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Kleine F1-Teams drohen mit Klage gegen "fragwürdiges Kartell"

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Brandbrief an Ecclestone  

Kleine Teams drohen mit Klage gegen "fragwürdiges Kartell"

18.11.2014, 16:11 Uhr | sid, t-online.de

Kleine F1-Teams drohen mit Klage gegen "fragwürdiges Kartell". Die kleinen Teams verstärken den Druck auf F1-Boss Bernie Ecclestone. (Quelle: dpa)

Die kleinen Teams verstärken den Druck auf F1-Boss Bernie Ecclestone. (Quelle: dpa)

Der Streit ums liebe Geld in der Formel 1 spitzt sich weiter zu: Force India, Sauber und Lotus haben in einem Brief an Promoter Bernie Ecclestone (84) die Kostensituation in der Königsklasse angeprangert und indirekt gedroht, gegen ein "fragwürdiges Kartell" der großen Teams vorzugehen.

Das von Bob Fernley, dem stellvertretenden Teamchef von Force India, verfasste Schreiben ging in Kopie an alle Rennställe, den Automobil-Weltverband FIA sowie den Formel-1-Mehrheitseigner CVC und wurde auch zahlreichen Medien zugespielt.

Verstoß gegen EU-Recht?

"Die Strategiegruppe der Formel 1 hat keinerlei Absicht, die Kosten zu senken", heißt es: "Im Gegensatz zu Teams, die sich im Besitz von Herstellern befinden, ist die Formel 1 unser Kerngeschäft. Und doch werden wir dazu gezwungen, drei Viertel unseres Einkommens für Motoren auszugeben. Der Rest reicht einfach nicht, um Formel-1-Autos zu bauen und einzusetzen." Nach eigenen Angaben bezahlen die drei Teams im Schnitt 43 Millionen Dollar für die Aggregate.

Die drei Teams streben ein weiteres Treffen mit Ecclestone beim Saisonfinale am kommenden Wochenende in Abu Dhabi an. Im schlimmsten Fall könnte sogar eine Klage der Teams bei der Wettbewerbskommission der EU drohen. "Der Rechtebesitzer, Ferrari, Red Bull, Mercedes, McLaren und Williams kontrollieren die Formel-1-Führung und die Verteilung der Gelder", heißt es in dem Schreiben.

Mangelnde Reformbereitschaft

Die drei finanziell angeschlagenen Mittelklasseteams klagen vor allem die mangelnde Reformbereitschaft von Ecclestone sowie der sogenannten Strategy Group an. Ziel der angeschlagenen Teams ist es, die Kosten für die Rennställe zu senken und die Verteilung der Einnahmen zu ihren Gunsten zu verändern. Sie sehen sich gegenüber der Strategiegruppe, der die großen Teams wie Ferrari, Red Bull oder Mercedes angehören, benachteiligt.

Ferrari und Red Bull Racing würden je rund 160 Millionen Dollar vom sogenannten "Bernie Money" erhalten. Von den insgesamt 835 Millionen, die zu verteilen seien, würden gut 412 Millionen an die Teams der Strategiegruppe gehen.

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