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Fußball - Niersbach beklagt FIFA-Desaster: Mehr als unbefriedigend

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Fußball  

Niersbach beklagt FIFA-Desaster: Mehr als unbefriedigend

19.11.2014, 16:42 Uhr | dpa

Fußball - Niersbach beklagt FIFA-Desaster: Mehr als unbefriedigend. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (l) tappt bei der Strafanzeige von FIFA-Präsident Joseph Blatter im Dunkeln.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (l) tappt bei der Strafanzeige von FIFA-Präsident Joseph Blatter im Dunkeln. Foto: Jörg Carstensen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Mit deutlichen Worten hat DFB-Präsident Wolfgang Niersbach den Umgang der FIFA mit der Untersuchung der WM-Vergaben an Russland und Katar kritisiert.

"Was mich stört, ist, dass wir wieder eine Zeit lang warten müssen, bis man einen Schlussstrich ziehen kann", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes am Mittwoch im TV-Sender Sky. "Ich bin dafür, Fakten sprechen zu lassen." Nach dem Länderspiel der Nationalmannschaft in Spanien hatte Niersbach erklärt: "Das ist mehr als unbefriedigend. Das ist sehr schwierig."

Zu der Strafanzeige von FIFA-Chef Joseph Blatter gegen "Einzelpersonen" bei der Staatsanwaltschaft in Bern wollte sich Niersbach am Dienstag in Vigo nicht äußern. "Da tappen wir alle noch im Dunklen. Ich kann mir da auch keinen Reim drauf machen, was das jetzt für ein Zug ist", sagte Niersbach der Deutschen Presse-Agentur.

Die FIFA hatte am Dienstag mitgeteilt, auf Empfehlung ihres Ethikrichters Hans-Joachim Eckert im Zuge der Ermittlungen über die WM-Vergabe 2018 und 2022 Strafanzeige gestellt zu haben. Gegen wen sich die Vorwürfe konkret richten, blieb bislang allerdings unklar.

Eckert hatte in seinem Urteil die WM-Gastgeber und alle unterlegenen Kandidaten vom Vorwurf der Korruption freigesprochen, aber weitere Ermittlungen gegen Einzelpersonen angemahnt. Diese könnten nicht alleine von der FIFA-Ethikkommission vorgenommen werden, so Eckert.

Auch vom Internationalen Olympischen Komitee könnte dem Weltverband Ärger drohen. Grund ist die Empfehlung 27 in dem Reformwerk "Agenda 2020" von IOC-Präsident Thomas Bach, die alle Verbände auf Good Governance verpflichtet. Bei Verstößen und unbefriedigender Aufarbeitung will das IOC künftig selbst eine Untersuchung anstellen. "Die Empfehlung besagt, dass die Basic Principles für alle gelten und von allen angewandt werden", sagte Bach der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag).

Für den Fall von Verstößen erklärte er: "Es wird zunächst eine Selbstevaluierung stattfinden. Und wenn die nicht befriedigend ist, könnte das IOC eine Evaluierung vornehmen. Danach sind weitere Gespräche und Maßnahmen möglich." Die Prinzipien der Good Governance im Sport sind in der Olympischen Charta verankert. Konkrete Bezüge auf FIFA-Chef und IOC-Mitglied Blatter vermied Bach allerdings.

Unterdessen hat das Organisationskomitee der umstrittenen WM 2022 Sicherheitsbedenken zurückgewiesen. "Wir nehmen die Sicherheit aller an der WM Beteiligten extrem ernst", sagte Nasser al-Khater, Geschäftsführer des WM-Organisationskomitees, der "Sport Bild" und betonte: "Wir haben keine Zweifel, dass die Sicherheit 2022 makellos sein wird." Zuletzt hieß es immer wieder, Katar unterstütze finanziell oder politisch die Terrormiliz Islamischer Staat.

Die Korruptionsvorwürfe gegen das Land im Zuge der WM-Vergabe im Dezember 2010 wurden in dem Interview nicht thematisiert. Sein Land werde ein "spektakuläres Turnier auf die Beine stellen, das alle Erwartungen in den Schatten stellt", sagte al-Khater.

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