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Sportpolitik: Späte Startzeiten für olympische Schwimm-Finals in Rio

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Sportpolitik  

Späte Startzeiten für olympische Schwimm-Finals in Rio

05.12.2014, 20:53 Uhr | dpa

Sportpolitik: Späte Startzeiten für olympische Schwimm-Finals in Rio. Carlos Nuzman hat späte Startzeiten für die olympischen Schwimm-Finals bekanntgegeben.

Carlos Nuzman hat späte Startzeiten für die olympischen Schwimm-Finals bekanntgegeben. in Foto: Michael Kappeler. (Quelle: dpa)

Monte Carlo (dpa) - 20 Monate vor Beginn der Rio-Spiele hat das lokale Organisationskomitee ROCOG extrem späte Startzeiten bei den Schwimm-Finals und Vorrundenspielen im Beachvolleyball bestätigt.

Demnach sollen die olympischen Endläufe der Beckenschwimmer um 22.00 Uhr Ortszeit beginnen, einige Begegnungen im Beachvolleyball starten sogar erst um Mitternacht. "Wir müssen einen Zeitplan machen, der das Fernsehen und die Weltverbände zufriedenstellt. Der Zeitplan ist jetzt abgesegnet", sagte ROCOG-Chef Carlos Nuzman in Monte Carlo nach einem Statusbericht Rios vor der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Vor knapp drei Wochen hatte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Australiens, John Coates, gleichzeitig IOC-Vize, Widerstand gegen die Startzeiten im Schwimmen angekündigt. Einige Asse wie Lisbeth Trickett (Australien), Peking-Olympiasiegerin über 100-Meter-Schmetterling, forderten "mehr Respekt für die Athleten".

"Das ist kontraproduktiv für die europäischen Schwimmer und auch für die Sportart, die in Europa nachts versendet wird", kritisierte auch Paul Biedermanns Trainer Frank Embacher und verwies dabei auf praktische Probleme: "Das wird eine schwierige Sache: Wie stelle ich meine Athleten ein? Im Olympischen Dorf ist es ja nachts auch nie so ruhig. Was machen sie bei einer Wettkampfpause? Bis mitternachts die Kollegen anfeuern oder früh ins Bett gehen." Nach einigen Diskussionen wurden die Vorläufe jetzt auf 13.00 Uhr Ortszeit festgelegt, um Athleten, die über mehrere Strecken starten, genügend Regenerationszeit zu geben.

Die späten Zeiten seien kein Problem, sagte der Olympia-Direktor im IOC, Christophe Dubi. Auch mit den generellen Fortschritten der Rio-Organisatoren zeigte er sich zufrieden. Trotz massiver Verzögerungen, die das IOC und internationale Verbände veranlasst hatten, im Mai öffentlich Alarm zu schlagen, seien keine Testwettkämpfe gefährdet. "Die Sorgen sind kleiner geworden. Ich bin 100 Prozent sicher, dass die Sportstätten rechtzeitig fertig werden", erklärte Dubi.

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