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Formel 1: Kleine Teams drohen mit Brasilien-Boykott

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Nur zwölf Autos am Start?  

Kleine Teams drohen mit Brasilien-Boykott

03.11.2014, 10:41 Uhr | t-online.de

Formel 1: Kleine Teams drohen mit Brasilien-Boykott. Bleibt Nico Hülkenbergs Force India in Brasilien in der Box? (Quelle: imago/GEPA pictures)

Bleibt Nico Hülkenbergs Force India in Brasilien in der Box? (Quelle: GEPA pictures/imago)

Die Streit um die Verteilung der Gelder in der Formel 1 droht immer mehr zu eskalieren. Schon in Austin brodelte die Gerüchteküche: Angeblich drohten Sauber, Lotus und Force India nach dem insolvenzbedingten Rückzug von Caterham und Marussia mit einem Boykott des Großen Preises der USA. Nur dank der Zusage zu einem Krisengipfel in dieser Woche sollen die Teams einen Rückzieher gemacht haben. Sollte da aber keine Einigung erzielt werden, könnten in Brasilien nur noch zwölf Autos an den Start gehen.

Dieses Szenario ist durchaus realistisch. Denn eine schnelle Einigung scheint eher unwahrscheinlich. Die Fronten zwischen den reichen Teams und den ärmeren sind verhärtet. So stieß der Vorschlag von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone nach einem Solidarbeitrag auf Kritik.

Denn auch mit einer Umverteilung wäre das Problem nach Meinung von Red-Bull-Teamchef Christian Horner nicht gelöst. "Ich bin nicht davon überzeugt, dass Caterham und Marussia selbst mit dem doppelten Betrag ihre Probleme hätten lösen können. Ihre Schwierigkeiten sind fundamentaler und betreffen die Kostenfaktoren eher als die Einnahmen“, sagte er dem Motorsportmagazin "Autosport". Ähnlich sieht das Mercedes-Sportchef Toto Wolff: "Man ist nicht dazu verpflichtet, mehr auszugeben als man hat."

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Was halten Sie von einem möglichen Boykott kleiner F1-Teams beim Rennen in Brasilien?

Ungleiche Verteilung der Gelder

Diese Worte stoßen bei den kleineren Teams sauer auf. "Es hat mich sehr getroffen, als ich die Haltung der großen Teams sah, die von Mercedes zum Ausdruck gebracht wurde. Nämlich, dass man so viel Geld ausgeben werde, wie man wolle und wenn andere Teams es sich nicht leisten können, in der Formel 1 zu sein, dann sollten diese auch einfach aussteigen", sagte Force India-Teamchef und Mitbesitzer Vijay Mallya der BBC.

Die ungleiche Behandlung der Teams durch Ecclestone ist in den Verträgen der einzelnen Teams mit Vermarkter Ecclestone festgeschrieben. Allein aus dem Einnahmetopf kassieren Teams wie Ferrari, Red Bull oder McLaren jeweils angeblich 160 Millionen Euro, Marussia bekommt nur zehn Millionen. "Wir geben ihnen mehr, weil es ihnen auch zusteht", begründet Ecclestone dieses Prozedere.

Muss Ecclestone zubuttern?

Am liebsten wäre es wohl allen Beteiligten, wenn sich die Sache so einfach lösen lassen würde, wie es Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci vorschwebt. "Die Frage ist nicht, wie man den Kuchen anders verteilen kann, sondern wie man den Kuchen größer machen kann", sagte der Italiener. Doch das ist leichter gesagt als getan.

Natürlich könnten auch die Anteilseigner um Ecclestone auf einen Teil ihrer Ausschüttung verzichten. "Es gibt noch gesunde Gewinnspannen in der Formel 1", sagt Horner. Doch in den vergangenen Jahrzehnten war Ecclestone nicht dafür bekannt, dass er auf den maximal höchstmöglichen Profit verzichtet. Doch angesichts der derzeitigen Situation ist auch der 84-Jährige ratlos: "Ich weiß, was schief läuft, ich weiß aber nicht, wie ich es lösen soll."

Und wenn schon der F1-Boss, der sonst immer eine Lösung gefunden hat, dies öffentlich einräumt, steht zu befürchten, dass es bei den Gesprächen in dieser Woche keine Einigung gibt – und Sauber, Lotus und Force India in Brasilien nicht an den Start gehen.

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