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Schwimmen: Schwimmer ohne Biedermann zur WM - Deiblers Rekord

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Schwimmer ohne Biedermann zur WM - Deiblers Rekord

23.11.2014, 16:08 Uhr | dpa

Schwimmen: Schwimmer ohne Biedermann zur WM - Deiblers Rekord. Paul Biedermann hat über 400 Meter Freistil nicht gesiegt.

Paul Biedermann hat über 400 Meter Freistil nicht gesiegt. Foto: Bernd Thissen. (Quelle: dpa)

Wuppertal (dpa) - Mit den Hamburger Rekord-Brüdern Markus und Steffen Deibler, aber ohne Paul Biedermann reist ein 24-köpfiges deutsches Schwimm-Team zur Kurzbahn-WM.

Bei den Titelkämpfen in Doha/Katar vom 3. bis 7. Dezember darf Markus Deibler nach seinem deutschen Rekord über 200 Meter Lagen ebenso auf Edelmetall hoffen wie Weltrekordler Steffen Deibler oder der Langbahn-Europameister Marco Koch. Titelverteidiger Biedermann sagte wegen Trainingsrückstands seine Teilnahme ab - das stand intern bereits vor seiner ersten nationalen Niederlage seit zehn Jahren über 400 Meter Freistil fest.

3:39,60 Minuten, eine Zehntelsekunde hinter dem siegreichen Clemens Rapp, und Platz acht in der Weltjahresbestenliste waren für Biedermann zu wenig, um noch einmal über die WM nachzudenken. "Das reicht einfach nicht", stellte der 28-Jährige fest. Mehrwöchige Trainingspausen hatten Biedermann in diese Jahr oft zurückgeworfen. Nun will er im heimischen Halle/Saale hart trainieren, "damit ich im Hinblick auf die Langbahn-WM 2015 auch konkurrenzfähig bin".

Gutes Grundlagentraining und keine Krankheiten wie so oft in den Vorjahren stärkten Markus Deibler, der das Glanzlicht bei deutschen Kurzbahn-Meisterschaften setzte. Der Hamburger schwamm am Samstag in Wuppertal die 200 Meter Lagen in 1:52,38 Minuten beeindruckende 0,86 Sekunden schneller als bei seiner nationalen Bestmarke aus dem Vorjahr. "Ich wusste, dass ich gut drauf bin. Ich habe mir gesagt, der Rekord ist jetzt fällig", sagte Deibler, der tags zuvor seinen deutschen Rekord über die halbe Distanz noch knapp verpasst hatte. Weltweit waren in diesem Jahr nur zwei Schwimmer schneller.

Sein Bruder Steffen Deibler war mit vier Titeln erfolgreichster Einzel-Schwimmer dieser DM. Der WM-Vierte von Barcelona gewann auch die 100 Meter Schmetterling (50,67 Sekunden) und die 50 Meter Freistil (21,74). Über diese Strecke ist er seit 2005 national ungeschlagen.

Christian Diener lag über 100 Meter Rücken lange auf Rekordkurs. "Auf der letzten Bahn habe ich mich nur noch verschluckt", sagte der 21-Jährige aus Potsdam nach seinen 50,38 Sekunden. Eine der größten WM-Medaillenhoffnungen hingegen quälte sich mit den Nachwirkungen seines ersten Höhentrainingslagers: Langbahn-Europameister Marco Koch konnte sich aber im Endlauf auf 2:04,70 Minuten über 200 Meter Brust steigern. "Ich bin jetzt einfach nur froh, dass es vorbei ist", sagte er.

Der Deutsche Schwimm-Verband hat in Doha nur "abgeschwächte Medaillenwünsche", erklärte DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow, ohne konkrete Ziele zu nennen. "Unser Fokus liegt auf der WM 2015 in Kasan und den Olympischen Spielen 2016 in Rio. Die Kurzbahn-DM in Doha ist eine Zwischenstation dorthin.". Chefbundestrainer Henning Lambertz registrierte erfreut die Größe des WM-Teams: "Die WM-Normen haben sich an Rang acht der letzten Kurzbahn-WM 2012 in Istanbul orientiert, waren demnach kein Zuckerschlecken."

In Wuppertal hatten Athleten die Einzel-Normen sowohl in Vorlauf als auch im Finale geschafft, hinzu kommen Staffelstarter. Daher ist auch wieder Silke Lippok, dreimalige Freistil-Europameisterin, nach Verletzungspause erstmals seit 2012 wieder dabei. Trotz Normerfüllung verzichteten Lagen-Meisterin Theresa Michalak und Freistilsprinter Björn Hornikel, die in den USA Studienprüfungen ablegen müssen, und Robin Backhaus, der einen Bundeswehr-Lehrgang hat.

Das deutsche Team für die WM:

Frauen (12): Annika Bruhn, Marlene Hüther (beide Saarbrücken), Dörte Baumert (Freiburg), Leonie Antonia Beck (Würzburg), Dorothea Brandt (Essen), Anna-Stephanie Dietterle (Berlin), Vanessa Grimberg (Stuttgart), Franziska Hentke (Magdeburg), Sarah Köhler (Frankfurt/Main), Silke Lippok (Hamburg), Jenny Mensing (Wiesbaden), Daniela Schreiber (Halle/Saale)

Männer (12): Markus Deibler, Steffen Deibler (beide Hamburg), Philip Heintz, Clemens Rapp (beide Heidelberg), Marco Di Carli (Frankfurt/Main), Christian Diener (Potsdam), Markus Gierke (Hannover), Marco Koch (Darmstadt), Alexander Kunert (Gelnhausen), Sören Meißner (Würzburg), Florian Vogel (München), Tim Wallburger (Berlin)

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