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Sauber tauscht 2015 Adrian Sutil mit Felipe Nasr aus

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Kein Zukunft in der Formel1?  

Sutil verliert Sauber-Cockpit 2015 an Brasilianer Nasr

06.11.2014, 18:09 Uhr | t-online.de, dpa

Sauber tauscht 2015 Adrian Sutil mit Felipe Nasr aus. Die Tage von Formel-1-Pilot Adrian Sutil beim Rennstall Sauber sind gezählt. (Quelle: dpa)

Die Tage von Formel-1-Pilot Adrian Sutil beim Rennstall Sauber sind gezählt. (Quelle: dpa)

Adrian Sutil will seinen Cockpit-Verlust bei Sauber nicht einfach hinnehmen, auch wenn er faktisch machtlos sein dürfte. "Ich muss einige Gespräche führen und Sachen klären", versicherte der Formel-1-Pilot kämpferisch. Aber er wirkte dabei sichtlich niedergeschlagen und angespannt. Nur zehn Stunden vorher hatte das Schweizer Team in Sao Paulo die Verpflichtung des brasilianischen Nachwuchsfahrers Felipe Nasr für 2015 bekanntgegeben. Sutils Hoffnung auf eine weitere Zusammenarbeit war damit jäh geplatzt. Die Formel-1-Karriere Sutils könnte damit zu Ende gehen.

Sutils Vertrag gilt wohl auch für 2015. Durch die Verpflichtung von Bezahlfahrern könnte Sauber wohl die vorzeitige Auflösung finanzieren. "Das Sauber F1 Team freut sich, Felipe Nasr als Fahrer für die Saison 2015 und Banco do Brasil als seinen Partner bekanntzugeben", hatte der Rennstall 27 Minuten nach Mitternacht mitgeteilt, ohne ein Wort zu Sutil zu verlieren. "Mit Felipe Nasr und Marcus Ericsson ist die Fahrerpaarung für 2015 komplett."

 

Kaltenborn: "Wenn es Probleme geben sollte, lösen wir das intern"

Sutil räumte bei der offiziellen Pressekonferenz des Internationalen Automobilverbandes FIA im Autodromo Jose Carlos Pace mit fahlem Gesicht ein: "Ich weiß nicht, ob es für mich in der Formel 1 eine Zukunft gibt. Ich muss sehen, was möglich ist." Er müsse über vieles nachdenken. Sutil versicherte, er sei nicht frustriert: "So läuft das halt in der Formel 1." 

Möglicherweise hat Sutil eine Chance bei dem 2015 in die Königsklasse einsteigenden amerikanischen Team Haas F1. "Wir wollen einen erfahrenen Fahrer. Keinen Paydriver, der ein Rockstar ist", sagte Günther Steiner in einem Interview mit der "Speedweek" und ließ zumindest einmal den Namen des Deutschen fallen. "Ich habe keine Namen. Alles hilft uns: Sauber wechselt zu einem neuen Aufgebot, dadurch sind Fahrer wie vielleicht Adrian Sutil auf dem Markt, genauso wie die Ex-Caterham oder Marussia-Fahrer."

Monisha Kaltenborn reagierte auf eventuelle Forderungen Sutils gelassen: "Wir haben unsere beiden Fahrer bekanntgegeben. Wenn es Probleme geben sollte, lösen wir das intern." Die Teamchefin betonte in einer Presserunde: "Für mich ist das eine klare Situation."

Sutil hat keinen zahlungskräftigen Sponsor

Außer Sutil verliert auch Esteban Gutierrez sein Cockpit. Sauber hatte bereits vor ein paar Tagen den Schweden Ericsson vom insolventen Caterham-Team für die kommende Saison verpflichtet. Der Deutsche und der Mexikaner treten beim Großen Preis von Brasilien (Sonntag, ab 16.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) mit der Gewissheit an, dass dies ihr vorletzter Einsatz für die Schweizer ist.  

Sutil war bis vor kurzem noch von einer weiteren Zusammenarbeit mit Sauber ausgegangen. Auch wenn der 31 Jähriger beim Großen Preis der USA in der vergangenen Woche in Austin Zweifel an seiner Zukunft geäußert hatte: "Es wird schwer." Gegen Sutil und Gutierrez sprach auch, dass sie in den bislang 17 Saisonläufen noch keinen Punkt geholt haben. Sutil hat zudem keinen zahlungskräftigen Sponsor.

Für Nasr geht "ein Traum in Erfüllung"

Da Sauber große Finanzprobleme hat, war klar, dass das Team Fahrer mit viel Mitgift benötigt, um seine Existenz nicht zu gefährden. Monisha Kaltenborn räumte das erneut offen ein: "Als Privatteam müssen wir den finanziellen Aspekt berücksichtigen. Sonst wird das Überleben schwer." Ericsson bringt angeblich Sponsorengelder in Höhe von 20 Millionen Euro mit. Nasr wird seit Jahren von der Banco do Brasil unterstützt. Mit etwa 430 Milliarden Euro ist sie laut Pressemitteilung bei der Bilanzsumme das größte Finanzinstitut Lateinamerikas.

"Wir verfolgen Felipes Laufbahn schon seit einiger Zeit und sind davon überzeugt, dass er nach einer außerordentlich erfolgreichen Karriere in Nachwuchs-Rennserien einen Platz in der Formel 1 verdient hat", sagte Teamchefin Monisha Kaltenborn. Nasr, der in dieser Saison neben seinem Engagement in der GP2-Klasse Test- und Ersatzpilot bei Williams ist, bezeichnete den Aufstieg zum Stammfahrer in der Formel 1 als einen "wichtigen Schritt in meiner Karriere". Es sei "ein unvergesslicher Moment" und "mit dem heutigen Tag ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen", schwärmte er. 

Nasr holte 2009 den Titel in der Formel BMW. Zwei Jahre später wurde er britischer Formel-3-Meister. In dieser Saison belegt er in der zweithöchsten Formel-Serie GP2 den zweiten Platz in der Gesamtwertung. 

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