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FC Bayern brutal stark gegen BVB: Eine Machtdemonstration

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BVB nur zeitweise auf Augenhöhe  

Machtdemonstration eines brutal starken FC Bayern

02.11.2014, 13:56 Uhr | t-online.de

FC Bayern brutal stark gegen BVB: Eine Machtdemonstration. Jubel und geballte Faust: Der FC Bayern zeigte Borussia Dortmund im Giganten-Duell die Grenzen auf. (Quelle: imago/Jan Hübner)

Jubel und geballte Faust: Der FC Bayern zeigte Borussia Dortmund im Giganten-Duell die Grenzen auf. (Quelle: Jan Hübner/imago)

Aus München berichtet Maximilian Miguletz

"Echte Spitze": So titelte das Stadionheft in der Münchner Allianz Arena vor der Top-Begegnung des 10. Bundesliga-Spieltags. Ein frotzelnder Seitenhieb auf das Vereinsmotto "Echte Liebe" von Borussia Dortmund und die derzeitige Krise des großen Rivalen. Das hochklassige 2:1 (0:1) des FC Bayern unterstrich aber eine tiefer liegende Wahrheit dieses Slogans: Der im Tabellenkeller feststeckende BVB kann zwar nach wie vor auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter agieren – jedoch nur zeitweise. Der Rekordmeister ist unangefochten das Nonplusultra in Fußball-Deutschland.

Dabei trugen die taktisch clever, defensiv stabil, und damit deutlich verbessert auftretenden Schwarz-Gelben einen gehörigen Teil dazu bei, dass die Partie zu einem fußballerischen Feuerwerk avancierte, wie es 14 Punkte Abstand zwischen beiden Teams nicht erhoffen ließen. Gebe es den Begriff Topspiel nicht, man hätte ihn an diesem Abend erfinden müssen.

Doch die bravouröse Gegenwehr mit gefährlichen Kontern hielt nur bis zum Seitenwechsel. "Eigentlich wollten wir weiterspielen wie in der ersten Halbzeit, das hat aber nicht geklappt", gab Sebastian Kehl zu. Als Grund hierfür ließ er die eigene Krisensituation ebenso wenig gelten wie personelle Umstellungen nach der Pause. Auf die anschließende Nachfrage, ob also die brutale Stärke der Bayern ausschlaggebend war, antwortete der Routinier: "Ja, natürlich."

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Robben: "Teilweise richtig guter Fußball"

Die Hausherren bestimmten vor 71.000 elektrisierten Zuschauern dagegen über weite Strecken das Spiel, kombinierten sich immer wieder passsicher und temporeich in den Strafraum der Gäste und erspielten sich so eine Vielzahl brandgefährlicher Torszenen. Der entscheidende Punch ließ allerdings bis zur 85. Minute auf sich warten und blieb - wie sollte es im "deutschen Clasico" anders sein - einmal mehr Arjen Robben vorbehalten. Der Niederländer, der nach Muskelproblemen ebenso in die Startelf zurückkehrte wie die beim Pokalspiel in Hamburg geschonten Mario Götze und Medhi Benatia, erzielte sein siebtes Tor aus den letzten sieben Partien gegen Dortmund.

Seinen späten Siegtreffer per Foulelfmeter vor der schier explodierenden Südkurve feierte Robben ganz gelassen, fast schon sachlich. "Es war ein schönes Gefühl", beschrieb er die Szene danach immerhin und ließ sich gar zu einem Ausbruch der Zufriedenheit hinreißen. "Teilweise spielen wir richtig gut Fußball, das darf man auch ruhig sagen", schwärmte er. Doch Robben fing sich sogleich wieder und fügte mahnend an: "Aber es geht nicht von allein. In der ersten Halbzeit hat uns die Intensität gefehlt."

Klopps Kniff mit Kagawa

Tatsächlich konnte das Team von Jürgen Klopp mehr gewonnene Zweikämpfe verbuchen und das Aufbauspiel der Bayern erfolgreich stören. Der BVB-Coach schickte eine hoch pressende Dreierkette auf die Jagd nach den Münchner Aufbauspielern. Eine Schlüsselrolle nahm dabei Shinji Kagawa ein. Der kreative Offensive folgte Xabi Alonso auf Schritt und Tritt und engte so den Wirkungskreis des überragenden FCB-Akteurs der letzten Wochen deutlich ein. Alonso kam in Hälfte eins auf schockierend geringe 45 Ballkontakte.

Gleichzeitig schaltete die pfeilschnelle BVB-Offensive nach Ballgewinn in bester Power-Fußball-Manier sofort in den Angriffsmodus und setzte so immer wieder gefährliche Nadelstiche. Und als Marco Reus nach einer guten halben Stunde bei einem dieser Konter Jerome Boateng und Benatia entwischte und per Kopf zur Führung abschloss, schien den Bayern ein nachträglicher Halloween-Grusel bevorzustehen.

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Joker Ribéry macht den finalen Unterschied

Ausgerechnet Reus, um den sich der anhaltende Streit zwischen FCB und BVB dreht, den die Bayern angeblich verpflichten möchten, den Fans in der Südkurve gar mit dem Banner "Willkommen in deinem neuen Zuhause" begrüßten. Doch mit der gleichen Prise "ausgerechnet" kam der Gastgeber zum Ausgleich. Der ehemalige Dortmunder Robert Lewandowski erlöste sich und sein zuvor glückloses Mühen mit dem Treffer zum 1:1 und zeigte sich anschließend emotional: "Für mich war das ein wichtiger Tag." 

Die indirekte Vorarbeit leistete Franck Ribéry, der nach 70 Minuten für den einzigen blassen FCB-Profi Mario Götze, den anderen Ex-Borussen an der Säbener Straße, ins Spiel kam und mit seinen Tempovorstößen die Wende brachte. "Franck hat uns nach seiner Einwechslung sehr geholfen", lobte Trainer Pep Guardiola seinen Edeljoker. Der 31-Jährige sollte Neven Subotic, der erst zur Pause für den verletzten Mats Hummels kam, vor Probleme stellen. Das tat der Flügelflitzer auch mehrfach, so auch vor dem Ausgleich und vor allem dem entscheidenden Elfmeter, als der serbische Innenverteidiger den Franzosen nur durch regelwidriges Halten im Strafraum stoppen konnte.

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Nur "gefühltes Spitzenspiel"

Das dramatische und hochspannende Finale der Partie wäre aber nicht nötig gewesen, hätte sich der Doublesieger effizienter präsentiert. Zehn Torschüssen der Dortmunder standen letztlich 25 Versuche der Bayern gegenüber. Allein Robben probierte siebenmal sein Glück und scheiterte oft nur knapp am wieder erstarkten Roman Weidenfeller, der nach groben Patzern zuletzt dieses Mal sein Team im Spiel hielt.

Doch auch ohne einen Kantersieg bleibt Bayern ungeschlagen an der Tabellenspitze. Dortmund dagegen belegt nun mit bereits 17 Zählern Rückstand auf den Rivalen den Relegationsplatz. "Mitleid muss man nicht haben, das will Dortmund auch nicht. Das bleibt eine super Mannschaft", versicherte Robben zwar, der wie alle Münchner Profis nicht müde wurde, die grundsätzliche Klasse des BVB zu betonen. Zurecht, wie die erste Halbzeit der Partie zeigte. Die zweite Hälfte verdeutlichte aber den aktuellen Unterschied. Denn FCB gegen BVB ist momentan eben nur ein "gefühltes Spitzenspiel", wie Keeper Manuel Neuer via Facebook resümierte. "Echte Spitze", das sind derzeit nur die Bayern.

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