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Sportpolitik: Radprofis "sehr froh" über geplantes Anti-Doping-Gesetz

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Sportpolitik  

Radprofis "sehr froh" über geplantes Anti-Doping-Gesetz

14.11.2014, 14:19 Uhr | dpa

Sportpolitik: Radprofis "sehr froh" über geplantes Anti-Doping-Gesetz. Tony Martin ist klar für das Anti-Doping-Gesetz.

Tony Martin ist klar für das Anti-Doping-Gesetz. Foto: Bas Czerwinski. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Prominente Athleten haben dem von Justiz- und Innenministerium erarbeiteten Entwurf des neuen Anti-Doping-Gesetzes ohne Wenn und Aber öffentlich zugestimmt.

Sechs von ihnen unterschrieben auf der Tribüne des Berliner Olympiastadions die Erklärung "Sportlerinnen und Sportler für einen sauberen Sport". Das Gesetz, mit dem zum ersten Mal bei Manipulationen im Spitzensport auch Gefängnisstrafen ausgesprochen werden können, nannte Justizminister Heiko Maas "ein Statement für sauberen Sport und eine Kampfansage gegen dopende Sportler". Der achtfache Tour-de-France-Etappensieger Marcel Kittel war "sehr froh über das Anti-Doping-Gesetz", für das er sich seit längerem stark gemacht hatte.

Neben Kittel und seinen beiden Radprofi-Kollegen Tony Martin und John Degenkolb setzten Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll, Paralympics-Sieger Heinrich Popow und Handball-Nationalspieler Paul Drux ihre Unterschrift unter den Appell. Vorher hatten weitere Stars unterzeichnet, darunter Kugelstoß-Weltmeister David Storl und Skirennläufer Felix Neureuther.

Radprofis waren in Berlin überproportional vertreten. Sie begrüßten den Entwurf ohne Abstriche. "Der große Vorteil des neuen Gesetzes ist das hohe Abschreckungs-Potenzial. Außerdem müssen jetzt auch die Hintermänner mit Bestrafungen rechnen", sagte der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister Martin. Der Klassiker-Spezialist Degenkolb stimmte zu: "Endlich werden im Anti-Doping-Kampf Nägel mit Köpfen gemacht. Das ist schon eine andere Liga, wenn du im Dopingfall mit einer Gefängnisstrafe rechnen musst, als nur durch eine Sperre zwei Jahre deinen Sport nicht mehr betreiben zu können."

"Wir können damit endlich mit der Gesetzgebung in anderen Ländern gleichziehen", sagte Obergföll. Der Berliner Füchse-Nationalspieler Drux findet den Entwurf "richtig gut - jetzt dürfte es sich derjenige, der dopen will, zwei - oder dreimal überlegen, ob er es tut".

Der Gesetzentwurf sieht für dopende Spitzensportler und deren Umfeld Geld- und Gefängnisstrafen vor. Parallel sollen sie weiterhin auch der Sportgerichtsbarkeit unterliegen. Das neue Anti-Doping-Gesetz könnte 2015 in Kraft treten.

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