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Haas Racing: Warum die F1-Pleiten das neue US-Team kalt lassen

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Haas Racing  

Warum die F1-Pleiten das neue US-Team kalt lassen

31.10.2014, 12:21 Uhr | t-online.de, bis

Haas Racing: Warum die F1-Pleiten das neue US-Team kalt lassen. Gene Haas geht 2016 mit seinem Team in der Formel 1 an den Start. (Quelle: dpa)

Gene Haas geht 2016 mit seinem Team in der Formel 1 an den Start. (Quelle: dpa)

Gene Haas genießt die Aufmerksamkeit, die ihm in diesen Tagen entgegenkommt. Dabei geht das Team des 61-Jährigen erst in der übernächsten Saison in der Formel 1 an den Start. Doch schon jetzt ist er nicht nur in der Boxengasse beim Großen Preis der USA in Austin ein gefragter Mann.

"Es ist schon Wahnsinn, wie viele Leute auf mich zukamen und sagten: 'Es ist großartig, dass sie sich jetzt in der Formel 1 engagieren'", erinnert er sich gegenüber "USA Today" an eine Handelsmesse in Chicago. Aussagen wie diese bestätigen den Unternehmer Haas in seinen Plänen für den Einstieg in die Königsklasse des Motorsports.

Besitzer eines Weltunternehmens

Der Unternehmer aus Kalifornien ist alleiniger Aktionär von Haas Automation. Das Unternehmen ist nach eigener Angabe der größte Hersteller von Werkzeugmaschinen in der westlichen Welt. Das Unternehmen fertigt vertikale CNC-Bearbeitungszentren, horizontale Bearbeitungszentren, CNC-Drehmaschinen sowie Drehtische und Indexiertische. Darüber hinaus baut Haas eine Vielzahl von Spezialmaschinen.

Sein Engagement in der Formel 1 soll ihm nun helfen, noch mehr seiner Produkte zu verkaufen. "Wenn ich es schaffe, eine Milliarde mehr Umsatz zu machen, bezahle ich auch was immer nötig ist, um in der Formel 1 mitzufahren." Dietrich Mateschitz und Red Bull lassen grüßen. "Alleine die Verbindung mit der Formel 1 befördert eine Marke vom Status eines Nobody in die Stratosphäre", sagt Haas.

Erfolge in der NASCAR-Serie

Die Diskussion um die finanziellen Probleme einiger kleiner Rennställe lässt Haas kalt – und auch das Gerücht, dass F1-Boss Bernie Ecclestone am liebsten acht Teams und jeweils drei Autos an den Start bringen würde. „Ich glaube Bernies Ziel ist es, Teams zu haben, die gut strukturiert, finanziell gut aufgestellt und auf einem Level mitfahren können, die eine Weltmeisterschaft braucht.“

Zudem ist Haas im Motorsport kein Unbekannter. In der beliebtesten US-Rennserie NASCAR feierte sein Fahrer und Partner Tony Stewart im Jahr 2011 in der Sprint Car Series den Titel. Dennoch ist sich der US-Amerikaner bewusst, dass er in der Formel 1 nicht auf Anhieb vorne mitfahren wird. "Ich habe nicht die Erwartung, dass wir da rausgehen und die Meisterschaft holen. Wenn wir nur ein Rennen in den ersten fünf Jahren gewinnen sollten, wäre das schon ein großer Erfolg."

Nicht nur Motoren von Ferrari

Dank seines finanziellen Hintergrundes kann es sich Haas auch leisten, erst 2016 in die Formel 1 einzusteigen und bis dahin die Zeit für die Entwicklung des Boliden zu nutzen. Caterham und Marussia, die kleinen Teams, die jetzt insolvent sind, sind seiner Meinung nach zu früh an den Start gegangen. "Ich denke, das ist ihr größtes Problem gewesen." Dass Haas wegen seines NASCAR-Teams einen eigenen Windkanal besitzt, dürfte ein weiterer Vorteil sein.

Auch die Fabrik in North Carolina ist bereits fertig. Bis Ende November 2015 soll dann auch das Chassis fertig sein. Der Motor für 2016 wird dann von Ferrari kommen. Aber die Italiener liefern nicht nur den Antrieb, sie beteiligen sich auch aktiv an der Entwicklung der anderen Komponenten. "Es ist eine Ehre, mit Ferrari an der Seite unseren Weg zu bestreiten. Wir nehmen gerne jede Hilfe an. Es gibt nichts Besseres als Ferrari." Eine solche Hilfe bekommt nicht jeder Neuling.

Den Skeptikern nicht böse

Finanziell dürfte das neue Team erst einmal eine Mittelposition einnehmen. Nach Haas' Worten pendeln die Etats der Teams zwischen 50 und 500 Millionen Dollar. "Wir werden irgendwo dazwischen liegen."

Das sollte erst einmal reichen, um endlich wieder ein in den USA beheimatetes Team in der Formel 1 an den Start zu bringen. "Viele Leute vor uns sind gescheitert", weiß Haas. So brachte US F1 in der Saison 2010 seine Autos nicht einmal für ein Rennen an den Start. Skeptikern seines Projekts ist er deshalb nicht böse. "Es liegt halt in der Natur der Sache zu zweifeln", sagt Haas. Doch er warnt davor abschließend zu urteilen, "bevor man Sachen nicht mit eigenen Augen gesehen hat".

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