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FC Augsburg jubelt: "Wenn wir Bayern schlagen, werden wir Meister"

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Augsburg in Champions-League-Laune  

"Wenn wir Bayern schlagen, werden wir Meister"

30.11.2014, 08:28 Uhr | sid

FC Augsburg jubelt: "Wenn wir Bayern schlagen, werden wir Meister". Augsburger Jubel nach dem Ausgleichstreffer: Markus Feulner (li.) und Raul Bobadilla (re.) freuen sich mit Torschütze Halil Altintop. (Quelle: imago/Eibner)

Augsburger Jubel nach dem Ausgleichstreffer: Markus Feulner (li.) und Raul Bobadilla (re.) freuen sich mit Torschütze Halil Altintop. (Quelle: Eibner/imago)

Nach einem historischen Moment hatte die Stimmung beim FC Augsburg bereits Champions-League-Niveau. "Wenn wir unser nächstes Heimspiel gegen Bayern gewinnen, werden wir Meister", sagte Halil Altintop nach dem verdienten 3:1 gegen den Hamburger SV - und lachte herzhaft. Trainer Markus Weinzierl sprach freudestrahlend von einem "wunderbaren Moment" für den FCA, für Manager Stefan Reuter ist der aktuelle Höhenflug "einfach sensationell".

Zumindest vorübergehend durfte sich der FCA über Rang vier in der Bundesliga freuen, der zur Qualifikation für die elitäre Königsklasse berechtigen würde. Doch trotz aller Euphorie, die die Momentaufnahme bei den Verantwortlichen, den Spielern und den Fans am Samstag kurzzeitig hervorrief - abheben wollte bei den Schwaben keiner.

Reuter bleibt auf dem Teppich

"Wir schauen uns die Tabelle gerne an, das ist ein sehr gutes Gefühl. Aber wir fahren am nächsten Wochenende nach Köln und wollen weiter Punkte im Abstiegskampf sammeln", sagte Weinzierl trocken. Und auch Reuter sah nach dem fünften Heimsieg in Serie keinen Grund, das Saisonziel zu revidieren: "Erst wenn wir die Klasse gehalten haben, können wir über andere Dinge nachdenken - vorher definitiv nicht."

Dass sein Team jetzt abheben könnte, glaubt der Weltmeister nicht. "Wir haben einige erfahrene Spieler. Die werden dafür sorgen, dass wir klar und konzentriert bleiben - der Trainer sowieso", erklärte Reuter.

Augsburg genießt den Augenblick

Noch würden dem FCA für die internationalen Plätze "einige Mittel" fehlen, betonte Altintop. Man genieße deshalb einfach den Augenblick, führte der 31-Jährige weiter aus: "Wir machen jetzt keinen Druck. Damit sind wir bisher gut gefahren. Warum sollen wir daran was ändern?" Champions League sei "schon eine große Adresse. Wir bleiben am Boden", ergänzte Torwart Alexander Manninger.

Dabei sah es für den FCA nach dem "Nackenschlag" (Weinzierl) durch das 0:1 von Rafael van der Vaart kurz vor der Pause (45.+2) erst einmal nicht so aus, als müsste man über die Königsklasse sprechen. Doch nach der Pause drehten Altintop (50.), Raul Bobadilla (62.) und Paul Verhaegh (70., Foulelfmeter) in Klasse-Manier die Partie.

"Die Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen"

Weinzierl schwärmte dann auch nach der Partie vom Charakter seiner Truppe: "Die Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen, sie hat Wille und Moral." Reuter stellte Attribute wie "eingespielt, stabil und leidenschaftlich" heraus. Es mache derzeit "einfach viel Spaß", fügte Altintop an.

Weniger Spaß hatte diesmal HSV-Trainer Joe Zinnbauer. "Es hat nicht gereicht. Augsburg hat einen Schritt mehr gemacht, um zu gewinnen", analysierte der Coach. Eine Woche nach dem Sieg im Nordderby gegen Bremen schaffte es der HSV wieder einmal nicht, im Kampf um den Klassenerhalt nachzulegen. Die Quittung: Erneut stürzte der HSV auf einen Abstiegsplatz ab. "Es ist natürlich enttäuschend, zum Schluss war das aber ein verdienter Sieg für den FCA", räumte Zinnbauer offen ein.

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