Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Sportpolitik: Verbände wollen noch mehr Geld

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Sportpolitik  

Verbände wollen noch mehr Geld

14.11.2014, 16:34 Uhr | dpa

Sportpolitik: Verbände wollen noch mehr Geld. Rainer Brechtken begrüßt, dass dem Spitzensport mehr Geld zur Verfügung steht.

Rainer Brechtken begrüßt, dass dem Spitzensport mehr Geld zur Verfügung steht. Foto: Uwe Anspach. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa) - Mehr Geld für die Sportverbände, den Kampf gegen Doping und für die Trainer: Der Staat wird das Sportfördergeld für 2015 um 15 Millionen auf 155 Millionen aufstocken.

Das weckt besonders beim aus der Grund- und Projektförderung ausgeschlossenen Deutschen Curling-Verband die Hoffnung auf Geld. Generell begrüßen alle Spitzenverbände die unerwartete Morgengabe - jedoch mit einem Aber. "Es ist gut, dass wir Schritt für Schritt nach vorne gehen", sagte Rainer Brechtken, Sprecher der Spitzenverbände, am Freitag der Nachrichtenagentur dpa, "aber es darf nicht der letzte Schritt gewesen sein."

Allerdings seien auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und seine Mitgliedsverbände gefordert, die Förderungswürdigkeit zu erhöhen. "Der deutsche Sport hat mit dem Geldgeber Bundesinnenministerium (BMI) vereinbart: Auch der Sport hat Hausaufgaben zu lösen und kann nicht nur die Hand aufhalten", sagte Brechtken. Mehr Professionalität und bessere, effizientere Strukturen seien notwendig. Bei der DOSB-Mitgliederversammlung am 6. Dezember in Dresden soll zunächst eine Verbandsreform auf den Weg gebracht werden.

"In dem ersten halben Jahr danach, müssen wir dann zeigen, dass wir es besser und professioneller machen, um den nächsten großen Schritt in der Förderung gehen zu können", sagte Brechtken. Immerhin war bei einer mehr oder weniger seriösen Abfrage des DOSB unter seinen Verbänden einen Mehrbedarf an Fördergeld von 38 Millionen Euro ermittelt worden.

Für den Curling-Verband (DCV) geht es um kleinere Summen, aber um das Prinzip. "Wir sind wieder guter Hoffnung", sagte DCV-Präsident Dieter Kolb. Der DOSB erwartet jedoch einen überzeugenden Plan, mit dem der DCV sich auf die Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang vorbereiten will. "Zunächst einmal werden wir mit dem Curling-Verband schnell Gespräche über neue Konzepte führen", erklärte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. "Grundsätzlich wird das Geld wie bei allen Verbänden auf Grundlage der Zielvereinbarungsgespräche verteilt."

Eile tut not, da der DCV vorsorglich allen Trainern und Sportdirektor Rainer Nittel zum Jahresende gekündigt hatte, um im Extremfall eine Insolvenz vermeiden zu können. Der Verband will nun zügig mit dem DOSB Kontakt aufnehmen, "um zeitnah alle konzeptionellen Fragen auf den Prüfstand zu stellen", kündigte Kolb an. In zwei Wochen küren die Curler ihre Europameister. Eine Klärung vor der nahenden EM könnte Verband und Sportler beruhigen, sagte er. "Wir hoffen, dass es möglichst schnell über die Bühne geht."

Zwischen 2011 und 2014 standen den Curlern jährlich insgesamt 284 950 Euro für die Grund- und Projektförderung zur Verfügung. Im neuen olympischen Zyklus hätte der Verband jährlich insgesamt 441 950 Euro benötigt, hieß es seinerzeit. "Ich bin sicher, dass wird durch das zusätzliche Geld den Curlern eine gewisse Grundförderung garantieren können", meinte Brechtken. "Der Verband muss aber auch wissen: Er muss ein sauberes Konzept vorlegen."

Ungeachtet der Gespräche mit dem DCV ist der DOSB nur happy, dass alle Anstrengungen, mehr Geld vom Bund zu bekommen, gefruchtet haben. "Das ist eine ausgezeichnete Nachricht. Das hat es in all den Jahren noch nicht gegeben", sagte Vesper zum entsprechenden Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages.

"Für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 und die Winterspiele in Pyeongchang 2018 haben wir mehr Spielräume gewonnen für die Vorbereitung und die Teilnahmen an Wettkämpfen." Erstmals seit 2009 könnten auch die Trainergehälter angepasst werden. Mehr als 5,8 Millionen Euro zusätzlich sind vorgesehen. Damit will man auch der Abwanderung von versierten Trainern in Länder verhindern, wo sie viel mehr verdienen können. Ein weiterer Förderschwerpunkt ist der Kampf gegen Doping. Um 1,75 Millionen auf 6,4 Millionen Euro soll der Zuschuss für die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) erhöht werden.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal