, sorgte mit seinem Kopfball für das erste Neuer-Gegentor nach 688 Liga-Minuten.

Noch vor der Pause setzten die Münchner Fans bei Chancen von Müller (35./38.), Juan Bernat (35.) und Robben (39.) schon zum Torjubel an, aber wieder war Weidenfeller und die Defensive nicht zu überwinden. Die Münchner kamen dann mit viel Elan aus der Kabine. Dagegen musste Dortmund den Ausfall von Kapitän und Abwehrchef Mats Hummels wegstecken, für ihn kam Neven Subotic.

Subotic kann Ribéry nur mit unfairen Mitteln stoppen

Der FC Bayern drängte mehr und mehr, erspielte sich zwischenzeitig ein Eckball-Verhältnis von 8:0, aber fand immer wieder in Weidenfeller seinen Meister. Herausragend rettete der WM-Reservist gegen Robert Lewandowski (51.). Trainer Pep Guardiola trieb seine Elf gestenreich nach vorne, half sogar als Balljunge aus.

Entlastungsangriffe der Dortmunder wurden zur Seltenheit, Bayern blieb brandgefährlich. Nur knapp verfehlte Medhi Benatia (64.) den längst verdienten Ausgleich. Für den sorgte dann Lewandowski mit seinem unhaltbaren Distanzschuss. Als Ribéry dann von Subotic gefoult wurde, ließ sich Robben die Chance nicht nehmen.

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