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Hockey: Nachwuchskräfte schießen Hockey-Herren ins Finale

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Hockey  

Nachwuchskräfte schießen Hockey-Herren ins Finale

13.12.2014, 17:05 Uhr | dpa

Hockey: Nachwuchskräfte schießen Hockey-Herren ins Finale. Die deutschen Hockey-Herren feierten den Sieg gegen Australien.

Die deutschen Hockey-Herren feierten den Sieg gegen Australien. Foto: Harish Tyagi. (Quelle: dpa)

Bhubaneswar (dpa) - Mit der Schlusssirene ließen die deutschen Herren ihre Hockeyschläger fallen, stürmten aufeinander zu, formten einen Kreis und hüpften singend über den Kunstrasen.

Durch den 3:2 (2:0)-Erfolg im Halbfinale über Seriensieger Australien steht Deutschland erstmals seit fünf Jahren wieder im Endspiel der Champions Trophy. Auf den Rängen jubelten dem DHB-Team die Fans im mit 7000 Zuschauern ausverkauften Kalinga-Stadion in Bhubaneswar zu.

"Ich bin wahnsinnig stolz auf diese junge Mannschaft", sagte Kapitän Moritz Fürste. "Wir sind zwar spielerisch hier nicht auf unserem Toplevel, sondern nur bei etwa 80 Prozent, kämpfen dafür aber mit 100." Australien hatte die vergangenen fünf Trophy-Auflagen für sich entschieden. Deutscher Gegner im Finale am Sonntag ist Pakistan, das sich anschließend im zweiten Halbfinale mit 4:3 (1:1) gegen den Gastgeber und Erzrivalen Indien durchsetzte.

Bundestrainer Markus Weise gibt in Indien sieben Junioren-Weltmeistern von 2013 die Chance, sich auf Weltniveau zu bewähren. Dazu zählen auch der Krefelder Timur Oruz und der Kölner Mats Grambusch, die am Samstag mit ihren Treffern für eine 2:0-Führung des Olympiasiegers nach gerade einmal neun Minuten sorgten. "Wir haben stark begonnen, das waren zwei sensationelle Tore am Anfang", lobte Fürste den Nachwuchs.

Oruz selbst konnte sein erstes Länderspieltor auch nach Spielende kaum beschreiben: "Unfassbar! Wir haben vorher noch besprochen, dass wir mit dem Mittelfeld den Kreis besetzen wollen. Dass es direkt geklappt hat, ist unfassbar, das mag man als Spieler kaum glauben, aber der Trainer hatte mal wieder recht."

Mit entsprechendem Grinsen präsentierte sich daher nach dem Spielende Coach Weise: "Die Jungs haben sich reingehängt, am Anschlag gespielt und die Leistung aus dem Viertelfinale bestätigt und sogar ausgebaut." Florian Fuchs, einer von nur vier London-Olympiasiegern im Team, hatte zu Beginn der zweiten Halbzeit (31.) auf 3:0 erhöht, ehe der Weltmeister durch Strafecken-Treffer von Chris Cirello (34.) und Nicholas Budgeon (41.) auf 2:3 verkürzte. "Wir waren am Ende etwas müde und haben auch ein bisschen den Mut verloren", räumte Weise ein und fügte hinzu: "Wir haben glücklich, aber nicht unverdient gewonnen. Die Jungs können stolz sein."

Oruz schwärmte: "Das ist Hammer, ich hätte mir nie erträumt, vor dieser Hammerkulisse hier ein Finale spielen zu dürfen." Leitwolf Fürste gab die Marschrichtung vor: "Morgen wollen wir hier die Trophy holen." Dies gelang den Deutschen zuletzt 2007 in Malaysia.

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